Schwerwiegende Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen sind selten

Volle Impfdosis, jüngeres Alter, weibliches Geschlecht und frühere COVID-19-Impfung mit höherem Risiko für unerwünschte Wirkungen verbunden

06.01.2022 Patientenangaben deuten darauf hin, dass bestimmte Faktoren, wie der Impfstoff (mRNA-1273 von Moderna Spikevax) und ein jüngeres Alter, mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen) nach der COVID-19-Impfung verbunden sind, aber schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind selten laut einer in JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Die Studie

Dr. Alexis L. Beatty von der University of California in San Francisco und Kollegen nutzten die Daten der COVID-19 Citizen Science Online-Studie (26. März 2020 bis 19. Mai 2021), um 19.586 US-amerikanische Erwachsene mit mindestens einer Dosis des COVID-19-Impfstoffs zu identifizieren.

Risikofaktoren für das Auftreten von unerwünschten Wirkungen

Die Forscher fanden heraus, dass bei 26 Teilnehmern (0,3 Prozent) nach einer Dosis des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech (Comirnaty) oder Moderna und bei 27 (0,2 Prozent) nach zwei Dosen der mRNA-Impfstoffe oder einer Dosis des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J) eine allergische Reaktion oder Anaphylaxie gemeldet wurde.

Die stärksten Faktoren, die mit unerwünschten Wirkungen in Verbindung gebracht wurden, waren

  • die Impfstoffdosis (zwei Dosen des mRNA-Impfstoffs oder eine Dosis des J&J-Impfstoffs gegenüber einer Dosis des mRNA-Impfstoffs: Odds Ratio [OR]: 3,10),
  • die Marke des Impfstoffs (Moderna gegenüber Pfizer/BioNTech: OR: 2,00; J&J versus Pfizer/BioNTech: OR: 0,64),
  • Alter (per 10 Jahre: OR: 0,74),
  • weibliches Geschlecht (OR: 1,65) und
  • COVID-19 vor der Impfung (OR: 2,17).

Große digitale Kohortenstudien können einen Mechanismus für eine unabhängige Überwachung nach dem Inverkehrbringen von Arzneimitteln und Medizinprodukten bieten, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2021;4(12):e2140364. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.40364

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