Multiples Myelom – Medikamente

Das Multiple Myelom, auch Plasmozytom, Kahler-Krankheit genannt, ist ein Krebs der Plasmazellen, einer Art weißer Blutkörperchen, die normalerweise für die Bildung von Antikörpern verantwortlich sind. Häufig werden zunächst keine Symptome festgestellt. Im fortgeschrittenen Stadium können Knochenschmerzen, Blutungen, häufige Infektionen und Anämie auftreten. Als Komplikation kann Amyloidose auftreten.

News

Die aktuellsten Nachrichten von Arznei-News zu dieser Erkrankung finden Sie nun unter: News aus der Forschung zum Multiplen Myelom.

Liste

Liste der beim Multiplen Myelom eingesetzten (oder in der Erprobung befindlichen) Medikamente und Kombinationen:

Medikamentengruppen

  • Immunsuppressiva bei allogener Stammzelltransplantation
  • Immunmodulierende Substanzen
  • Proteasominhibitoren

Wirkstoffe und Handelsnamen

Daten zeigen, Imnovid-basierte Triple-Therapie zeigt Nutzen beim progressionsfreien Überleben

05.07.2018 Ergebnisse der OPTIMISMM-Studie, einer randomisierten, offenen, internationalen klinischen Phase-III-Studie zur Kombination von Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom (RRMM), die mindestens eine vorherige Behandlung einschließlich Lenalidomid erhalten hatten, wurden auf der 23. jährlichen Europäischen Hämatologievereinigung (EHA) vorgestellt.

Progressionsfreies Überleben

Laut den Ergebnissen der Phase-III-Studie OPTIMISMM verlängerte die Zugabe von Imnovid (Pomalidomid) zu Velcade (Bortezomib) und niedrig dosiertem Dexamethason das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant auf 11,2 Monate im Vergleich zu 7,10 Monaten für diejenigen, die diese beiden allein einnehmen, was einer Verringerung des Risikos eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Sterberisiko um 39 Prozent entspricht.

Ansprechen

Die Gesamtansprechrate, einer der sekundären Endpunkte der Studie, war mit 82,2 Prozent gegenüber 50,0 Prozent ebenfalls signifikant höher, während die Zeit bis zum Ansprechen auf die Behandlung kürzer war (0,9 Monate gegenüber 1,4 Monaten), das Gesamtansprechen war höher (15,7 Prozent gegenüber 4,0 Prozent) und die Ansprechdauer war länger (13,7 Monate gegenüber 10,9 Monaten).

OPTIMISMM ist die einzige Phase-III-Studie, die über Daten einer Triplett-Kombination bei zuvor mit Revlimid (Lenalidomid) behandelten Patienten mit Multiplem Myelom berichtet.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen in der Sicherheitspopulation (Pomalidomid + Bortezomib + niedrig dosiertes Dexamethason PVd n= 278; Bortezomib und niedrig dosiertes Dexamethason Vd n=270) waren Neutropenie (PVd: 42% vs. Vd: 9%), Infektionen (PVd: 31% vs. Vd: 18%) und Thrombozytopenie (PVd: 27% vs. Vd: 29%).

Die Rate der Grad 3 oder 4 tiefen Venenthrombose im PVd- vs. Vd-Behandlungsarm betrug 0,7% vs. 0,4% und die Rate der Grad 3 oder 4 Lungenembolie in PVd vs. Vd betrug 4,0% vs. 0,4%.

Keiner der Vorfälle war tödlich, berichten die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: 23rd Annual European Haematology Association (EHA)





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