Treprostinil (Trepulmix) bei pulmonaler Hypertonie

Inhalatives Treprostinil vorteilhaft bei pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck)

15.01.2021 Inhalatives Treprostinil (Trepulmix) verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck) aufgrund einer interstitiellen Lungenerkrankung laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Aaron Waxman vom Brigham and Women’s Hospital in Boston und Kollegen nahmen Patienten mit interstitieller Lungenerkrankung und pulmonaler Hypertonie in eine randomisierte Studie auf. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip entweder viermal täglich mit inhaliertem Treprostinil oder mit Placebo behandelt (163 in jeder Gruppe). Als primärer Wirksamkeitsendpunkt wurde die Veränderung der maximalen Sechs-Minuten-Gehstrecke von Studienbeginn bis Woche 16 gemessen.

Wirksamkeit

Die Forscher fanden heraus, dass der kleinste quadratische Mittelwert der Differenz zwischen der Treprostinil- und der Placebogruppe in der Veränderung der Sechs-Minuten-Gehdistanz gegenüber dem Ausgangswert 31,12 m in Woche 16 betrug. Im Vergleich zum Ausgangswert sanken die Werte des natriuretischen Peptids vom Typ NT-pro-B unter inhalativem Treprostinil um 15 Prozent, während sie unter Placebo um 46 Prozent anstiegen (Behandlungsverhältnis 0,58).

Eine klinische Verschlechterung trat bei 22,7 der Patienten in der Treprostinil- bzw. 33,1 Prozent in der Placebogruppe auf (Hazard Ratio 0,61).

Nebenwirkungen

Husten, Kopfschmerzen, Dyspnoe, Schwindel, Übelkeit, Erschöpfung und Diarrhö waren die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse.

Patienten, die mit inhalativem Treprostinil behandelt wurden, wiesen signifikante Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit auf, was durch Veränderungen der 6-Minuten-Gehstrecke belegt wurde, schreiben die Autoren. Die Behandlung mit inhalativem Treprostinil war auch mit einem geringeren Risiko einer klinischen Verschlechterung verbunden als bei Patienten, die Placebo erhielten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine.





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