Olaparib (Lynparza) bei Eierstockkrebs

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

  • 19.12.2014 EU u. FDA Zulassung: Eierstock-, Eileiter-, Bauchfellkrebs … zum Artikel
  • 26.10.2016 Medikament verzögert Eierstockkrebs-Progression … zum Artikel
  • 16.03.2017 Überlebensvorteile in Eierstockkrebs-Studie … zum Artikel
  • 02.06.2017 Ovarialkarzinom: Positive Resultate bei PFS und Lebensqualität … zum Artikel
  • 09.05.2018 EU-Zulassung für Behandlung von platinsensitivem rezidivierenden Ovarialkrebs … zum Artikel
  • 27.06.2018 Ovarialkarzinom – SOLO-1 (Placebo-Studie): Progressionsfreies Überleben … zum Artikel
  • 21.12.2018 Erreicht primären Endpunkt in SOLO-3 bei rezidiviertem BRCA-mutierten fortgeschrittenen Eierstockkrebs … zum Artikel
  • 27.04.2019 EU: Der CHMP empfiehlt die Erweiterung der Zulassung bei der Behandlung von Eierstockkrebs … zum Artikel
  • 19.06.2019 Die Europäische Kommission hat Lynparza als Erstlinien-Erhaltungstherapie für Frauen mit BRCA-mutiertem fortgeschrittenen Eierstockkrebs genehmigt.
  • 15.08.2019 Lynparza Phase-III-Studie PAOLA-1 erreichte primären Endpunkt in Erstlinienbehandlung mit Bevacizumab von fortgeschrittenem Eierstockkrebs … zum Artikel
  • 20.12.2019 Zugabe von Olaparib zur Erhaltungstherapie mit Bevacizumab verlangsamt fortgeschrittenen Eierstockkrebs … zum Artikel
  • Weitere News zu Olaparib (Lynparza)

Medikament verzögert Eierstockkrebs-Progression

26.10.2016 Eine zweimal tägliche Dosis von AstraZenecas Lynparza (aktive Substanz ist Olaparib) als Erhaltungstherapie verzögerte die Progression von Eierstockkrebs bei bestimmten Patientinnen.

Die Phase-III-Studie randomisierte 295 Patientinnen mit dokumentierten Keimbahn-BRCA1- oder BRCA2-Mutationen, die mindestens zwei vorherige Linien einer Platin-basierten Chemotherapie erhalten hatten.

Die Daten aus der Phase-III-SOLO-2-Studie zeigen eine klinisch bedeutsame und statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im Vergleich zu Placebo bei Patientinnen mit platinsensitivem rezidivierten BRCA-mutierten Eierstockkrebs, die das Medikament als Monotherapie einnahmen.

Das mediane PFS im Lynparza-Arm von SOLO-2 “überstieg das in der Phase-II-Erhaltungstherapie-Studie beobachtete Gesamtpotential deutlich”, so das Unternehmen weiter.

Das Medikament präsentierte sich auch als relativ sicher, wobei die ersten Ergebnisse auf ein ähnliches Sicherheits-Profil wie in früheren Studien hindeuten.

Das Unternehmen wird die vollständigen Ergebnisse von SOLO-2 auf einem bevorstehenden medizinischen Meeting präsentieren.
© arznei-news.de – Quelle: AstraZeneca, Okt. 2016

EU: Der CHMP empfiehlt die Erweiterung der Zulassung bei der Behandlung von Eierstockkrebs

27.04.2019 EMA: Der CHMP empfiehlt die Erweiterung der Zulassung von Lynparza als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit fortgeschrittenem (FIGO Stadium III und IV) BRCA1/2-mutierten (Keimbahn und/oder somatisch) hochgradigen epithelialen Eierstock-, Eileiter- oder primären Peritonealkrebs, die nach Abschluss der platinbasierten Erstlinien-Chemotherapie (vollständig oder teilweise) ansprechen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: EMA

Lynparza Phase-III-Studie PAOLA-1 erreichte primären Endpunkt in Erstlinienbehandlung mit Bevacizumab von fortgeschrittenem Eierstockkrebs

15.08.2019 AstraZeneca hat positive Ergebnisse der Phase-III-Studie PAOLA-1 bei Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs publiziert.

Die Studie verglich Lynparza (Olaparib) – zusätzlich zur Standardbehandlung Bevacizumab – mit Bevacizumab allein bei Frauen mit Eierstockkrebs mit oder ohne BRCA-Genmutationen.

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt in der Intent-to-Treat-Behandlungsgruppe mit einer statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS), wodurch sich die Zeit der mit Lynparza plus Bevacizumab behandelten Frauen ohne Krankheitsprogression oder Tod im Vergleich zu allein mit Bevacizumab behandelten Teilnehmerinnen verlängerte.

Die Ergebnisse, einschließlich der Analysen der Biomarker-Teilgruppen, werden auf einem bevorstehenden medizinischen Treffen vorgestellt.

Die in PAOLA-1 beobachteten Sicherheits- und Verträglichkeitsprofile entsprachen im Allgemeinen denen, die für die jeweiligen Medikamente bekannt sind. PAOLA-1 ist die zweite positive Phase-III-Studie mit Lynparza bei fortgeschrittenem erstbehandelten Eierstockkrebs.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca

Zugabe von Olaparib zur Erhaltungstherapie mit Bevacizumab verlangsamt fortgeschrittenen Eierstockkrebs

20.12.2019 Im Vergleich zu Placebo ist die Zugabe von Olaparib zur Erhaltungstherapie mit Bevacizumab mit einem signifikanten progressionsfreien Überlebensvorteil für Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs verbunden laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. med. Isabelle Ray-Coquard vom Centre Léon Bérard in Lyon, Frankreich, und Kollegen führten eine randomisierte Phase-3-Studie mit Patientinnen mit neu diagnostiziertem, fortgeschrittenem, hochgradigem Eierstockkrebs durch, die auf eine Erstlinien-Chemotherapie mit Platin-Taxan plus Bevacizumab ansprachen.

Die Teilnahmebedingung war nicht an das Operationsergebnis oder den BRCA-Mutationsstatus der Patientinnen gebunden. Insgesamt erhielten 806 Patientinnen nach dem Zufallsprinzip entweder Olaparib oder Placebo im Verhältnis 2:1 über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten (537 bzw. 269); alle Patientinnen erhielten Bevacizumab.

Progressionsfreies Überleben

Die Forscher fanden heraus, dass das mediane progressionsfreie Überleben unter Olaparib plus Bevacizumab 22,1 Monate und unter Plazebo plus Bevacizumab 16,6 Monate nach einer medianen Nachbeobachtung von 22,9 Monaten (Hazard Ratio für Krankheitsprogression oder Tod 0,59) betrug.

Für das Fortschreiten der Erkrankung oder Tod betrugen die Hazard Ratios 0,33 bzw. 0,43 für Patientinnen mit Tumoren positiv auf homologe Rekombinationsdefizienz, einschließlich Tumoren, die BRCA-Mutationen aufwiesen (medianes progressionsfreies Überleben 37,2 versus 17,7 Monate) und Tumoren, die keine BRCA-Mutationen aufwiesen (medianes progressionsfreies Überleben 28,1 versus 16,6 Monate).

Die Studie erreichte ihr primäres Ziel, indem sie einen signifikanten Nutzen beim progressionsfreien Überleben in der zu behandelnden Population zeigte, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2019; 381:2416-2428 DOI: 10.1056/NEJMoa1911361

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