Tremelimumab bei Lungenkrebs

POSEIDON: Phase-III-Studie zu Tremelimumab zeigt Nutzen beim Gesamtüberleben bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) im Stadium IV (metastasiert)

08.05.2021 POSEIDON war eine Phase-III-Studie mit Imfinzi (Durvalumab) von AstraZeneca plus platinbasierter Chemotherapie oder Imfinzi, Tremelimumab und Chemotherapie im Vergleich zu Chemotherapie allein in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) im Stadium IV (metastasiert).

Wirksamkeit Gesamt- und progressionsfreies Überleben

Die positiven High-Level-Ergebnisse der abschließenden Analyse von POSEIDON zeigen, dass die Kombination aus Imfinzi, Tremelimumab und Chemotherapie einen statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Nutzen für das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu Chemotherapie allein aufweist. Diese Immuntherapie-Kombination zeigte auch eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im Vergleich zu Chemotherapie allein, wie bereits im Oktober 2019 berichtet. Die Patienten in diesem Arm wurden zusätzlich zu Imfinzi und der Standard-Chemotherapie über einen Zeitraum von 16 Wochen mit einer Kurzzeitbehandlung mit Tremelimumab, einem Anti-CTLA4-Antikörper, behandelt.

Der Imfinzi- plus Chemotherapie-Arm zeigte in der vorangegangenen Analyse eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS gegenüber der Chemotherapie, aber der in dieser Analyse beobachtete OS-Trend erreichte keine statistische Signifikanz. Die Patienten im Kontrollarm wurden mit bis zu sechs Zyklen Chemotherapie behandelt, während die Patienten in den experimentellen Armen mit bis zu vier Zyklen behandelt wurden.

Jede Kombination zeigte ein akzeptables Sicherheitsprofil, und es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert. Die Kombination mit Tremelimumab wies ein weitgehend ähnliches Sicherheitsprofil auf wie die Kombination aus Imfinzi und Chemotherapie und führte nicht zu vermehrten Abbrüchen der Behandlung.

POSEIDON

Die POSEIDON-Studie war eine randomisierte, offene, multizentrische, globale Phase-III-Studie mit Imfinzi plus platinbasierter Chemotherapie oder Imfinzi, Tremelimumab und Chemotherapie im Vergleich zu Chemotherapie allein in der Erstlinienbehandlung von 1.013 Patienten mit metastasiertem NSCLC. Die Studienpopulation umfasste Patienten mit nicht-squamöser oder squamöser Erkrankung und dem gesamten Spektrum der PD-L1-Expressionsniveaus. POSEIDON schloss Patienten mit bestimmten Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) oder Fusionen der anaplastischen Lymphomkinase (ALK) aus.

In den experimentellen Armen wurden die Patienten mit einer Dosis von 1.500 mg Imfinzi mit bis zu vier Zyklen Chemotherapie alle drei Wochen oder Imfinzi und 75 mg Tremelimumab mit Chemotherapie, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Imfinzi, oder Imfinzi und einer Dosis Tremelimumab nach einem Dosierungsschema alle vier Wochen behandelt. Im Vergleich dazu waren im Kontrollarm bis zu sechs Zyklen der Chemotherapie erlaubt. Die Erhaltungstherapie mit Pemetrexed war in allen Armen bei Patienten mit nicht-squamöser Erkrankung erlaubt, wenn sie während der Induktionsphase gegeben wurde.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Astrazeneca.





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