Upadacitinib (Rinvoq) bei atopischer Dermatitis

Langfristige Daten stützen das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von RINVOQ (Upadacitinib) bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis weiter

Upadacitinib (Rinvoq) bei atopischer Dermatitis

11.10.2023 AbbVie hat neue Datenanalysen aus den Phase-3-Studien Measure Up 1, Measure Up 2 und AD Up veröffentlicht, die das langfristige Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von RINVOQ® (Upadacitinib) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis über 140 Wochen weiter belegen. Die Studienergebnisse wurden auf dem 32. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Berlin vorgestellt.

In den Phase-3-Studien Measure Up 1, Measure Up 2 und AD Up erreichte ein signifikant höherer Anteil der mit Upadacitinib (15 mg oder 30 mg) behandelten Patienten den ko-primären Endpunkt der Verbesserung der Hautclearance, gemessen an einem EASI-Score von 75 (EASI 75) und vIGA-AD 0/1 in Woche 16, im Vergleich zu den Patienten, die Placebo erhielten.

Darüber hinaus erreichten mehr mit Upadacitinib behandelte Patienten den sekundären Endpunkt der Verbesserung der Hautklarheit, gemessen an einem EASI-Score von 90 (EASI 90), und einen zusätzlichen Endpunkt der Juckreizreduktion (WP-NRS 0/1) in Woche 16 im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten. Die Wirksamkeit beider Upadacitinib-Dosierungen blieb bei diesen wichtigen Kennzahlen in allen drei Studien bis Woche 140 konstant.

Upadacitinib (15 mg und 30 mg) wurde im Allgemeinen gut vertragen, und die Sicherheitsdaten in der Langzeitverlängerung der drei Studien stimmten mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Upadacitinib überein, wobei keine neuen Sicherheitssignale beobachtet wurden. Diese Ergebnisse zeigen, dass Upadacitinib bei kontinuierlicher Langzeiteinnahme ein akzeptables Nutzen- und Risikoprofil für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis aufweist, schreibt AbbVie.

Über Measure Up

Measure Up 1 und Measure Up 2 sind multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudien der Phase 3 zur Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit von RINVOQ bei erwachsenen und jugendlichen Patienten (ab 12 Jahren) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die für eine systemische Behandlung in Frage kommen.

Die Patienten wurden randomisiert und erhielten RINVOQ 15 mg, RINVOQ 30 mg oder Placebo. Die ko-primären Endpunkte waren der Prozentsatz der Patienten, die nach 16 Behandlungswochen einen EASI 75 und einen validierten Investigator’s Global Assessment for Atopic Dermatitis (vIGA-AD) Score von 0/1 erreichten. Patienten, die Placebo erhielten, wurden in Woche 16 entweder auf RINVOQ 15 mg oder RINVOQ 30 mg umgestellt.

Über AD Up

AD Up ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie der Phase 3 zur Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit von RINVOQ bei erwachsenen und jugendlichen Patienten (12 Jahre oder älter) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die für eine systemische Behandlung in Frage kommen.

Die Patienten wurden randomisiert und erhielten RINVOQ 15 mg, RINVOQ 30 mg oder Placebo, jeweils in Kombination mit topischen Kortikosteroiden (TCS). Die ko-primären Endpunkte waren der Prozentsatz der Patienten, die nach 16 Wochen Behandlung einen EASI 75 und eine vIGA-AD von 0/1 erreichten. Patienten, die Placebo plus TCS erhielten, wurden in Woche 16 entweder auf RINVOQ 15 mg oder RINVOQ 30 mg plus TCS umgestellt.

© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie

News zu Upadacitinib bei atopischer Dermatitis

ABT-494 erreicht primären Endpunkt bei Neurodermitis

07.09.2017 AbbVie hat positive Ergebnisse der randomisierten, placebokontrollierten Phase-2b-Studie zu Upadacitinib (ABT-494, Markenname Rinvoq) veröffentlicht, in der der orale selektive JAK1-Hemmer einmal täglich bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (auch Neurodermits genannt) eingesetzt wurde, die nicht ausreichend durch topische Behandlungen kontrolliert wird.

