Sacituzumab Govitecan wirksam bei Urothelkarzinom

Sacituzumab Govitecan (Trodelvy) zeigt sich in Phase-2-Studie vielversprechend bei Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom

03.08.2021 Eine neue Behandlungsoption für fortgeschrittenes Urothelkarzinom erwies sich in einer internationalen, multizentrischen klinischen Phase-2-Studie unter der Leitung von Forschern von Weill Cornell Medicine and NewYork-Presbyterian als wirksam bei akzeptablen Nebenwirkungen.

Die Studienergebnisse führten dazu, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) am 13. April eine beschleunigte Zulassung für die Behandlung erteilte, die Patienten mit dieser sehr aggressiven Krebsart eine neue Therapieoption bietet.

Die Studie

In der im Journal of Clinical Oncology veröffentlichten Studie verabreichten die Forscher Sacituzumab Govitecan (vormals IMMU-132 und jetzt unter dem Handelsnamen Trodelvy bekannt) 113 Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom, der häufigsten Form von Blasenkrebs. Die Studienteilnehmer waren trotz einer platinbasierten Chemotherapie und immunstärkender „Checkpoint-Inhibitoren“ weiter fortgeschritten und hatten im Durchschnitt drei vorherige Therapielinien erhalten.

Wirksamkeit

Eine unabhängige, verblindete Analyse der Tumorscans ergab eine Schrumpfung der Tumoren bei 76 Prozent der Patienten. Die mediane Dauer des Ansprechens betrug 7,2 Monate, und die mediane Gesamtüberlebenszeit ab Beginn der Behandlung betrug 10,9 Monate.

Die Behandlung mit Sacituzumab Govitecan führte bei 31 Patienten (27 Prozent) zu einer anhaltenden Verkleinerung des Tumors, bei sechs Patienten sogar zu einem vollständigen Verschwinden des Tumors.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen gehörten eine sehr niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen bei 34 Prozent (mit Fieber bei 10 Prozent) und schwerer Durchfall bei 9 Prozent, die mit einer Dosisanpassung und bestmöglicher unterstützenden Behandlung in den Griff zu bekommen waren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of Clinical Oncology, 2021; 39 (22): 2474 DOI: 10.1200/JCO.20.03489

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