Muvalaplin zur Senkung von Lipoprotein(a)

Muvalaplin senkt Lp(a)-Spiegel bei gesunden Probanden in Phase-1-Studie

Muvalaplin zur Senkung von Lipoprotein(a)

29.08.2023 Ein neues Medikament bietet laut Professor Stephen Nicholls, Direktor des Victorian Heart Institute und des Victorian Heart Hospital der Monash University, eine bahnbrechende, weltweit erste Behandlungsmöglichkeit für zu hohe Werte von Lipoprotein(a), eine größtenteils genetisch bedingte Form von Cholesterin, die das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Ein hoher Lipoprotein(a)-Wert, auch bekannt als Lp(a) betrifft jeden fünften Menschen weltweit, wobei es derzeit kein zugelassenes Medikament auf dem Markt gibt.

Die in JAMA veröffentlichte Studie zeigte den Erfolg von Muvalaplin mit einer wirksamen Senkung der Werte um bis zu 65 %. Muvalaplin stört die Fähigkeit von Lp(a), sich im Körper zu bilden.

Phase 1 Studie

In dieser ersten Phase-1-Studie am Menschen mit gesunden Teilnehmern führte die orale Verabreichung von Muvalaplin in aufsteigenden Einzeldosen von 1 mg bis 800 mg und in aufsteigenden Mehrfachdosen von 30 mg bis 800 mg über 14 Tage zu einem dosisabhängigen Anstieg der Plasmakonzentration.

In diese randomisierte, doppelblinde, parallel angelegte Phase-1-Studie wurden 114 Teilnehmer (55 in einer Gruppe mit einmaliger Dosierung, 59 in einer Gruppe mit mehrfacher Dosierung) an einem Standort in den Niederlanden aufgenommen.

Die Verabreichung von Muvalaplin war nicht mit Sicherheits- oder Verträglichkeitsproblemen verbunden und verringerte den Lp(a)-Spiegel, nicht aber die Plasminogenaktivität.

Wirksamkeit

  • Orale Dosen von 30 mg bis 800 mg über 14 Tage führten zu steigenden Muvalaplin-Plasmakonzentrationen und einer Halbwertszeit von 70 bis 414 Stunden.
  • Muvalaplin senkte die Lp(a)-Plasmakonzentrationen innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Dosis, wobei die Lp(a)-Werte bei wiederholter Verabreichung weiter sanken.
  • Die maximale placebokorrigierte Lp(a)-Senkung betrug 63 % bis 65 %, was bei 93 % der Teilnehmer zu Lp(a)-Plasmaspiegeln von weniger als 50 mg/dL führte, mit ähnlichen Auswirkungen bei Tagesdosen von 100 mg oder mehr.
  • Es wurden keine klinisch signifikanten Veränderungen der Plasminogenspiegel oder -aktivität beobachtet.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA. Published online August 28, 2023. doi:10.1001/jama.2023.16503

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