Ocrelizumab (Ocrevus) bei Multipler Sklerose (MS)

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Neue Daten zu OCREVUS (Ocrelizumab) bestätigen signifikanten Nutzen für die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei schubförmiger und primär progredienter Multipler Sklerose

16.04.2021 Roche hat neue Analysen zu OCREVUS® (Ocrelizumab) veröffentlicht, die den signifikanten Nutzen hinsichtlich des Fortschreitens der Erkrankung bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) und primär progredienter MS (PPMS) im Frühstadium belegen sowie eine hohe Beständigkeit und starke Adhärenz bei zweimaliger (halbjährlicher) Dosierung zeigen. Diese Daten werden virtuell auf der 73. Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) vom 17. bis 22. April 2021 vorgestellt.

Zwischenanalyse der Phase-IIIb-Studie ENSEMBLE: Keine Hinweise auf ein Fortschreiten der Erkrankung bei RRMS im Frühstadium

In einer Zwischenanalyse der offenen Phase-IIIb-Studie ENSEMBLE zeigte die Behandlung mit OCREVUS bei Patienten, bei denen kürzlich RRMS diagnostiziert wurde und die zuvor keine krankheitsmodifizierende Behandlung (DMT) erhalten hatten, einen anhaltenden Nutzen über ein Jahr. Nach 48 Wochen zeigten 85% der mit OCREVUS behandelten Patienten keine Anzeichen von Krankheitsaktivität (NEDA; keine Schübe, keine Verschlechterung der Behinderung oder neue oder sich vergrößernde Hirnläsionen mit vordefinierter MRT-Neubasierung nach 8 Wochen).

Die durchschnittliche annualisierte Rückfallrate über alle Patienten war sehr niedrig (0,005) und ihre mittlere Veränderung im Expanded Disability Status Scale Score (EDSS) von der Baseline verbesserte sich signifikant von 1,71 auf 1,55 (p=0,002).

Darüber hinaus wurden die Neurofilament-Leichtketten (NfL), ein Marker für Nervenzellschäden, durch die OCREVUS-Behandlung auf nahezu gesunde Kontrollwerte verringert (10,5 pg/mL zu Beginn der Behandlung auf 4,55 pg/mL nach 48 Wochen mit OCREVUS gegenüber 4,12 pg/mL bei gesunden Kontrollen). Das Sicherheitsprofil von OCREVUS in dieser Studie war übereinstimmend mit seinem insgesamt günstigen Sicherheitsprofil.

Post-hoc-Analyse Phase III ORATORIO: Verlangsamte Akkumulation atrophierter T2-Läsionen bei PPMS

In einer Post-hoc-Analyse der ORATORIO-Studie bei PPMS verlangsamte die Behandlung mit OCREVUS die Akkumulation des Volumens atrophierter T2-Läsionen (aT2-LV) im Vergleich zu Placebo nach 120 Wochen signifikant (319 mm3 vs. 366 mm3 mit Placebo, p<0,015). AT2-LV ist ein Maß, das das Volumen der T2-Läsionen im Hirngewebe widerspiegelt, das durch Liquor ersetzt wird, und gilt als Marker für das Fortschreiten der Erkrankung bei MS.

Bei Menschen mit PPMS kommt es zu einer drei- bis fünfmal höheren Akkumulation von aT2-LV als bei Menschen mit schubförmiger MS, und diese Daten deuten darauf hin, dass OCREVUS die zugrundeliegende progrediente Biologie der MS günstig beeinflussen könnte, schreibt Roche.

Zwei-Jahres-Analyse in den USA: Höchste Adhärenz- und Persistenzraten

Ungefähr 80 % der Patienten hielten sich nach dem zweiten Behandlungsjahr an die zweimalige (halbjährliche) Verabreichung von OCREVUS, verglichen mit anderen DMT, die nach Verabreichungsart gruppiert wurden (35 % Adhärenz bei Injektionspräparaten, 55 % bei oralen Präparaten und 54 % bei anderen Infusionen), in einer neuen Analyse von US-amerikanischen kommerziellen und Versicherungsdatenbanken.

OCREVUS hatte auch den höchsten Anteil an Patienten (75%), die die Therapie nach zwei Jahren fortsetzten (33% bei injizierbaren, 54% bei oralen und 55% bei anderen Infusionen).
© arznei-news.de – Quellenangabe: RocheK.

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