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Thrombosen bei Krebs: Vergleich gerinnungshemmender Medikamente

Apixaban übertraf Enoxaparin und Edoxaban; Rivaroxaban war etwas wirksamer als Apixaban

Thrombosen bei Krebs: Vergleich gerinnungshemmender Medikamente

28.12.2022 Direkte orale Antikoagulanzien (DOAC) sind wirksamer und kosteneffizienter als niedermolekulares Heparin bei krebsassoziierter Thrombose (CAT), wobei die Ergebnisse auf die monatlichen Arzneimittelkosten abgestimmt sind laut einer in den Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Shuchi Gulati vom UC Davis Comprehensive Cancer Center in Sacramento und Dr. Mark H. Eckman vom University of Cincinnati Medical Center untersuchten die Kosten und die Wirksamkeit von DOAC im Vergleich zu niedermolekularem Heparin in einer Netzwerk-Metaanalyse, die Erwachsene mit Krebs zum Zeitpunkt der Entwicklung einer Thrombose einbezog.

  • Die Forscher fanden heraus, dass Apixaban Enoxaparin und Edoxaban übertraf, da es im Basisszenario unter Verwendung der Arzneimittelpreise des US Department of Veterans Affairs Federal Supply Schedule weniger kostspielig und wirksamer war.
  • Im Vergleich zu Apixaban war Rivaroxaban mit einem inkrementellen Kosten-Effektivitäts-Verhältnis (ICER) von 493.246 $ etwas wirksamer. Rivaroxaban war kosteneffektiv mit einem ICER von 50.053 $ pro quality-adjusted Lebensjahr (QALY) in einer Szenarioanalyse unter Verwendung realer Arzneimittelpreise von GoodRx.
  • In einer Sensitivitätsanalyse waren die Ergebnisse sehr abhängig von den monatlichen Arzneimittelkosten.
  • Apixaban wurde in 80 Prozent der Simulationen bei einer Zahlungsbereitschaft von 50.000 US-Dollar pro QALY bevorzugt. Apixaban blieb jedoch nur kosteneffektiv, wenn die monatlichen Medikamentenkosten unter 530 US-Dollar lagen; Rivaroxaban wurde erst oberhalb dieser Zahl kosteneffektiv.

„Abhängig von den klinischen Merkmalen, der Lokalisation des Krebses und den Nebenwirkungen können Patienten in der klinischen Praxis besser für einen Wirkstoff als für einen anderen geeignet sein, und diese Analyse sollte politischen Entscheidungsträgern und Klinikern bei diesen Entscheidungen helfen“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: doi.org/10.7326/M22-1258

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.