Tisotumab bei Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

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innovaTV 204: Daten aus klinischer Phase-2-Studie zu Tisotumab als Monotherapie bei Patientinnen mit zuvor behandeltem rezidivierenden und/oder metastasierenden Gebärmutterhalskrebs

21.09.2020 Seattle Genetics und Genmab A/S haben auf dem Virtual Congress 2020 der European Society for Medical Oncology (ESMO) Daten der einarmigen klinischen Phase-2-Studie innovaTV 204 vorgestellt, in der Tisotumab-Vedotin als Monotherapie bei Patientinnen mit zuvor behandeltem rezidivierenden und/oder metastasierten Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) untersucht wurde.

Wirksamkeit

Die Patientinnen hatten zuvor eine Dubletten-Chemotherapie und, falls geeignet, Bevacizumab als Erstlinientherapie erhalten. Die Ergebnisse der Studie zeigten eine objektive Ansprechrate (ORR) von 24 Prozent, die durch eine unabhängige zentrale Überprüfung bestätigt wurde, mit einer mittleren Ansprechdauer (DOR) von 8,3 Monaten.

Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) lag bei 4,2 Monaten und die Sechsmonats-PFS-Rate bei 30 Prozent. Der Median des Gesamtüberlebens (OS) lag bei 12,1 Monaten und die Sechsmonats-OS-Rate bei 79 Prozent.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Zu den häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen (größer oder gleich 20 Prozent) gehörten Alopezie, Epistaxis (Nasenbluten), Übelkeit, Bindehautentzündung, Erschöpfung und trockene Augen.

Tisotumab-Vedotin ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das auf den Gewebsfaktor (TF) gerichtet ist, der bei soliden Tumoren wie Gebärmutterhalskrebs vorherrscht und das Tumorwachstum, die Angiogenese und die Metastasierung fördern kann.

Aktuelle Therapien für zuvor behandelten rezidivierenden und/oder metastasierenden Gebärmutterhalskrebs führen im Allgemeinen zu begrenzten objektiven Ansprechraten von normalerweise weniger als 15 Prozent mit einer medianen Gesamtüberlebenszeit von 6,0 bis 9,4 Monaten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Seattle Genetics.

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