Rucaparib (Rubraca) bei Prostatakarzinom

Daten zu Rubraca (Rucaparib) aus der laufenden klinischen Studie TRITON2 bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom

04.10.2019 Clovis Oncology, Inc. (NASDAQ: CLVS) gab heute auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2019 aktualisierte Daten der Phase-II-Studie TRITON2-bekannt.

Die Daten unterstreichen das Potential von Rubraca (Rucaparib) bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) und einer BRCA1/2-Mutation. Die Analyse zeigt bei 57 für ein Ansprechen gemäß RECIST/PCWG3†-Kriterien auswertbaren Patienten mit einer BRCA1/2-Mutation eine bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) von 43,9% laut Beurteilung durch die Prüfärzte. Die Beurteilung durch unabhängige Radiologen ergab eine vergleichbare Ansprechrate (40,4%).

Darüber hinaus wurde bei 98 Patienten mit einer BRCA1/2-Mutation, für die entsprechend auswertbare Daten vorlagen, eine bestätigte Ansprechrate des prostataspezifischen Antigens (PSA) von 52,0% beobachtet. Das bestätigte radiologische Ansprechen war von Dauer und hielt in 60 Prozent (15/25) der Fälle für 24 Wochen oder länger an.

Die Daten der TRITON2-Studie sollen den geplanten ergänzenden Zulassungsantrag (Supplemental New Drug Application) von Clovis Oncology bei der Food and Drug Administration (FDA) in den USA unterstützen, mit dem das Unternehmen die Erweiterung der Zulassung von Rubraca auf die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom und BRCA1/2-Mutation anstrebt.

„Die aktualisierten Daten der TRITON2-Studie bestätigen die potentielle Bedeutung von Rucaparib bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom“, erläutert Dr. Wassim Abida, Onkologe am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, der Hauptprüfarzt der TRITON2-Studie. „Die Daten weisen insbesondere die Wirksamkeit von Rucaparib bei infrage kommenden Patienten mit mCRPC und einer BRCA1/2-Mutation nach. Außerdem unterstreichen sie das bekannte Sicherheitsprofil von Rucaparib in dieser Patientenpopulation und zeigen, dass Rucaparib für infrage kommenden Patienten einen klinischen Nutzen bietet.”

Ein durch Prüfärzte beurteiltes bestätigtes Ansprechen nach RECIST*-Kriterien und ein bestätigtes Ansprechen des PSA-Werts wurde auch bei Patienten beobachtet, die Veränderungen in anderen für die DNA-Schadensantwort (DDR für engl. DNA Damage Response) relevanten Genen wie ATM, CDK12, CHEK2, PALB2, BRIP1, FANCA, und RAD51B aufwiesen.

Zum Datenstichtag am 2. Juli 2019 hatte die mediane Nachbeobachtungsdauer bei den Patienten der TRITON2-Studie 13,1 Monate (Spannweite: 4,1–28,5 Monate) betragen. Das Sicherheitsprofil entsprach dem aus früheren Berichten bekannten. Die folgenden unerwünschten Ereignisse (alle Schweregrade) traten in der TRITON2-Studie mit einer Häufigkeit >20% während der Behandlung auf (in der Reihenfolge der abnehmenden Häufigkeit): Asthenie/Fatigue (55,3%), Übelkeit (49,5%), Anämie/erniedrigtes Hämoglobin (37,9%), verminderter Appetit (27,9%), vorübergehend erhöhte Aspartataminotransferase/Alaninaminotransferase (ALT/AST) (24,7%), Obstipation (24,7%), Erbrechen (22,1%) und Diarrhö (21,1%).

Clovis Oncology unternimmt derzeit eine weitere klinische Studie, in der Rubraca als Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms untersucht wird: Die TRITON3-Studie ist eine multizentrische, randomisierte, unverblindete Phase-III-Studie, in der Rubraca bei Patienten mit mCRPC mit einer vom Prüfarzt gewählten Therapie verglichen wird. TRITON3 rekrutiert aktuell Patienten, deren Tumoren eine BRCA1/2-Mutation oder ATM-Mutation (jeweils Keimbahn oder somatisch) aufweisen. Ein primäres Studienziel ist die Beurteilung des Überlebens ohne radiologische Progression bei diesen Patienten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Clovis Oncology

Prostatakrebs: Zusätzliche Daten aus der klinischen TRITON2-Studie zur Evaluierung von Rubraca für die Behandlung von mCRPC bei Patienten mit BRCA1/2-Genmutationen

17.08.2020 Clovis Oncology berichtet, dass Daten aus der Phase-2-Studie TRITON2 mit Rubraca (Rucaparib) zur Behandlung von metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) mit BRCA1/2-Mutationen im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Diese Ergebnisse unterstützten die beschleunigte Zulassung durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) im Mai 2020 von Rubraca zur Behandlung von mCRPC-Patienten, die eine schädliche BRCA-Mutation (Keimbahn- und/oder somatische Mutation) aufweisen und die zuvor eine Androgenrezeptor-gerichtete Therapie und eine Chemotherapie auf Taxanbasis erhalten haben, schreibt das Unternehmen.

Die Publikation mit dem Titel Rucaparib bei Männern mit metastasierendem kastrationsresistenten Prostatakrebs mit BRCA1- oder BRCA2-Genmutation ist online unter https://ascopubs.org/journal/jco/ verfügbar und kann hier abgerufen werden.

Wirksamkeit und Sicherheit wurden bei 115 Patienten mit einer BRCA-Veränderung mit oder ohne nachweisbarer Erkrankung evaluiert.

Die bestätigten objektiven Ansprechraten (ORR) nach unabhängiger radiologischer Überprüfung und Bewertung durch die Studienärzte lagen bei 43,5% (95% KI, 31,0% bis 56,7%; 27 von 62 Patienten) bzw. 50,8% (95% KI, 38,1% bis 63,4%; 33 von 65 Patienten).

Die bestätigte PSA-Ansprechrate (Prostata-spezifisches Antigen) betrug 54,8% (95% KI, 45,2% bis 64,1%; 63 von 115 Patienten).

Die ORR waren bei Patienten mit einer Keimbahn- oder somatischen BRCA-Veränderungen und bei Patienten mit einer BRCA1- oder BRCA2-Veränderung ähnlich, während bei Patienten mit einer BRCA2-Veränderung eine höhere PSA-Ansprechrate beobachtet wurde.

Die häufigste behandlungsbedingte Nebenwirkung des Grades ≥ 3 war Anämie (25,2%; 29 von 115 Patienten).

Rucaparib zeigt eine Antitumoraktivität bei Patienten mit mCRPC und einer gefährlichen BRCA-Veränderung, ist jedoch mit einem handhabbaren Sicherheitsprofil verbunden, das mit dem bei anderen soliden Tumorarten berichteten übereinstimmt, schließen die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Clovis Oncology.


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