Ofatumumab (Kesimpta) bei Multipler Sklerose

Schubförmig auftretende Formen der Multiplen Sklerose (RMS): Überlegenheit gegenüber Aubagio (Teriflunomid)

02.09.2019 Novartis hat positive Ergebnisse für Ofatumumab (Kesimpta) aus den Phase-III-Studien ASCLEPIOS I und II veröffentlicht.

In beiden direkten Vergleichsstudien zeigte Ofatumumab bei Patienten mit schubförmig verlaufenden Formen der Multiplen Sklerose (RMS) Überlegenheit gegenüber Aubagio (Teriflunomid).

Die ASCLEPIOS-Studien untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit von monatlich subkutanem Ofatumumab 20mg im Vergleich zu einmal täglich oralem Aubagio 14mg bei Erwachsenen mit RMS.

Beide Studien erreichten die primären Endpunkte, in denen Ofatumumab eine hochsignifikante und klinisch signifikante Reduktion der Anzahl der bestätigten Rezidive zeigte, bewertet als die annualisierte Rezidivrate (ARR). Wichtige sekundäre Endpunkte der Verlangsamung bis zur bestätigten Invaliditätsentwicklung wurden ebenfalls erreicht.

Insgesamt zeigte Ofatumumab eine anhaltende Wirksamkeit bei einem günstigen Sicherheitsprofil. Das Sicherheitsprofil von Ofatumumab aus den ASCLEPIOS-Studien entspricht den Ergebnissen der Phase II.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Novartis

Geringere Rezidivraten unter Ofatumumab bei Multipler Sklerose

07.08.2020 Bei Patienten mit rezidivierender Multipler Sklerose sind die jährlichen Rezidivraten bei denjenigen, die den monoklonalen Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab (Markenname ist Kesimpta) erhalten, im Vergleich zu Teriflunomid niedriger. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Ausgabe vom 6. August des New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.

Dr. Stephen L. Hauser von der University of California in San Francisco führte zusammen mit Kollegen zwei randomisierte, doppelblinde, doppelt-Dummy, aktiv-kontrollierte Studien der Phase 3 an Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose durch, deren Design identisch war.

Die Teilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder subkutanes Ofatumumab oder orales Teriflunomid über einen Zeitraum von bis zu 30 Monaten (946 bzw. 936) und wurden im Median über einen Zeitraum von 1,6 Jahren beobachtet.

Die Forscher fanden annualisierte Rückfallraten von 0,11 bzw. 0,22 in der Ofatumumab- bzw. Teriflunomid-Gruppe (Differenz -0,11; 95 Prozent Konfidenzintervall [KI], -0,16 bis -0,06; P < 0,001) in Studie 1 und 0,10 bzw. 0,25 (Differenz -0,15; 95 Prozent KI, -0,20 bis -0,09; P < 0,001) in Studie 2.

Die Prozentsätze der Patienten mit einer Verschlechterung der Behinderung, die nach drei Monaten bestätigt wurde, betrugen 10,9 bzw. 15,0 Prozent unter Ofatumumab und Teriflunomid in den gepoolten Studien (Hazard Ratio 0,66; 95 Prozent KI, 0,50 bis 0,86; P = 0,002); nach sechs Monaten lagen die Prozentsätze mit einer Verschlechterung der Behinderung bei 8,1 bzw. 12,0 Prozent (Hazard Ratio 0,68; 95 Prozent KI, 0,50 bis 0,92; P = 0,01), während die Prozentsätze mit bestätigter Verbesserung der Behinderung nach sechs Monaten 11,0 bzw. 8,1 Prozent betrugen (Hazard Ratio 1,35; 95 Prozent KI, 0,95 bis 1,92; P = 0,09).

Ofatumumab war mit niedrigeren annualisierten Rückfallraten als Teriflunomid verbunden und zeigte einen Nutzen in Bezug auf die meisten sekundären klinischen und Magnetresonanztomographie-Endpunkte, aber nicht bei der bestätigten Verbesserung der Behinderung, fassen die Autoren zusammen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2020; 383:546-557 DOI: 10.1056/NEJMoa1917246.

EU: Schubförmige Formen der Multiplen Sklerose – CHMP-Zulassungsempfehlung für Kesimpta

01.02.2021 Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) empfiehlt die Zulassung von Kesimpta (aktive Substanz ist Ofatumumab) der Firma Novartis Ireland Ltd als 20 mg Lösung zur Injektion für die subkutane Verabreichung für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit aktiven schubförmigen Formen der Multiplen Sklerose.

Der Wirkstoff von Kesimpta ist Ofatumumab, ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der sich gegen einen Rezeptor namens CD20 richtet, welcher auf den B-Zellen exprimiert wird.

Der Nutzen von Kesimpta liegt in dessen Fähigkeit, Rückfälle zu verhindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege und injektionsbedingte Reaktionen.

Die vollständige Indikation bei Zulassung wäre:

Kesimpta ist indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) mit aktiver Erkrankung, die durch klinische oder bildgebende Merkmale definiert ist.
© arznei-news.de – Quelle: EMA

EU: Schubförmig verlaufende multiple Sklerose – Die Europäische Kommission erteilt Kesimpta die Zulassung

31.03.2021 Die Europäische Kommission hat am 29.03.2021 dem Medikament Kesimpta (Wirkstoff ist Ofatumumab) der Firma Novartis Ireland Limited die Zulassung für die folgende Indikation erteilt:

Kesimpta wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig verlaufender multipler Sklerose (Relapsing Multiple Sclerosis, RMS) mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung.
© arznei-news.de – Quelle: EC



Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament. (Bitte keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift - und aus Lesbarkeitsgründen Komma, Punkt und Absatz machen.)

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren