Parkinson: Flavonoide mit geringerem Sterblichkeitsrisiko verbunden

Bessere Versorgung mit Flavonoiden nach der Diagnose der Parkinson-Krankheit ist mit einer geringeren Mortalität verbunden

31.01.2022 Laut einer in Neurology veröffentlichten Studie ist eine höhere Flavonoidaufnahme mit einem geringeren Sterberisiko bei Patienten mit Parkinson-Krankheit verbunden.

Die Studie

Xinyuan Zhang von der Pennsylvania State University in University Park und Kollegen führten eine prospektive Studie durch, um den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Flavonoiden vor und nach der Diagnose und dem Sterberisiko bei Personen mit Parkinson-Krankheit zu untersuchen.

Die Analysen umfassten 599 Frauen und 652 Männer aus der Nurses‘ Health Study bzw. der Health Professionals Follow-up Study, bei denen Morbus Parkinson erstmalig diagnostiziert worden war.

Auftreten von Todesfällen bei Männern verringert

Während der 32- bis 34-jährigen Nachbeobachtungszeit wurden 944 Todesfälle dokumentiert. Die Forscher fanden heraus, dass nach Anpassung an Alter, Raucherstatus, Gesamtenergieaufnahme und andere Kovariaten eine höhere Zufuhr von Flavonoiden vor der Parkinson-Diagnose bei Männern mit einem geringeren Risiko für die spätere Gesamtmortalität verbunden war (Hazard Ratio beim Vergleich zweier extremer Quartile: 0,53), nicht jedoch bei Frauen.

Bei den Flavonoid-Unterklassen wurde ein geringeres Sterblichkeitsrisiko für das höchste gegenüber dem niedrigsten Quartil der Aufnahme von Anthocyanen, Flavonen und Flavan-3-olen vor der Diagnose festgestellt (gepoolte Hazard Ratios: 0,66, 0,78 bzw. 0,69).

Ein höherer Verzehr von Flavonoiden insgesamt; Unterklassen wie Flavonole, Anthocyane, Flavan-3-ole und Polymere; sowie Beeren und Rotwein nach der Parkinson-Diagnose waren mit einem deutlich geringeren Sterberisiko verbunden.

Menschen mit Parkinson könnten also allein durch den Verzehr von drei oder mehr Portionen gewöhnlicher Lebensmittel wie roten Beeren, Äpfeln und Orangensaft pro Woche bessere Chancen auf ein längeres Leben haben, schreiben die Studienautoren in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: doi.org/10.1212/WNL.0000000000013275





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