Semaglutid ist Liraglutid bei der Gewichtsabnahme überlegen

Vergleich: Wirkung von wöchentlich subkutan verabreichtem Semaglutid im Vergleich zu täglichem Liraglutid auf das Körpergewicht bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas ohne Diabetes

22.01.2022 Bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas führt einmal wöchentlich subkutan verabreichtes Semaglutid in Verbindung mit einer Beratung zu Ernährung und körperlicher Aktivität nach 68 Wochen zu einem signifikant größeren Gewichtsverlust als einmal täglich subkutan verabreichtes Liraglutid.

Dies geht aus einer im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie hervor.

Wirksamkeit und Sicherheit

Dr. Domenica M. Rubino vom Washington Center for Weight Management and Research in Arlington, Virginia, und Kollegen verglichen die Wirksamkeit und die Nebenwirkungsprofile von einmal wöchentlich subkutan verabreichtem Semaglutid (126 Patienten) mit denen von einmal täglich subkutan verabreichtem Liraglutid (127 Patienten) oder Placebo (85 Patienten) bei übergewichtigen oder fettleibigen Personen, die auch eine Diät und körperliche Aktivität einhielten und 68 Wochen lang beobachtet wurden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Teilnehmer unter Semaglutid im Vergleich zu Liraglutid eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit hatten, einen Gewichtsverlust von ≥10 Prozent, ≥15 Prozent bzw. ≥20 Prozent zu erreichen (Odds Ratios: 6,3, 7,9 bzw. 8,2).

Ein Abbruch der Behandlung aus einem beliebigen Grund trat bei 13,5 Prozent unter Semaglutid und 27,6 Prozent unter Liraglutid auf. Gastrointestinale Nebenwirkungen traten bei 84,1 Prozent unter Semaglutid und 82,7 Prozent unter Liraglutid auf.

Bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas ohne Diabetes führte einmal wöchentlich subkutan verabreichtes Semaglutid im Vergleich zu einmal täglich subkutan verabreichtem Liraglutid in Verbindung mit einer Beratung zu Ernährung und körperlicher Betätigung nach 68 Wochen zu einem signifikant größeren Gewichtsverlust, fassen die Studienautoren zusammen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of the American Medical AssociationJAMA. 2022;327(2):138-150. doi:10.1001/jama.2021.23619

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