Multiple Sklerose: Kann Hydroxychloroquin den Verlauf verlangsamen?

Hydroxychloroquin verzögert Behinderung bei primär progredienter Multipler Sklerose

Multiple Sklerose: Kann Hydroxychloroquin den Verlauf verlangsamen?

14.01.2022 Eine Studie der University of Calgary hat vielversprechende Ergebnisse zu Hydroxychloroquin bei der Behandlung des Verlaufs der Behinderung bei primär progredienter Multipler Sklerose (MS), der am wenigsten behandelbaren Form der Autoimmunerkrankung, ergeben.

Forscherteams der Cumming School of Medicine unter der Leitung von Dr. Marcus Koch und Dr. Wee Yong fanden heraus, dass Hydroxychloroquin während der 18-monatigen Studie mit Teilnehmern der MS-Klinik in Calgary dazu beitrug, die Verschlechterung der Behinderung zu verlangsamen. Die Forschungsergebnisse wurden in Annals of Neurology veröffentlicht.

Bei primär progredienter MS gibt es keine gute Behandlungsmöglichkeit, um das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten oder umzukehren. Die Behinderung verschlimmert sich im Laufe der Zeit immer mehr, sagt Koch. Das Forscherteam von Dr. Yong, mit dem Kochs Team eng zusammenarbeitet, hat über mehrere Jahre hinweg eine große Zahl von Generika untersucht, und die Ergebnisse mit Hydroxychloroquin sind vielversprechend. Die Studie ist ein vorläufiger Erfolg, der noch weiter geprüft werden muss.

Wirksamkeit

Die experimentelle einarmige Phase-II-Studie untersuchte 35 Personen zwischen November 2016 und Juni 2021. Die Forscher rechneten damit, dass sich bei mindestens 40 Prozent, d. h. bei 14 Teilnehmern, die Gehfähigkeit deutlich verschlechtern würde, doch am Ende der Studie war dies nur bei acht Teilnehmern der Fall.

Sicherheit

Hydroxychloroquin wurde im Allgemeinen gut vertragen. Es gab unerwünschte Ereignisse (Nebenwirkungen) bei 82 % und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei 12 % der Teilnehmer. Die Forscher halten es für unwahrscheinlich, dass alle schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse mit der Einnahme von HCQ zusammenhängen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Neurology (2021). DOI: 10.1002/ana.26239

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