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Ibuprofen bei persistierendem Ductus arteriosus

Kein Unterschied im Risiko für Tod oder mittelschwere oder schwere bronchopulmonale Dysplasie bei den mit Ibuprofen behandelten Patienten gegenüber Placebo

Ibuprofen bei persistierendem Ductus arteriosus

26.01.2024 Bei extrem frühgeborenen Kindern ist das Risiko für Tod oder mittelschwere oder schwere bronchopulmonale Dysplasie nicht signifikant geringer, wenn ihnen frühzeitig wegen einem persistierenden Ductus arteriosus Ibuprofen im Vergleich zu Placebo verabreicht werden laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Samir Gupta von Sidra Medicine in Doha, Katar, und Kollegen führten eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie durch, in der eine frühe Ibuprofen-Behandlung (≤72 Stunden nach der Geburt) für einen großen persistierenden Ductus arteriosus (Durchmesser ≥1,5 mm mit pulsierendem Fluss) bei extrem frühgeborenen Kindern untersucht wurde.

Insgesamt wurden 326 bzw. 327 Säuglinge für die Behandlung mit Ibuprofen bzw. Placebo ausgewählt; bei 324 bzw. 322 Säuglingen lagen Daten für die Ergebnisanalyse vor. Der primäre Endpunkt war ein Kompositum aus Tod oder mäßiger oder schwerer bronchopulmonaler Dysplasie, bewertet im postmenstruellen Alter von 36 Wochen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass ein primäres Ereignis bei 69,2 Prozent der Säuglinge in der Ibuprofen- und 63,5 Prozent in der Placebogruppe auftrat (bereinigtes Risikoverhältnis: 1,09; 95 Prozent Konfidenzintervall [CI]: 0,98 bis 1,20; P = 0,10); 13,6 bzw. 10,3 Prozent der Säuglinge starben (bereinigtes Risikoverhältnis: 1,32; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,92 bis 1,90).
  • Eine mäßige oder schwere bronchopulmonale Dysplasie trat bei 64,2 Prozent der Ibuprofen- und 59,3 Prozent der Placebogruppe unter den Säuglingen auf, die bis zum Alter von 36 Wochen nach der Geburt überlebten (bereinigtes Risikoverhältnis: 1,09; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,96 bis 1,23).

„Unsere Ergebnisse stimmen im Großen und Ganzen mit denen anderer Studien zur frühen gezielten Behandlung eines persistierenden Ductus arteriosus mit Ibuprofen überein, die keinen überzeugenden Nutzen in Bezug auf die klinischen Ergebnisse gezeigt haben“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2024; 390:314-325 DOI: 10.1056/NEJMoa2305582

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