Ozanimod bei Morbus Crohn

Einsatz bei: Multiple Sklerose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn

STEPSTONE – Morbus Crohn: Ph-2-Daten

20.10.2017 Die Celgene Corporation hat Phase-2-Daten zum Wirkstoff Ozanimod zur Behandlung von Morbus Crohn auf dem Weltkongress für Gastroenterologie in Orlando bekanntgegeben.

Die Studien umfassen neue Daten aus der STEPSTONE-Studie mit Patienten mit mittelschwer bis schwer aktivem Morbus Crohn (CD). Ozanimod ist ein selektiver Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-1- und -5-Rezeptor-Modulator.

Die STEPSTONE-Daten sind die ersten 12-Wochen-Daten der Phase-2-Studie mit offenem Label. STEPSTONE evaluierte die endoskopische Verbesserung und die klinischen Ergebnisse nach der Behandlung mit Ozanimod 1,0 mg pro Tag für 12 Wochen bei 69 Patienten im Alter von durchschnittlich 37,7 Jahren mit mittelschwer bis schwer aktiver CD. Patienten mit verfügbaren Daten zu Studienbeginn und Woche 12 wurden in die Analysen einbezogen.

Wirksamkeit

Die Reduktion der Punkte beim SES-CD (endoscopic score for Crohn’s disease) von der Grundlinie mit mindestens 50 Prozent bzw. 25 Prozent wurde bei 27 Prozent bzw. 43 Prozent der Patienten beobachtet. Patienten mit kürzerer Krankheitsdauer (Krankheitsdauer ≤ 5 Jahre) zeigten ein größeres endoskopisches Ansprechen: 36 bzw. 50 Prozent. Patienten, die eine niedrigere endoskopische Aktivität hatten (SES-CD ≤ 12), zeigten enbenfalls ein größeres endoskopisches Ansprechen: 50 Prozent bzw. 25% Reduktion bei 30 Prozent bzw. 49 Prozent der Patienten.

Es wurden auch Verringerungen der CDAI (Crohn’s disease activity index) Mittelwerte in Woche 4 im Vergleich zu den Ausgangswerten (erste Bewertung nach dem Ausgangswert) beobachtet, mit weiteren Reduzierungen bis Woche 12. In der 12. Woche wurde bei 66 Prozent der Patienten ein CDAI-Ansprechen (CDAI-Abnahme ≥ 100) beobachtet, bei 46 Prozent der Patienten wurde eine CDAI-Remission (CDAI < 150) beobachtet. Die durchschnittliche CDAI-Reduktion in Woche 12 betrug 130 Punkte.

Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse und schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Patienten schienen mit der zugrundeliegenden Krankheit zusammenzuhängen.

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 5 Prozent) waren CD-Schübe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Lymphopenie, Arthralgie, Erbrechen, erhöhte Gamma-Glutamyltranspeptidase (GGT), Harnwegsinfektionen, Parästhesie, Analabszess und erhöhte Alaninaminotransferase.

Die häufigsten schweren Nebenwirkungen bei zwei oder mehr Patienten waren CD-Schübe, fistelbildende Erkrankungen, Darmverschluss und Bauchgeschwüre.
© arznei-news.de – Quelle: Celgene Corporation, Okt. 2017



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