Ultra-niedrig dosierte Medikamentenkombination senkt systolischen Blutdruck bei Bluthochdruck

Stärkere Senkung des systolischen Blutdrucks innerhalb von 12 Wochen unter 4-Viertel-Kombi Irbesartan, Amlodipin, Indapamid und Bisoprolol in fester Dosierung im Vergleich zur Monotherapie in Standarddosierung

31.08.2021 Bei Erwachsenen mit Bluthochdruck führt die Erstbehandlung mit einer einzigen Tablette, die eine fest dosierte Vierfach-Vierteldosis-Kombinationstherapie (mit Irbesartan zu 37,5 mg, Amlodipin zu 1,25 mg, Indapamid zu 0,625 mg und Bisoprolol zu 2,5 mg) enthält, zu einer stärkeren Senkung des systolischen Blutdrucks als eine Monotherapie mit einer Standarddosis.

Dies geht aus einer in The Lancet veröffentlichten und zeitgleich auf dem European Society of Cardiology Congress 2021: The Digital Experience präsentierten Studie hervor.

Clara K. Chow von der Universität Sydney und Kollegen wiesen australischen Erwachsenen mit Bluthochdruck, die unbehandelt waren oder eine Monotherapie erhielten, nach dem Zufallsprinzip eine Behandlung zu, die mit der Quadpill (ultraniedrige Dosen von Irbesartan, Amlodipin, Indapamid und Bisoprolol) oder einer nicht unterscheidbaren Monotherapie (Standarddosis von Irbesartan: 150 mg) begann (300 bzw. 291 Patienten). In beiden Gruppen konnten zusätzliche Medikamente eingenommen werden, wenn der Blutdruck nicht den Zielwert erreichte.

Die Forscher stellten fest, dass nach 12 Wochen 15 Prozent der Patienten in der Interventions- bzw. 40 Prozent der aktiven Kontrollgruppe zusätzliche Blutdruckmedikamente einnehmen mussten. Der systolische Blutdruck war in der Interventionsgruppe um 6,9 mm Hg niedriger und die Raten der Blutdruckkontrolle waren höher (76 gegenüber 58 Prozent; relatives Risiko: 1,30). Bei den mit unerwünschten Ereignissen zusammenhängenden Behandlungsabbrüchen gab es nach 12 Wochen keinen Unterschied zwischen den Gruppen.

Diese neue Behandlungsvorgehensweise ist vielversprechend für eine bessere Blutdruckkontrolle bei Menschen mit Bluthochdruck auf der ganzen Welt, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet – DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)01922-X





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