Opdivo verringert Wiederauftreten von Blasenkrebs

Nivolumab (Opdivo) nach Blasenkrebs-Operation kann Risiko für Wiederauftreten der Erkrankung reduzieren

06.06.2021 Neue Forschungsergebnisse des medizinischen Onkologen Dean Bajorin vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center (MSK) und seiner Kollegen zeigen, dass Patienten, die nach einer Blasenkrebsoperation mit Nivolumab (Opdivo®) behandelt wurden, ein geringeres Risiko für ein Wiederauftreten von hochgradigem Blasenkrebs haben. Diese Studie wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

In dieser randomisierten Phase-III-Studie untersuchten Dr. Bajorin und ein Forscherteam 709 Patienten, die nach der Entfernung von Blase, Harnleiter oder Niere bei hochgradigem Krebs ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten eines Urothelkarzinoms hatten. Um den Nutzen zu untersuchen, wurden die Patienten randomisiert und erhielten ein Jahr lang alle zwei Wochen entweder Nivolumab oder ein Placebo. Patienten und Ärzte waren für die Behandlung verblindet. Sowohl die Sicherheit als auch die Lebensqualität wurden bewertet.

Krankheitsfreies Überleben

Dr. Bajorin und die Studienärzte fanden heraus, dass Nivolumab bei Hochrisikopatienten das Wiederauftreten des Tumors nach der Operation reduzierte im Vergleich zu Patienten, die das Placebo erhielten.

Der derzeitige Behandlungsstandard nach einer Operation, bei der die Blase oder Niere und der Harnleiter entfernt werden, ist die Beobachtung ohne adjuvante Therapie – selbst bei Patienten mit hohem Rezidiv- und Sterberisiko. Dies liegt daran, dass bisher keine Chemotherapie oder Immuntherapie einen Nutzen gezeigt hat.

Die Teilnehmer, die Nivolumab erhielten, wiesen ein krankheitsfreies Überleben von 21 Monaten auf im Vergleich zu 10,9 Monaten bei den Teilnehmern, die das Placebo erhielten.

Urothelkarzinome / Blasenkrebs

Urothelkarzinome sind Tumoren, die in der Auskleidung des harnableitenden Systems beginnen, das den Urin von den Nieren nach außen transportiert. Diese Krebsarten werden oft auch als „Blasenkrebs“ bezeichnet, da die meisten von ihnen in der Blase beginnen.

Dr. Bajorin und Kollegen kamen zu dem Schluss, dass die Überlebensdaten noch nicht ausgereift sind und weitere Untersuchungen und Nachuntersuchungen erforderlich sind. Die primären Endpunkte des krankheitsfreien Überlebens in der Studienpopulation und des krankheitsfreien Überlebens in der Untergruppe der Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren wurden erreicht, und diese Ergebnisse sind statistisch hoch-signifikant und klinisch relevant für eine Patientenpopulation mit einem eindeutigen ungedeckten medizinischen Bedarf, schließen sie.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Memorial Sloan Kettering Cancer Center.

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