HIV-Impfstoff

Beginn einer Phase I HIV-Impfstoffstudie

07.04.2018 Eine klinische Studie der Phase I, die die Sicherheit von Impfstoffen mit dem Potential für die Prävention einer HIV-Infektion prüft, hat an vier Orten in den Vereinigten Staaten begonnen.

Immunantwort gegen HIV

Die Studie von Dr. Shan Lu und Kollegen wird auch die Fähigkeit des Impfstoffs untersuchen, eine Immunantwort gegen HIV zu erzeugen. Die Forschungsarbeit wird vom HIV Vaccine Trials Network betreut.

DNS-Impfstoffe

Dr. Lu hat an der Forschung und Entwicklung von DNS-Impfstoffen gearbeitet – Impfstoffe, die synthetische DNS verwenden, um HIV-spezifische Immunantworten nach der Impfung zu erzeugen – mit Unterstützung der National Institutes of Health.

Das innovative Impfstoffdesign beruht auf der Verwendung begrenzter DNS-Sequenzen von HIV als erste, primäre Immunisierung für die Immunantwort, gefolgt von einem Boost mit einem Proteinimpfstoff, der zu den von der DNS hergestellten Proteinen passt. Zur Verbesserung der Immunreaktion wird der Proteinimpfstoff mit dem Adjuvans GLA-SE kombiniert.

DNS- und Proteinimpfstoffe

Dieser Ansatz wird bei einer Gruppe von Studienteilnehmern angewendet. In einer separaten Teilnehmergruppe werden gleichzeitig die DNS- und Proteinimpfstoffe verabreicht.

Der Ansatz, sowohl DNS- als auch Proteinimpfstoffe in Reihe oder zusammen zu verwenden, aktiviert sowohl Antikörper- als auch zellvermittelte Immunantworten, die beide für einen wirksamen HIV-Impfstoff benötigt werden können, schreiben die Studienautoren.

Die Studie

Der Impfstoff wird über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten an gesunden Probanden auf Sicherheit und Verträglichkeit des Impfstoffs sowie auf die Immunantwort auf die Impfstoffe getestet.

Die Studie wird doppelt verblindet sein – weder Forscher noch Studienteilnehmer wissen, wer die Impfstoffe oder das Placebo erhält – bis die Studie abgeschlossen ist.

Die HIV-Impfstoffe werden an Freiwilligen getestet, die ein geringes Risiko für HIV-Exposition haben, und die Teilnehmer werden häufige HIV-Präventionsberatungen erhalten. Diese erste Studie, obwohl ein spannender Schritt, wird nicht bewerten, ob die Impfstoffstrategie die geimpften Personen tatsächlich vor einer HIV-Infektion schützt, schreiben die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: University of Massachusetts Medical School



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