Tadalafil (Cialis)

Behandlung von benigner Prostatahyperplasie – Potenzmittel

Tadalafil ist ein Potenzmittel (Phosphodiesterase-5-Hemmer) und wird bei der Behandlung von erektiler Dysfunktion, Pulmonaler Arterieller Hypertonie und des benignen Prostatasyndroms eingesetzt. ATC-Einordnung – G04BE08: G – Urogenitalsystem und Sexualhormone, G04 – Urologika, G04B — Andere Urologika, inkl. Spasmolytika, G04BE — Mittel bei erektiler Dysfunktion. Handelsnamen: Cialis.

Zulassung von der EU-Kommission für benigne Prostatahyperplasie

Tadalafil (Handelsname Cialis) wurde nun von der EU-Kommission auch für die Behandlung von benigner Prostatahyperplasie zugelassen.

Zulassung von Cialis

Cialis war bereits genehmigt worden für die Behandlung von erektiler Dysfunktion (ED).

Cialis 5 mg für den täglichen (einmal pro Tag) Gebrauch wurde von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung der Symptome von benigner Prostatahyperplasie im Oktober 2011 zugelassen.

Nebenwirkungen

Tadalafil

Strukturformel Tadalafil

Die häufigsten Nebenwirkungen von Tadalafil bzw. Cialis sind:

  • Kopfschmerzen,
  • Magenverstimmung,
  • Rückenschmerzen,
  • Muskelschmerzen,
  • verstopfte bzw. laufende Nase.

Diese Nebenwirkungen gehen nach einigen Stunden normalerweise weg.

Männer, die Rückenschmerzen und Muskelschmerzen bekommen, bekommen sie normalerweise 12 bis 24 Stunden nach der Einnahme von Cialis.

Rückenschmerzen und Muskelschmerzen gehen normalerweise innerhalb von 2 Tagen weg. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie irgendeine Nebenwirkung bekommen, die Sie stört, oder nicht weggeht.

© arznei-news.de – Quelle: Biospace, Nov. 2012

Cialis vielversprechend bei Muskeldystrophie Typ Becker

Der Wirkstoff Tadalafil (Eli Lilly’s Medikament Cialis gegen erektile Dysfunktion) kann anormalen Blutfluss bei Patienten mit einer bestimmten Art der Muskeldystrophie korrigieren und könnte in Zukunft verwendet werden, um die Fortentwicklung der Störung zu verlangsamen, sagten Forscher.

Cialis könnte Muskelschwächung verlangsamen

Die Befunde zeigen, dass während Cialis das Leiden, bekannt als Becker Muskeldystrophie, nicht heilen kann, es aber als Behandlung verwendet werden könnte, um die Muskelschwächung zu verlangsamen oder zu verhindern, und so Patienten helfen könnte, mehr Funktionen für längere Zeit zu bewahren.

Muskeldystrophie Typ Becker

Becker Muskeldystrophie (BMD) ist eine ererbte Störung, die langsam die Muskeln der Beine und des Becken schwächt. Es kommt hauptsächlich bei Jungen vor und tritt in etwa bei 3 bis 6 von 100.000 Menschen auf.

Patienten mit Muskeldystrophie Typ Becker haben Schwierigkeiten zu gehen, was sich mit der Zeit verschlechtert. Es gibt kein Heilmittel für dieses Leiden und im Alter von 25 bis 30 sind viele Patienten außerstande zu gehen.

In einer kleinen Studie mit Männern mit Becker Muskeldystrophie, maßen Forscher vom Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles in den Vereinigten Staaten, die Unterarmmuskeln der Freiwilligen, wenn sie ausruhten oder leicht trainiert wurden.

Sie stellten fest, dass fast alle Patienten einen fehlerhaften Blutfluss hatten, als sie trainierten. Dieser Mangel an Blutfluss kann zu Muskelermüdung und Schwäche beitragen, schrieben die Forscher in der Studie, die in Science Translational Medicine erschien.