Wirksamkeit Haut, Juckreiz

Die Ergebnisse in der 16. Woche zeigten, dass beim primären und den sekundären Endpunkten (gesamte Haut und Juckreiz) bei den mit Upadacitinib behandelten Patienten Verbesserungen über alle Dosen erzielt wurden, die statistisch signifikant gegenüber Placebo waren (p<0,05).

Zusätzlich wurde innerhalb der ersten Woche eine Verringerung des Juckreizes und innerhalb der ersten zwei Wochen eine Verbesserung der Haut beobachtet (p<0,001 über alle Dosen).

Sicherheit, Nebenwirkungen

In dieser Studie wurden keine neuen Sicherheitssignale entdeckt.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren Infektionen der oberen Atemwege, atopisches Ekzem und Akne.

Schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen bei den Behandlungsgruppen traten bei 2/1/0 Patienten in den 7,5/15/30 mg-Gruppen im Vergleich zu einem Patienten unter Placebo auf. Herpes zoster, Malignome, Todesfälle oder Fälle von Lungenembolien (PE) oder tiefe Venenthromben traten nicht auf.
© arznei-news.de – Quelle: AbbVie, Sept. 2017

Längerfristige und patientenbezogene Ergebnisdaten aus Ph2b-Studie zur atopischen Dermatitis

13.09.2018 AbbVie hat neue Ergebnisse einer laufenden Phase-2b-Studie veröffentlicht, darunter längerfristige (32-wöchige) Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten und von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis berichtete Behandlungsdaten zur Auswertung von Upadacitinib, einem einmal täglich oral einzunehmenden, selektiven JAK1-Inhibitor.

Die Ergebnisse einer vorab festgelegten Zwischenanalyse aus der Phase-2b-Dosisstudie zeigten, dass die Behandlung mit Upadacitinib 7,5 mg, 15 mg oder 30 mg zu einer stärkeren Verbesserung von Juckreiz und Hautläsionen führte, wobei in Woche 32 statistisch signifikante Unterschiede gegenüber Placebo beobachtet wurden.

Zusätzlich zeigten die Ergebnisse einer weiteren Analyse einer Untergruppe von Patienten, dass der Wirkstoff den Juckreiz und die Auswirkungen auf den Schlaf aufgrund von Neurodermitis (auch atopische Dermatitis genannt) bei Patienten, die Upadacitinib (30 mg, einmal täglich) erhielten, im Vergleich zu Placebo in Woche 16 verbesserte.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie

Rinvoq Monotherapie zeigt Verbesserung von Hautklarheit und Juckreiz in Phase-3-Studie zu atopischer Dermatitis

19.06.2020 AbbVie hat bekanntgegeben, dass Upadacitinib-Monotherapie (Rinvoq 15 mg und 30 mg, einmal täglich) die co-primären Endpunkte einer mindestens 75-prozentigen Verbesserung des Ekzema Area Severity Index (EASI 75) und einer validierten globalen Bewertung des Studienarztes (Investigator’s Global Assessment for Atopic Dermatitis (vIGA-AD)) von klar oder fast klar (0/1) in Woche 16 bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (Neurodermitis), die für eine systemische Therapie infrage kommen, erreicht hat.

Measure Up 1 ist die erste zulassungsrelevante Phase-3-Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Rinvoq bei der Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis.

Haut-Klarheit

In dieser Studie zeigten Patienten unter 15 mg bzw. 30 mg Utacitinib eine signifikante Verbesserung der Haut-Clearance. Von den Patienten, die Utacitinib 15/30 mg erhielten, erreichten 70/80 Prozent in Woche 16 jeweils EASI 75, verglichen mit 16 Prozent in der Placebo-Gruppe (p<0,001).

Von den mit Utacitinib 15/30 mg behandelten Patienten erreichten 48/62 Prozent der Patienten VIGA-AD 0/1, verglichen mit 8 Prozent der Patienten, die Placebo erhielten (p<0,001).

Juckreiz

Bei beiden Dosierungen kam es bei den Patienten zu einer frühzeitigen Verringerung des Juckreizes, die bis Woche 16 aufrechterhalten wurde.

Eine klinisch bedeutsame Verringerung des Juckreizes wurde als Verbesserung auf der Worst Pruritus Numerical Rating Scale (NRS) ≥ 4,1 definiert, die von einem signifikant höheren Anteil der Patienten in Woche 16 unter Upadacitinib 15/30 mg im Vergleich zu Placebo erreicht wurde (52/60 Prozent bzw. 12 Prozent, p<0, 001).

