Prostatakrebs: Erleada-Daten zeigen Wichtigkeit von PSA und starke Therapietreue

Studiendaten zu ERLEADA (Apalutamid) zeigen die Bedeutung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) als Schlüsselindikator für die Wirksamkeit und belegen die hohe Therapietreue der Patienten

14.09.2021 Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson hat neue Daten bekanntgegeben, die ein starkes Ansprechen auf das prostataspezifische Antigen (PSA) und eine hohe Therapietreue bei Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (nmCRPC) zeigen, die mit ERLEADA® (Apalutamid) in einem klinischen Real-World-Setting behandelt werden.

Das starke PSA-Ansprechen zeigte sich auch in einer separaten Post-hoc-Analyse, die einen Zusammenhang zwischen schnellem und tiefem PSA-Ansprechen und verlängertem Überleben sowohl beim metastasierten kastrationssensitiven Prostatakrebs (mCSPC) als auch beim nmCRPC aufzeigte.

Die Post-hoc-Analyse unterstützt auch den Einsatz von PSA als prädiktiven Biomarker bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs. Diese Ergebnisse wurden auf der virtuellen Jahrestagung der American Urological Association (AUA 2021) vorgestellt.

PSA-Reduktion (Abstract #PD34-11)

Die Post-hoc-Analyse (Abstract #PD34-11) der Phase-3-Studien TITAN und SPARTAN untersuchte die PSA-Kinetik bei 2.259 Patienten mit mCSPC (TITAN) oder nmCRPC (SPARTAN). Die Ergebnisse zeigten, dass bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs, egal ob mCSPC oder nmCRPC, die mit ERLEADA plus Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt wurden, bereits drei Monate nach Beginn der ERLEADA-Therapie ein rascher, starker und anhaltender PSA-Abfall zu verzeichnen war, der sich auch über ein Jahr hinaus fortsetzte.

Bei mCSPC (TITAN) war der Prozentsatz der Patienten mit einem PSA-Rückgang von ≥50 Prozent oder ≥90 Prozent oder mit einem nicht nachweisbaren PSA (<0,2ng/mL) etwa dreimal so hoch bei Patienten mit einer Behandlung mit ERLEADA plus ADT verglichen mit Patienten, die nur mit ADT behandelt wurden. In der nmCRPC-Studie (SPARTAN) wurde bei Patienten, die nur mit ADT behandelt wurden, erwartungsgemäß kein PSA-Rückgang beobachtet, aber die zusätzliche Gabe von ERLEADA führte zu einem robusten PSA-Rückgang, einschließlich nicht nachweisbarer Werte bei einem signifikanten Anteil der Patienten, ähnlich wie in der TITAN-Studie.

In beiden Studien zeigten diejenigen Patienten, die einen stärkeren PSA-Rückgang erreichten (definiert als ≥90 Prozent gegenüber dem Ausgangswert und/oder ein PSA-Nadir von ≤0,2 ng/ml), auch einen raschen PSA-Rückgang (<3 Monate in beiden Studien); ein schnellerer und stärkerer PSA-Rückgang korrelierte mit einer längeren Gesamtüberlebenszeit. Darüber hinaus schien die mediane Zeit bis zum starken PSA-Rückgang bei ERLEADA plus ADT kürzer zu sein (1,9 Monate bei TITAN, 2,8 Monate bei SPARTAN), als dies bisher für andere Therapien berichtet wurde.

Therapietreue und PSA-Reduktion (Abstract #PD05-08)

In einer separaten Präsentation (Abstract #PD05-08) wurde in einer US-Praxisstudie mit 193 Patienten mit nmCRPC, die im Durchschnitt etwa ein Jahr lang mit ERLEADA plus ADT behandelt wurden, festgestellt, dass die Mehrheit der Patienten eine hohe Therapietreue zeigte, wobei mehr als 90 Prozent der Patienten sowohl in der schwarzen als auch in der nicht-schwarzen Untergruppe die Therapie einhielten (90,1 Prozent bzw. 94,5 Prozent).

Darüber hinaus erreichte die Mehrheit (83,5 Prozent) der Gesamtpopulation – unabhängig von der Rasse – eine 50-prozentige Senkung des PSA-Wertes (PSA50-Response) in den ersten sechs Monaten und eine 86-prozentige Senkung 12 Monate nach Beginn der Behandlung mit ERLEADA. Diese Ergebnisse stimmen mit den Ergebnissen der Phase-3-Studie SPARTAN überein, wonach 90 Prozent der Patienten eine >50-prozentige Senkung des PSA-Wertes innerhalb von drei Monaten erreichten und diese Reaktion 12 Monate nach Beginn der Behandlung mit ERLEADA beibehielten.

© arznei-news.de – Quellenangabe: The Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson

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