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Paracetamol in Schwangerschaft verbunden mit Aufmerksamkeitsproblemen

ADHS: Der Zusammenhang zwischen pränataler Paracetamol-Exposition und frühkindlichem Aufmerksamkeitsverhalten

Paracetamol in Schwangerschaft verbunden mit Aufmerksamkeitsproblemen

26.01.2024 Eine Paracetamol-Exposition in der Schwangerschaft, insbesondere im zweiten Trimester, wird mit Aufmerksamkeitsproblemen im Alter von 2, 3 und 4 Jahren in Verbindung gebracht, so eine in Neurotoxicology and Teratology veröffentlichte Studie.

Dr. Megan L. Woodbury von der University of Illinois in Urbana-Champaign und Kollegen verwendeten Daten aus einer prospektiven Geburtskohorte mit 535 Neugeborenen, um den Zusammenhang zwischen der Paracetamol-Exposition in der Schwangerschaft und Aufmerksamkeitsproblemen nach dem Trimester der Exposition zu untersuchen. Zu sechs Zeitpunkten während der Schwangerschaft gaben die Mütter an, wie oft sie Paracetamol eingenommen hatten. Die Betreuer füllten die Child Behavior Checklist im Alter von 1,5 bis 5 Jahren aus, als die Kinder 2, 3 und 4 Jahre alt waren.

  • Die Forscher beobachteten einen Zusammenhang zwischen einer höheren Paracetamol-Exposition während des zweiten Trimesters der fötalen Entwicklung und höheren Werten im Alter von 2 und 3 Jahren auf den Skalen Aufmerksamkeitsprobleme, Probleme mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Externalisierungsverhalten und Gesamtprobleme.
  • Höhere Werte für externalisierendes Verhalten und Gesamtprobleme im Alter von 4 Jahren wurden nur in Verbindung mit einer höheren Exposition im zweiten Trimester beobachtet.
  • Die Werte für Aufmerksamkeitsprobleme und ADHS-Probleme im Alter von 2 und 3 Jahren waren in Verbindung mit einer höheren kumulativen Exposition während der Schwangerschaft höher.

„Unser wichtigstes Ergebnis war, dass mit zunehmender Paracetamoleinnahme der schwangeren Teilnehmerinnen, insbesondere während des zweiten Trimesters, ihre Kinder in jedem von uns gemessenen Alter mehr aufmerksamkeitsbezogene Probleme und ADHS-ähnliche Verhaltensweisen zeigten, die wir als ‚externalisierende Verhaltensweisen‘ bezeichnen“, so Woodbury in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Neurotoxicology and Teratology, Volume 101, 2024, 107319, ISSN 0892-0362, https://doi.org/10.1016/j.ntt.2024.107319.

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