RSV: Wirksamkeit von Impfstoff bei gesunden Erwachsenen

Bivalenter Präfusion-F-RSV-Impfstoff wirksam gegen symptomatische RSV-Infektion und Virusausscheidung in Phase 2a-Studie

24.06.2022 Bei gesunden Erwachsenen ist der bivalente Präfusion-F-Impfstoff gegen respiratorische Synzytialviren (RSVpreF) wirksam gegen symptomatische RSV-Infektionen und Virusausscheidungen laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Beate Schmoele-Thoma von Pfizer Pharma in Berlin und Kollegen führten eine Phase-2a-Studie mit gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren durch, die nach dem Zufallsprinzip entweder eine einzelne intramuskuläre Injektion des RSVpreF-Impfstoffs oder ein Placebo erhielten. Die Teilnehmer wurden etwa 28 Tage nach der Injektion intranasal mit dem RSV-A-Memphis-37b-Challenge-Virus geimpft und 12 Tage lang beobachtet.

  • Die Forscher fanden heraus, dass bei einer symptomatischen RSV-Infektion, die durch nachweisbare virale RNA an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen bestätigt wurde, die Wirksamkeit des Impfstoffs nach der Inokulation mit dem Challenge-Virus 86,7 Prozent betrug.
  • Die mediane Fläche unter der Kurve für die RSV-Viruslast, die mittels quantitativer reverser Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion in Nasenspülproben gemessen wurde, betrug 0,0 bzw. 96,7 Stunden×log10 Kopien pro Milliliter in der Impfstoff- bzw. Placebogruppe.
  • 28 Tage nach der Injektion betrug der geometrische Mittelwert des Anstiegs der RSV-A-neutralisierenden Titer gegenüber dem Ausgangswert 20,5 bzw. 1,1 in der Impfstoff- bzw. Placebogruppe.
  • Im Vergleich zur Placebogruppe traten in der Impfstoffgruppe mehr lokale Schmerzen an der Injektionsstelle auf.
  • In keiner der beiden Gruppen traten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf.

„Ob der Impfstoff in der Lage ist, Erkrankungen der unteren Atemwege bei Personen mit einem höheren Risiko für RSV-assoziierte schwere Erkrankungen zu verhindern, muss noch erforscht werden“, schreibt der Autor eines begleitenden Editorials.

© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2022; 386:2377-2386 – DOI: 10.1056/NEJMoa2116154

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