Prostatakrebs, Prostatakarzinom: Medikamente, Behandlung

Infos und News aus der Forschung zu den Medikamenten (Liste), die bei der Behandlung / Therapie von Prostatakrebs eingesetzt werden. Zum Einsatz bei Prostatakarzinom kommen: Aktive Überwachung, Strahlentherapie, Operation, Prostata-Rektum-Hydrogel-Abstandshalter, Ultraschall, Hormontherapie, Chemotherapie, Palliativtherapie, Irreversible Elektroporation, Photodynamische Therapie und Immuntherapie.

Liste der Medikamente

Liste der Medikamente / Arzneimitel, die bei Prostatakrebs eingesetzt werden und / oder sich im experimentellen Stadium befinden:

Kein Nutzen von aggressiver Behandlung bei metastasierendem Prostatakrebs im Vergleich zu konservativer Androgenentzugstherapie

08.04.2018 Für Männer mit metastasierendem Prostatakarzinom gibt es keinen Überlebensvorteil durch eine aggressive Therapie gegenüber einem konservativen Androgenentzugstherapie laut einer in Cancer veröffentlichten Studie.

Androgenentzug, Prostatektomie oder Strahlentherapie

Dr. Marc A. Dall’Era von der Universität California in Davis und Kollegen erfassten die Daten von Männern, die mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Prostatakrebs diagnostiziert worden waren.

Das Überleben wurde nach Behandlungsart verglichen: konservativ (nur Androgenentzug) versus aggressiv (radikale Prostatektomie oder jede Form von Strahlentherapie). Das neunjährige Gesamtüberleben und das Prostatakrebs-spezifische Überleben wurden berechnet.

Sterblichkeit

Die Forscher fanden heraus, dass eine konservative Behandlung allein mit einer vierfach erhöhten Wahrscheinlichkeit der Prostatakarzinom-Sterblichkeit im Vergleich zur Behandlung mit einer Operation bei Männern mit fortgeschrittenem nicht metastasierenden Prostatakrebs korrelierte (Hazard Ratio 4,18).

Bei Männern mit metastasierender Erkrankung gab es nach Anpassung an Kovariablen keinen Unterschied zwischen konservativer und aggressiver Behandlung, schreiben die Studienautoren. Die neunjährige Prostatakrebs-spezifische Überlebensrate lag bei 27 Prozent bzw. 24 Prozent bei Männern, die eine aggressive bzw. konservative Behandlung erhielten, stellten die Wissenschaftler fest.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie bestätigen Vorteile beim Setting der lokal fortgeschrittenen Krankheit, schreiben die Autoren. Aggressive lokale Therapie bei metastasierenden Erkrankungen muss vor der klinischen Anwendung sorgfältig untersucht werden.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Cancer https://doi.org/10.1002/cncr.31285



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