Klinisch bedeutsame Linderungen des Juckreizes im Vergleich zu Placebo wurden bereits einen Tag nach der ersten Dosis (Tag 2) bei Patienten unter Utacitinib 30 mg (12 Prozent gegenüber 4 Prozent, p<0,001) und zwei Tage nach der ersten Dosis (Tag 3) bei Patienten unter Utacitinib 15 mg beobachtet (16 Prozent gegenüber 3 Prozent, p<0,001).

Im Vergleich zum Sicherheitsprofil, das bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und psoriatischer Arthritis unter Rinvoq beobachtet wurde, wurden keine neuen Sicherheitsrisiken festgestellt.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie.

Measure Up 2: Upadacitinib-Monotherapie erreicht alle primären und sekundären Endpunkte in zweiter Neurodermitis-Studie der Phase 3

21.07.2020 AbbVie hat bekanntgegeben, dass die Monotherapie mit Upacitinib (Handeslsname Rinvoq; 15 mg und 30 mg, einmal täglich) sowohl die primären als auch alle sekundären Endpunkte in Measure Up 2, der zweiten Phase-3-Studie, an der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (Neurodermitis) teilnahmen, erreicht hat.

Die ko-primären Endpunkte waren eine mindestens 75-prozentige Verbesserung beim Eczema Area Severity Index (EASI 75) gegenüber dem Ausgangswert und ein validierter Investigator’s Global Assessment for Atopic Dermatitis (vIGA-AD) Score von 0/1 (klar oder fast klar) in Woche 16.

Wirksamkeit

Die Measure Up 2 Studie bewertet die Wirksamkeit und Sicherheit beider Dosen von Upadacitinib-Monotherapie gegenüber Placebo bei Jugendlichen und Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die Kandidaten für eine systemische Therapie sind.

Signifikant mehr Patienten, die eine der beiden Dosen der Utacitinib-Monotherapie erhielten, zeigten in Woche 16 eine Verbesserung der Hautklarheit und eine Verringerung des Juckreizes im Vergleich zu Placebo.

In der Studie erreichten 60/73 Prozent der Patienten, die Utacitinib 15/30 mg erhielten, jeweils einen EASI 75 gegenüber 13 Prozent in der Placebogruppe (p<0,001).

Von den Patienten, die mit Utacitinib 15/30 mg behandelt wurden, erreichten 39/52 Prozent jeweils VIGA-AD 0/1 gegenüber 5 Prozent der Patienten, die Placebo erhielten (p<0,001).

Juckreiz

In Woche 16 erreichten 42/60 Prozent der Patienten, die Utacitinib 15/30 mg erhielten, eine klinisch bedeutsame Reduktion des Juckreizes, definiert als Verbesserung auf der Worst Pruritus Numerical Rating Scale (NRS) ≥4, im Vergleich zu 9 Prozent der Patienten, die Placebo erhielten (p<0,001).

Bei beiden Dosierungen kam es bei den Patienten zu einer frühzeitigen Reduktion des Juckreizes, die bis Woche 16 anhielt. Nur ein Tag nach der ersten Dosis (Tag 2) wurde bei Patienten, die Utacitinib 30 mg erhielten, eine Verringerung des Juckreizes im Vergleich zu Plazebo beobachtet (8 Prozent gegenüber 1 Prozent, p<0,001).

Bei Patienten, die Utacitinib 15 mg erhielten, kam es bei 12 Prozent der Patienten, die Utacitinib 15 mg erhielten, bereits zwei Tage nach der ersten Dosis (Tag 3) zu einer Verringerung des Juckreizes im Vergleich zu 3 Prozent der Patienten, die Plazebo erhielten (p<0,001).

Im Vergleich zum Sicherheitsprofil von Rinvoq bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und psoriatischer Arthritis wurden keine neuen Sicherheitsrisiken beobachtet.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie.

AD Up: Dritte zulassungsrelevante Phase-3-Studie zeigt, dass Rinvoq plus topische Kortikosteroide Haut- und Juckreizsymptome bei Patienten mit atopischer Dermatitis verbessern

28.07.2020 AbbVie berichtet, dass Upadacitinib (Rinvoq 15 mg und 30 mg, einmal täglich) plus topische Kortikosteroide (TCS) die co-primären Endpunkte und alle sekundären Endpunkte in AD Up, der dritten zulassungsrelevanten Phase-3-Studie von Rinvoq bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis), erreicht hat.

