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Ubamatamab bei rezidivierendem Eierstockkrebs

Phase-1-Daten zu Ubalamatamab bei rezidivierendem Eierstockkrebs

Ubamatamab bei rezidivierendem Eierstockkrebs

10.09.2022 Regeneron Pharmaceuticals berichtet über positive frühe Daten zu Ubamatamab (REGN4018; MUC16xCD3) bei rezidivierendem Eierstockkrebs.

Die ersten Ergebnisse zu Sicherheit und Wirksamkeit stammen aus Dosis-Eskalationsphasen einer Phase-1-Studie und wurden auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) 2022 in Paris vorgestellt.

Der Wirkstoff Ubamatamab

Ubamatamab ist ein CD3-gerichteter bispezifischer Wirkstoff, der für die Behandlung von rezidivierendem Eierstockkrebs untersucht wird und eine Brücke zwischen MUC16 auf Krebszellen und CD3-exprimierenden T-Zellen schlagen soll, um die lokale T-Zell-Aktivierung zu erleichtern.

Die Ergebnisse der Dosis-Eskalation wurden für 78 Patientinnen mit rezidivierendem Ovarialkarzinom vorgestellt, die im Median 4,5 vorherige Behandlungen erhalten hatten, einschließlich platinbasierter Chemotherapie, und die im Median 12 Wochen mit Ubalamatamab behandelt wurden (Range: <1 bis 145 Wochen).

Ansprechen, Wirksamkeit

42 Patientinnen, die ≥1 volle Dosis von ≥20 mg Ubalamab erhielten, erzielten eine Gesamtansprechrate (ORR) von 14% (6 von 42 Patientinnen) über alle Dosisstufen hinweg. Die ORR stieg auf 21% (6 von 29 Patienten) bei Patientinnen ohne viszerale Metastasen (explorative Untergruppe) und 31% (4 von 13 Patienten) bei Patientinnen mit stark MUC16-exprimierenden Tumoren (vorläufige explorative Untergruppe).

Über alle Dosisstufen hinweg lag die Krankheitskontrollrate bei 57 % (24 von 42 Patienten), und die mediane Dauer des Ansprechens betrug nach Kaplan-Meier-Schätzungen 12 Monate (Bereich: 4 bis ≥24 Monate).

Sicherheit

Die Sicherheit wurde bei 78 mit Ubalamatamab behandelten Patientinnen bewertet, wobei die häufigsten unerwünschten Ereignisse (AE) in ≥15% das Zytokinfreisetzungssyndrom (74%, alle ≤Grad 2), Schmerzen (87%) und Anämie (51%) waren. AE ≥Grad 3 traten bei 65% der Patientinnen auf, darunter bei >5% Anämie (24%), Schmerzen (23%) und Neutropenie (8%).

Es gab einen Fall von dosislimitierender Toxizität (Neutropenie) und drei Todesfälle aufgrund von unerwünschten Wirkungen, von denen nach Einschätzung des Auftraggebers keiner mit der Behandlung in Zusammenhang stand.

Auf der Grundlage dieser Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten werden in den Phase-2-Teil der Studie Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs aufgenommen, um Ubalamatamab als Monotherapie und in Kombination mit dem PD-1-Inhibitor Libtayo® (Cemiplimab) von Regeneron weiter zu untersuchen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Regeneron Pharmaceuticals





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