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Nitrit in der Nahrung mit höherem Typ-2-Diabetes-Risiko verbunden

Noch stärkerer Zusammenhang bei Nitriten und Natriumnitriten, die aus Zusatzstoffen stammen

Nitrit in der Nahrung mit höherem Typ-2-Diabetes-Risiko verbunden

19.01.2023 Gesamtnitrite und aus Zusatzstoffen stammende Nitrite stehen mit einem höheren Diabetesrisiko in Verbindung laut einer online in PLOS Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Bernard Srour von der Universität Sorbonne Paris Nord und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen Nitriten/Nitraten und Typ-2-Diabetes (T2D), wobei sie zwischen Nitriten/Nitraten aus Lebensmitteln und Wasser und solchen aus Lebensmittelzusatzstoffen unterschieden. Die Analyse umfasste die selbstberichteten Angaben von 104.168 Erwachsenen, die über einen Zeitraum von durchschnittlich 7,3 Jahren beobachtet wurden.

Nitrite und Natriumnitrit werden als Lebensmittelzusatzstoffe und Farbstabilisatoren in der Fleisch- und Fischindustrie eingesetzt, vor allem bei der Wurstproduktion. Beim Grillen können zusammen mit Proteinbestandteilen der Nahrung krebserregende Nitrosamine gebildet werden.

  • Die Forscher fanden heraus, dass sowohl Gesamtnitrite als auch Nitrite aus Lebensmitteln und Wasser positiv mit einem höheren T2D-Risiko verbunden waren.
  • Im Vergleich zu Personen ohne Nitrite aus Zusatzstoffen in der Nahrung hatten Teilnehmer mit höherer Exposition (d. h. über dem geschlechtsspezifischen Median) und insbesondere diejenigen mit höherer Exposition gegenüber Natriumnitrit (e250) ein höheres T2D-Risiko.
  • Es wurde kein Zusammenhang zwischen Nitraten insgesamt, aus Lebensmitteln und Wasser oder aus Zusatzstoffen und dem T2D-Risiko festgestellt.

„Diese Ergebnisse liefern einen neuen Hinweis im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen über die Notwendigkeit einer Reduzierung der Verwendung von Nitrit-Zusatzstoffen in verarbeitetem Fleisch durch die Lebensmittelindustrie und könnten die Notwendigkeit einer besseren Regulierung der Bodenkontamination durch Düngemittel unterstützen“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: PLOS Medicine – doi.org/10.1371/journal.pmed.1004149

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