Vergiftung durch Ivermectin

COVID-19: Berichte über Vergiftungen im Zusammenhang mit Ivermectin

22.10.2021 21 Vergiftungsfälle aufgrund der Einnahme von Ivermectin im Zusammenhang mit COVID-19 wurden dem Oregon Poison Center im August 2021 gemeldet laut einem im New England Journal of Medicine veröffentlichten Bericht.

Dr. Courtney Temple von der Oregon Health and Science University in Portland und Kollegen berichten über die Anrufe, die im August 2021 beim Oregon Poison Center wegen einer Ivermectin-Exposition eingingen.

Die Forscher stellen fest, dass 21 Anrufe im August 2021 eingingen; 11 der Anrufer gaben an, Ivermectin zur Vorbeugung gegen COVID-19 und 10 zur Behandlung der Symptome von COVID-19 verwendet zu haben.

Drei Personen hatten Rezepte von Ärzten oder Tierärzten erhalten; 17 hatten Tierarzneimittel gekauft; bei einer Person war die Quelle unbestätigt.

Symptome der Ivermectin-Vergiftung

Bei den meisten Personen traten die Symptome innerhalb von zwei Stunden nach einer großen, einmaligen Erstdosis von Ivermectin auf. Bei sechs Personen entwickelten sich die Symptome allmählich, nachdem sie mehrere Tage bis Wochen lang wiederholt Dosen eingenommen hatten.

Sechs der 21 Personen wurden wegen toxischer Wirkungen infolge der Einnahme von Ivermectin ins Krankenhaus eingeliefert.

Alle gaben an, Ivermectin zur Vorbeugung von COVID-19 zu eingenommen zu haben, darunter drei, die das Medikament auf Rezept erhalten hatten. Vier von ihnen mussten auf der Intensivstation behandelt werden, es gab aber keine Todesfälle.

Zu den Symptomen gehörten Magen-Darm-Beschwerden, Verwirrung, Ataxie und Schwäche, Hypotonie und Krampfanfälle. Die meisten der nicht ins Krankenhaus eingelieferten Personen hatten Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Verwirrung, Sehstörungen oder Hautausschlag.

Es gibt keine ausreichenden Belege für die Verwendung von Ivermectin zur Behandlung oder Vorbeugung von COVID-19, und eine unsachgemäße Verwendung sowie das mögliche Auftreten von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMc2114907

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