Prostatakrebs: Lynparza in Kombination mit Abirateron wirksam

Lynparza in Kombination mit Abirateron verzögert Fortschreiten bei allen Teilnehmern der Phase-III-Studie PROpel zur Erstlinienbehandlung von metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs signifikant

25.09.2021 Die positiven Ergebnisse der Phase-III-Studie PROpel zeigen, dass Lynparza (Olaparib) von AstraZeneca und MSD in Kombination mit Abirateron eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des röntgenologischen progressionsfreien Überlebens (rPFS) im Vergleich zur Standardbehandlung mit Abirateron als Erstlinienbehandlung für Männer mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) mit oder ohne homologe Rekombinationsreparatur-Genmutationen (HRR) aufweist.

Progressionfreies Überleben

Bei einer geplanten Zwischenanalyse kam das unabhängige Datenüberwachungskomitee (IDMC) zu dem Schluss, dass die Studie den primären Endpunkt des rPFS bei Männern mit mCRPC erreicht hat, die in der Erstlinienbehandlung nicht mit neuen Hormonpräparaten (NHA) oder Chemotherapie behandelt wurden.

Die Studie zeigte bei dieser Zwischenanalyse auch einen Trend zu einem verbesserten Gesamtüberleben (OS). Die Daten sind jedoch noch nicht ausgereift, und die Studie wird weiterhin das Gesamtüberleben als wichtigen sekundären Endpunkt untersuchen. Die Sicherheit und Verträglichkeit entsprachen den bekannten Profilen der einzelnen Medikamente.

PROpel

PROpel ist eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Phase-III-Studie, in der die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Lynparza im Vergleich zu Placebo untersucht wird, wenn es zusätzlich zu Abirateron bei Männern mit mCRPC verabreicht wird, die zuvor keine Chemotherapie oder NHA in der Erstlinienbehandlung erhalten haben. Die Männer in beiden Behandlungsgruppen erhalten außerdem täglich entweder Prednison oder Prednisolon zweimal taglich. Primärer Endpunkt ist das rPFS, sekundäre Endpunkte sind das OS und die Zeit bis zur ersten nachfolgenden Krebstherapie oder zum Tod.

An der Studie nahmen Männer mit oder ohne HRR-Genmutation teil. Sie durften zuvor mit Docetaxel in einem früheren Krankheitsstadium behandelt worden sein. Männer, die zuvor mit Abirateron behandelt wurden, waren von der Studie ausgeschlossen. Die Behandlung mit einem anderen NHA musste ein Jahr oder länger vor der Randomisierung beendet worden sein.

Die Männer mussten einen Performance-Status von 0-1 gemäß den Kriterien der Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) aufweisen und ein Kandidat für eine Abirateron-Behandlung sein, wobei ein Fortschreiten der Erkrankung dokumentiert sein musste.

© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca

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