AD Up untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit beider Dosen der Utacitinib-Therapie im Vergleich zu Placebo bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis; alle Behandlungsgruppen, einschließlich Placebo, erhielten gleichzeitig TCS.

Hautklarheit

Die co-primären Endpunkte waren eine mindestens 75-prozentige Verbesserung des Eczema Area Severity Index (EASI 75) gegenüber dem Ausgangswert und ein validierter Investigator’s Global Assessment for Atopic Dermatitis (vIGA-AD) Score von 0/1 (klar oder fast klar) in Woche 16.

Signifikant mehr Patienten, die eine der beiden Dosierungen von Upadacitinib plus TCS erhielten, zeigten Hautklarheit in Woche 16. In der Studie erreichten 65/77 Prozent der Patienten, die Rinvoq 15/30 mg plus TCS erhielten, jeweils einen EASI 75 gegenüber 26 Prozent der Teilnehmer, die Placebo plus TCS erhielten (p<0,001).

Von den mit Rinvoq 15/30 mg plus TCS behandelten Patienten erreichten 40/59 Prozent der Patienten VIGA-AD 0/1 gegenüber 11 Prozent der Patienten, die Plazebo plus TCS erhielten (p<0,001).

Linderung des Juckreizes

Auch erreichten mehr Patienten unter Rinvoq plus TCS eine klinisch bedeutsame Reduktion des Juckreizes, definiert als Verbesserung auf der Worst Pruritus Numerical Rating Scale (NRS) ≥4, im Vergleich zu Patienten, die mit Placebo plus TCS behandelt wurden.

In Woche 16 erreichten 52/64 Prozent der mit Rinvoq 15/30 mg plus TCS behandelten Patienten diesen Endpunkt im Vergleich zu 15 Prozent der Patienten, die Placebo plus TCS erhielten (p<0,001).

Kortikosteroidfreie Tage

In einer vordefinierten zusätzlichen Analyse führte die Behandlung mit einer der beiden Dosen Utacitinib auch zu einer höheren durchschnittlichen Anzahl topisch kortikosteroidfreier Tage (TCS-freie Tage) bis zur 16. Woche im Vergleich zu Plazebo.

Ein TCS-freier Tag ist definiert durch ein Ansprechen von EASI 75 oder mehr ohne die Anwendung von TCS. Patienten, die mit Utacitinib 15/30 mg behandelt wurden, hatten einen Mittelwert von 34/47 TCS-freien Tagen unter Beibehaltung von EASI 75, verglichen mit einem Mittelwert von 8 Tagen bei Patienten, die mit Placebo plus TCS behandelt wurden (nominal p<0,001).
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie.

RINVOQ bei atopischer Dermatitis: Neue Analysen aus Phase 3 Studien Measure Up 1 und Measure Up 2

29.10.2020 Aktuelle Datenanalysen, die von AbbVie auf dem 29. Virtuellen Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) vorgestellt werden, zeigen, dass signifikant mehr Patienten mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis), die mit Upadacitinib (15 mg oder 30 mg; einmal täglich) Monotherapie behandelt wurden, im Vergleich zu Plazebo eine Verbesserung bei weiteren Werten zur Hautklarheit und Linderung des Juckreizes erreichten.

Diese Daten stammen aus den Phase-3-Studien Measure Up 1 und Measure Up 2, die die jüngsten Anträge bei der U.S. Food and Drug Administration und der Europäischen Arzneimittelagentur unterstützen, in denen die Zulassung von RINVOQ bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis beantragt wurde.

Hautklarheit

In den beiden Studien erzielten signifikant mehr Patienten, die mit einer der beiden Dosen Utacitinib behandelt wurden, mindestens eine 90-prozentige Verbesserung beim Eczema Area Severity Index (EASI 90) bis Woche 16 im Vergleich zu Patienten, die mit Placebo behandelt wurden (53/66 Prozent der Patienten unter Utacitinib 15/30 mg gegenüber 8 Prozent unter Placebo in Measure Up 1; 42/58 Prozent der Patienten unter Utacitinib 15/30 mg gegenüber 5 Prozent unter Placebo in Measure Up 2) [p<0,001]).

