Risperidon (Risperdal) bei Schizophrenie

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Langwirkendes Risperidon plus kognitives Training erweisen sich als vielversprechend bei Schizophrenie

20.11.2020 Wissenschaftler der University of California konnten beobachten, dass der Einsatz von langwirkendem Risperidon (injizierte Verabreichungsform) in Kombination mit dem Einsatz von kognitivem Training in Gruppensettings zu verbesserter Kognition und gesteigerter Leistungsfähigkeit führte.

Die Forscher berichten, dass diese Patienten, die eine Kombination aus Risperidon und einer mehrstufigen kognitiven Behandlung – die Gedächtnis- und Problemlösungsfähigkeiten vermittelte – erhielten, zu einer signifikanten Verbesserung der Leistung auf der Arbeit und in der Schule / im Studium erreichten.

Im Rahmen einer 12-monatigen randomisierten kontrollierten Studie erhielten 60 Patienten aus dem UCLA-Nachsorgeprogramm mit einer kürzlichen ersten Schizophrenie-Episode randomisiert die orale oder die langwirkende injizierbare Verabreichungsform von Risperidon und entweder ein kognitives Training oder ein Gesundheitsverhaltenstraining (Kontrollgruppe).

Die kognitive Behandlung beinhaltete ein Training der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Problemlösungsfähigkeiten, um komplexe, lebensnahe Situationen zu meistern.

Das Gesundheitstraining konzentrierte sich bei gleicher Behandlungsdauer auf Ernährung, Stressbewältigung und Bewegung.

Allen Patienten wurde eine Unterstützung für Beschäftigung und Ausbildung angeboten, um die Rückkehr zur Arbeit oder zu Schule / Studium zu ermöglichen, schreiben die Forscher im Fachblatt Psychological Medicine.

Sowohl die Therapietreue an die beiden Risperidon-Verabreichungsformen als auch die kognitive Remediation trugen zur kognitiven Verbesserung bei.

Das kognitive Training war beim langwirksamen injizierten Risperidon, nicht aber bei der oralen Verabreichungsform, einem gesunden Verhaltenstraining überlegen. Sowohl injiziertes Risperidon als auch das kognitive Training führten zu einer signifikant größeren Verbesserung der Arbeits-/Schulfunktion.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine konsequente Einhaltung der antipsychotischen Medikation und kognitives Training die kognitiven Kerndefizite in der Anfangsphase der Schizophrenie signifikant verbessern kann, schließen die Autoren um Keith H. Nuechterlein.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Psychological Medicine – DOI: https://doi.org/10.1017/S0033291720003335.



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