Pramlintid

Pramlintid ist ein synthetisches Analogon von Amylin. Amylin, auch Insel-Amyloid-Polypeptid genannt, ist ein Peptidhormon, welches durch die β-Zellen der Bauchspeicheldrüse zusammen mit Insulin gebildet wird. Bei Funktionsunfähigkeit der Bauchspeicheldrüse (z. B. durch Diabetes) wird es wie Insulin nicht mehr produziert.

Hilfreich bei sicherer Behandlung, Erkennung von Alzheimer-Krankheit

10.03.2017 Eine neue Studie hat herausgefunden, dass die Behandlung mit dem Diabetes-Medikament Amylin (oder Pramlintid) die Lern- und Gedächtnis-Funktionen bei Alzheimer-Patienten verbessern kann und die AK-Pathologie in ihren Gehirnen reduziert.

Die im Fachblatt Journal Translational Research and Clinical Interventions veröffentlichten Befunde könnten auch zur Entwicklung eines Bluttests für AK führen.

Derzeit wird eine Lendenwirbelsäulen-Punktion zur Feststellung von Biomarkern in der Zerebrospinalflüssigkeit und Positronen-Emissionstomographie-Scans zur Diagnose von AK verwendet. Doch viele Patienten haben Angst vor diesen Verfahren und die Kosten sind sehr hoch.

Eine einzelne Injektion Pramlintid war bei den Teilnehmern der Studie gut verträglich und reduzierte die Amyloidbelastung sowie die Konzentrationen von Amyloid-β-Peptiden, eine wichtige Komponente von AK im Gehirn, erklärte Studienautorin Wendy Qiu von der Boston Universität.

Die Studienbefunde legen eine potentielle Rolle von Pramlintid bei der Entwicklung eines Bluttests nahe, welcher die Blut-Hirn-Schranke überwinden und helfen könnte, die Biomarker, die im Zusammenhang mit der AK-Pathologie stehen, einschließlich Amyloid-β-Peptide und Neuroinflammation, aus dem Gehirn in die Blutbahn zu überführen, wo sie festgestellt werden können, fügte Qiu hinzu.
© arznei-news.de – Quelle: Journal Translational Research and Clinical Interventions, März 2017



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