Sintilimab vs Pembrolizumab bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

PD-L1-Expression als Richtwert für Sintilimab versus Pembrolizumab mit oder ohne Platin-Doublett-Chemotherapie bei unbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (CTONG1901)

Sintilimab vs Pembrolizumab bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

06.03.2024 Eine in der Zeitschrift Science Bulletin veröffentlichte offene Phase-2-Studie (NCT04252365) randomisierte Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) ohne EGFR- oder ALK-Veränderungen (1:1) und erhielten entweder Sintilimab oder Pembrolizumab als Monotherapie (PD-L1 TPS ≥50%) oder Sintilimab oder Pembrolizumab plus platinbasierte Chemotherapie (PD-L1 TPS <50%).

Die Stichprobengröße wurde durch ein optimales zweistufiges Design berechnet. Der primäre Endpunkt war die objektive Ansprechrate (ORR).

Die von Si-Yang Maggie Liu und Kollegen (Guangdong Lung Cancer Institute, Guangdong Provincial People’s Hospital) durchgeführte Studie umfasste 71 Patienten (Sintilimab-Arme, n=35; Pembrolizumab-Arme, n=36) und erreichte ihren primären Endpunkt mit einer bestätigten ORR von 51,4% (18/35) in den Sintilimab-Armen. Die bestätigte ORR (95 % Konfidenzintervall) betrug 46,2 % (19,2, 74,9) und 42,9 % (17,7, 71,1) für Patienten, die mit Sintilimab und Pembrolizumab-Monotherapie behandelt wurden, und 54,5 % (32,2, 75,6) und 45,5 % (24,4, 67,8) für Patienten, die mit Sintilimab- und Pembrolizumab-basierten Kombinationstherapien behandelt wurden.

Progressionsfreies und Gesamtüberleben

Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 6,9 Monate für alle mit Sintilimab behandelten Patienten gegenüber 8,1 Monaten für alle mit Pembrolizumab behandelten Patienten, wobei es bei der Monotherapie 7,6 Monate gegenüber 11,0 Monaten und bei der Kombinationstherapie 7,4 Monate gegenüber 7,1 Monaten betrug.

Das mediane Gesamtüberleben betrug 14,9 Monate für alle mit Sintilimab behandelten Patienten im Vergleich zu 21,3 Monaten für alle mit Pembrolizumab behandelten Patienten, wobei es bei der Monotherapie 14,9 Monate gegenüber 22,6 Monaten und bei der Kombinationstherapie 14,7 Monate gegenüber 17,3 Monaten betrug.

Die behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse entsprachen den Sicherheitsergebnissen der Mono- und Kombinationstherapie in früheren Phase-III-Studien. Allerdings war die Häufigkeit von Hautausschlag unter Sintilimab höher als unter der Monotherapie mit Pembrolizumab.

Dies ist die erste prospektive Phase-2-Studie, in der zwei Anti-PD-1-Antikörper als Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem NSCLC direkt miteinander verglichen werden. Sintilimab war unabhängig vom PD-L1-Expressionsniveau bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC wirksam und gut verträglich und zeigte eine ähnliche Wirksamkeit und Sicherheit wie Pembrolizumab.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Science Bulletin (2023). DOI: 10.1016/j.scib.2023.12.046

Weitere Infos / News zu diesem Thema:

Ads Blocker Image Powered by Code Help Pro

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

Arznei-News.de ist angewiesen auf Werbeerlöse. Deaktivieren Sie bitte Ihren Werbeblocker für Arznei-News!

Für 1,67€ – 2,99 € im Monat (kein Abo) können Sie alle Artikel werbefrei und uneingeschränkt lesen.

>>> Zur Übersicht der werbefreien Zugänge <<< 

Wenn Sie auf diese Seite zurückgeleitet werden:

Sie müssen Ihren Werbeblocker für Arznei-News deaktivieren, sonst werden Sie auf diese Seite zurückgeleitet. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie bei Ihrem Browser das Adblock-System ausschalten (je nach Browser ist das unterschiedlich, z.B. auf den Browser auf Standard zurücksetzen; nicht das “private” oder “anonyme” Fenster, oder die Opera- oder Ecosia-App benutzen), sollten Sie einen anderen Browser (Chrome oder Edge) verwenden.

Wie Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren oder für Arznei-News eine Ausnahme machen, können Sie übers Internet erfahren oder z.B. hier:

https://www.ionos.de/digitalguide/websites/web-entwicklung/adblocker-deaktivieren/

Sobald Sie dann einen Zugang bzw. Mitgliedskonto erworben und sich eingeloggt haben, ist die Werbung für Sie auf Arznei-News deaktiviert.