Pevonedistat

Myelodysplastische Syndrome: Daten aus Phase-2-Studie zu Pevonedistat Plus Azacitidin bei Patienten mit erhöhtem MDS-Risiko

31.05.2020 Takeda Pharmaceutical hat Ergebnisse der Phase-2-Studie Pevonedistat-2001 auf der 56. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) und der 25. Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) vorgestellt.

Die Studie evaluierte Pevonedistat plus Azacitidin im Vergleich zu Azacitidin allein bei Patienten mit seltenen Leukämien, einschließlich myelodysplastischer Syndrome mit höherem Risiko (HR-MDS).

Diese Ergebnisse zeigen laut dem Unternehmen, dass die Kombination von Pevonedistat und Azazitidin ein hoch aktiver, vielversprechender therapeutischer Ansatz ist, und deuten auf einen Nutzen in der HR-MDS-Untergruppe über mehrere klinisch bedeutsame Endpunkte, darunter das Gesamtüberleben (OS), das ereignisfreie Überleben (EFS), die vollständige Remission (CR) und die Transfusionsunabhängigkeit, wobei das Sicherheitsprofil dem von Azazitidin allein ähnlich sei.

Intention-to-treat-Population (n=120):

  • Der Median des OS betrug 21,8 Monate im Pevonedistat-Kombinationsarm, gegenüber 19,0 Monate unter Azacitidin allein (HR 0,802; p = 0,334).
  • EFS war tendenziell länger im Pevonedistat-Kombinationsarm vs. Azazitidin allein mit einem Median von 21,0 Monate vs. 16,6 Monate.

HR-MDS-Untergruppe (n=67):

  • Der Median des OS im Pevonedistat-Kombinationsarm allein betrug 23,9 Monate vs. 19,1 Monate unter Azazitidin allein.
  • Die mediane EFS im Pevonedistat-Kombinationsarm betrug 20,2 Monate vs. 14,8 Monate unter Azazitidin allein.
  • Die Gesamtansprechrate (ORR) im Pevonedistat-Kombinationsarm betrug 79,3% im Vergleich zu 56,7% unter Azazitidin allein.
  • Die CR-Rate im Pevonedistat-Kombinationsarm betrug 51,7% im Vergleich zu 26,7% unter Azazitidin allein.
  • Die mittlere Ansprechdauer (DoR) im Pevonedistat-Kombinationsarm betrug 34,6 Monate gegenüber 13,1 Monaten unter Azazitidin allein.
  • Von den Patienten, bei denen zu Studienbeginn eine Transfusion roter Blutkörperchen (Erythrozyten) erforderlich war, wurden 69,2%, die Pevonedistat plus Azacitidin erhielten, gegenüber 50,0%, die Azacitidin allein erhielten, transfusionsunabhängig.

LB-AML (n=36) & HR-CMML (n=17) Untergruppen:

  • Der Median des OS bei LB-AML betrug im Pevonedistat-Kombinationsarm 23,6 Monate vs. 16,0 Monate unter Azacitidin allein.
  • Medianes OS und EFS bei HR-CMML begünstigten den Azazitidin-Mono Arm, was möglicherweise auf die geringe Stichprobengrösse und/oder grössere Patientenheterogenität zurückzuführen ist.

Die Pevonedistat-2001-Studie wurde als Proof-of-Concept-Studie bei Patienten mit HR-MDS, chronisch-myelomonozytärer Leukämie mit höherem Risiko (HR-CMML) und akuter myeloischer Leukämie mit niedriger Blastenzahl (LB-AML) konzipiert.

Obwohl sie keine vordefinierte statistische Signifikanz für den primären Endpunkt der OS erreichte, zeigte die Behandlung mit der Pevonedistat-Kombination im Vergleich zu Azacitidin allein ein numerisch längeres OS und einen Trend zum Nutzen bei EFS, definiert als Tod oder Übergang zur AML.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Takeda Pharmaceutical.



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