Nebenwirkungen von Tadalafil

Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen von Tadalafil bzw. Cialis sind:

  • Kopfschmerzen,
  • Verdauungsstörung,
  • Rückenschmerzen.

Weitere unerwünschte Wirkungen können sein:

  • Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen,
  • Muskelschmerzen,
  • plötzlicher Hörverlust,
  • trockener Rachen,
  • Müdigkeit,
  • Tachykardie.

Die vollständige Liste der Nebenwirkungen sind im Beipackzettel zu finden.

© arznei-news.de – Quelle: Science Translational Medicine, Nov. 2012

FDA-Zulassung für Kombo mit Letairis bei PAH

05.10.2015 Die US Food and Drug Administration hat einen neuen Behandlungsansatz für die pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) zugelassen: eine Kombination aus Gileads Letairis und Lillys Tadalafil vergrößert die Vorteile der beiden ansonsten allein verabreichten Medikamente.

Letairis ist ein Endothelin-Rezeptor-Antagonist zuerst in den USA im Jahr 2007 als Monotherapie bei PAH zugelassen, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und die klinische Verschlechterung zu verzögern. Das Medikament wird von Glaxosmithkline auch als Volibris außerhalb der USA verkauft.

Tadalafil ist ein PDE5-Inhibitor im Jahr 2009 zugelassen, um die körperliche Leistungsfähigkeit bei PAH-Patienten zu verbessern und wird als Adcirca bzw. in Europa unter dem Handelsnamen Cialis vertrieben.

Nun ist die Medikamenten-Kombination basierend auf klinischen Daten aus der AMBITION-Studie zugelassen worden, aus denen hervorgeht, dass die Krankheit bei mit dieser Kombo behandelten Patienten weniger wahrscheinlich fortschritt bzw. weniger Krankenhauseinweisungen vorkamen, und es auch eher zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit kam, als bei denjenigen, die nur eines der beiden Medikamente allein bekamen.

In der Studie zeigte die Kombinationstherapie Überlegenheit bei der Verringerung des Risikos des primären Endpunkts (Zeit bis zum Tod, Hospitalisierung wegen einer Verschlechterung der PAH oder Abfall beim sechsminütigen Gehtest) um 49% und 45% im Vergleich zu einer Monotherapie mit Letairis bzw. Tadalafil.

Die Kombinationstherapie verringerte auch das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt aufgrund einer Verschlechterung der PAH um 67% und 56% im Vergleich zu Letairis und Tadalafil, während die Patienten statistisch signifikante Verbesserungen gegenüber dem 6-Minuten-Gehtest gegenüber den einzelnen Monotherapien mit einer mittleren Differenz von 24 m und 20 m zeigten.
© arznei-news.de – Quelle: Gilead, Sept. 2015

Gefälschte Medikamente entdeckt

10.06.2016 Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informiert über Fälschungsfälle des aus Griechenland stammenden Potenzmittels Cialis 20 mg Filmtabletten.

Die Tabletten sollten auf folgende Charakteristika untersucht werden, die sich vom Original unterscheiden:

  • Die Chargenbezeichnungen der äußeren und inneren Verpackung des Arzneimittels in griechischer Aufmachung stimmen nicht überein.
  • Die Tabletten weichen in Größe und Farbe vom Original ab.
  • Die Filmtabletten enthalten nicht wie vorgesehen den Wirkstoff Tadalafil, sondern den Wirkstoff Sildenafil.

Tablettenverpackungen mit den Chargennummern C334146 und C543049 auf der äußeren Verpackung und den Chargennummern A05673 und A05668 auf der inneren Verpackung (Haltbarkeitsdatum 01/2017 und 07/2018) waren auffällig geworden. Es gibt aber bislang noch keinen Hinweis darauf, dass diese Fälschungen auch in Deutschland im Umlauf sind laut BfArM.
© arznei-news.de – Quelle: BfArM, Juni 2016

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