Juckreiz

Darüber hinaus war unter beiden Dosierungen von Utacitinib der Anteil der Patienten, die in Woche 4 eine klinisch bedeutsame Juckreizsenkung erreichten und diese bis zur 16. Woche aufrechterhielten, signifikant höher als unter Placebo. Eine klinisch bedeutsame Juckreizreduktion wurde definiert als Verbesserung auf der NRS-Skala (Worst Pruritus Numerical Rating Scale) ≥4, schreibt AbbVie.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie.

Heads Up: Upadacitinib zeigt Überlegenheit gegenüber Dupilumab in Phase-3b-Vergleichsstudie bei Erwachsenen mit atopischer Dermatitis

10.12.2020 AbbVie hat die Ergebnisse der Phase-3b-Studie Heads Up veröffentlicht, die zeigen, dass Upadacitinib (Rinvoq; 30 mg, einmal täglich) Dupilumab (Dupixent; 300 mg, alle zwei Wochen) beim primären Endpunkt, dem Anteil der Patienten mit einer mindestens 75-prozentigen Verbesserung des Eczema Area Severity Index (EASI 75) in Woche 16, bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis überlegen ist.

Von den Patienten, die mit Upadacitinib behandelt wurden, erreichten 71 Prozent den EASI 75 in Woche 16, verglichen mit 61 Prozent der mit Dupilumab behandelten Patienten (p=0,006).

Upadacitinib zeigte sich im Vergleich zu Dupilumab auch bei allen bewerteten sekundären Endpunkten überlegen, einschließlich den Werten der Hautklarheit und der Juckreizreduktion.

Die Heads Up-Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib im Vergleich zu Dupilumab bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen. Die Patienten wurden randomisiert und erhielten über 24 Wochen entweder Upadacitinib oder Dupilumab, beide als Monotherapie.

Juckreiz und Hautklarheit

Die Ergebnisse der sekundären Endpunkte zeigten eine höhere Wirksamkeit in Bezug auf frühe Verbesserungen des Juckreizes und der Hautclearance bei den mit Upadacitinib behandelten Patienten im Vergleich zu den mit Dupilumab behandelten Patienten.

Nach einer Woche Behandlung zeigte sich in der Upadacitinib-Gruppe eine 31-prozentige Reduktion des Juckreizes (gemessen mit der Worst Pruritus Numerical Rating Scale [NRS]) im Vergleich zu 9 Prozent in der Dupilumab-Gruppe (p<0,001). Die Verbesserungen des Juckreizes blieben bis Woche 16 erhalten.

Darüber hinaus erreichten nach zwei Wochen Behandlung 44 Prozent der mit Upadacitinib behandelten Patienten ein EASI-75-Ansprechen gegenüber 18 Prozent der mit Dupilumab behandelten Patienten (p<0,001).

Sicherheitsprofil

Das Sicherheitsprofil von Upadacitinib entsprach dem, was in den Phase-3-Zulassungsstudien Measure Up 1, Measure Up 2 und AD Up beobachtet wurde. Bis Woche 16 waren die häufigsten unerwünschten Ereignisse Akne in der Upadacitinib-Gruppe und Konjunktivitis in der Dupilumab-Gruppe.

Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei 2,9 Prozent der Patienten unter Upadacitinib und 1,2 Prozent der Patienten unter Dupilumab auf. Schwerwiegende Infektionen wurden in beiden Behandlungsgruppen selten berichtet (1,1 Prozent bei Patienten, die Upadacitinib erhielten, und 0,6 Prozent bei Patienten, die Dupilumab erhielten).

Ein Todesfall während der Behandlung aufgrund einer Bronchopneumonie in Verbindung mit Influenza A trat bei einem Patienten auf, der Upadacitinib erhielt. In der Upadacitinib-Gruppe wurden keine malignen Erkrankungen berichtet; in der Dupilumab-Gruppe wurde ein Nicht-Melanom-Hautkrebs berichtet.

In beiden Behandlungsgruppen wurden keine schwerwiegenden unerwünschten kardialen Ereignisse oder venöse thromboembolische Ereignisse berichtet.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AbbVie.


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