Typ 2 Diabetes: Tirzepatid verbessert Leberfettanteil verglichen mit Insulin degludec

Tirzepatid führte im Vergleich zu Insulin degludec bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes in der SURPASS-3-MRT-Substudie zu größeren Verbesserungen des Leberfettanteils

02.10.2021 Tirzepatid führte bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes in einer MRT-Substudie der klinischen Phase-3-Studie SURPASS-3 von Eli Lilly and Company zu größeren Verbesserungen des Leberfettanteils und des abdominalen Fettgewebes im Vergleich zu titriertem Insulin degludec.

Die Ergebnisse wurden heute auf der 57. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) vorgestellt.

Die MRT (Magnetresonanztomographie) Teilstudie hat ihre primären und sekundären Endpunkte erreicht. Bei der Auswertung der MRT-Scans zeigte sich, dass alle drei Tirzepatid-Dosierungen (5 mg, 10 mg, 15 mg) im Vergleich zu Insulin degludec zu einer stärkeren Verringerung des Leberfettgehalts und zu einer Verringerung des Volumens des viszeralen Fettgewebes und des abdominalen subkutanen Fettgewebes führten, verglichen mit einer Zunahme des Volumens beider Messungen bei Insulin degludec nach 52 Wochen.

SURPASS-3 war eine 52-wöchige, multizentrische, randomisierte, offene Phase-3-Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von Tirzepatid im Vergleich zu titriertem Insulin degludec bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes untersucht wurde, die eine unzureichende Blutzuckereinstellung mit stabilen Dosen von Metformin mit oder ohne SGLT-2-Hemmer aufweisen. Die Studienteilnehmer waren Insulin-naiv und hatten eine durchschnittliche Diabetesdauer von 8,4 Jahren, einen Ausgangs-A1C von 8,17 Prozent und ein Ausgangsgewicht von 94,3 kg.

SURPASS-3-MRT

Die SURPASS-3-MRT-Teilstudie verglich die Wirkung von Tirzepatid und titriertem Insulin degludec auf den Leberfettanteil (LFC), das Volumen des viszeralen Fettgewebes (VAT) und das abdominale subkutane Fettgewebe (ASAT) bei 296 Teilnehmern, die zu Studienbeginn und nach 52 Wochen mittels MRT-Scans untersucht wurden. Die Teilpopulation der Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, die an dieser Teilstudie teilnahm, wies zu Studienbeginn eine Gesamt-LFC von 15,7 Prozent auf.

Die Ergebnisse bei den Teilnehmern, die Tirzepatid nach 52 Wochen einnahmen, zeigten:

  • Größere absolute Verringerung des LFC gegenüber dem Ausgangswert in den gepoolten 10-mg- und 15-mg-Armen (-8,09 % gegenüber 15,67 % beim Ausgangswert) im Vergleich zu Insulin degludec (-3,38 % gegenüber 16,58 % beim Ausgangswert), dem primären Endpunkt.
  • Größere relative Reduktion des LFC gegenüber dem Ausgangswert (29,78%-47,11% über die drei Dosierungen) im Vergleich zu 11,17% für Insulin degludec.
  • Die Mehrheit der Teilnehmer, die Tirzepatid einnahmen, erreichte eine mindestens 30-prozentige Verringerung des LFC gegenüber dem Ausgangswert (66,9%-81,4% über die drei Dosierungen), verglichen mit einem Drittel der Teilnehmer, die Insulin degludec einnahmen (32,12%).
  • Bis zu -1,65 Liter (L) Verringerung gegenüber dem Ausgangswert von 6,81 L bei VAT (15 mg) und -2,25 L Verringerung gegenüber dem Ausgangswert von 10,21 L bei ASAT (10 mg) im Vergleich zu einem Anstieg bei Insulin degludec (+0,38 L gegenüber 6,34 L Ausgangswert bzw. +0,63 L gegenüber 10,04 L Ausgangswert).

Das generelle Sicherheitsprofil von Tirzepatid in der SURPASS-3-Studie entsprach dem der gut etablierten GLP-1-Rezeptor-Agonistenklasse. Gastrointestinale Nebenwirkungen waren die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse und nahmen mit fortgesetzter Einnahme ab.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Eli Lilly

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