WHO empfiehlt COVID-Pille Molnupiravir für Risikopatienten, leichte Symptome

Molnupiravir (Lagevrio) für Personen, die nur leichte COVID-Symptome, aber ein hohes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt haben

WHO empfiehlt COVID-Pille Molnupiravir für Risikopatienten, leichte Symptome

03.03.2022 Die Weltgesundheitsorganisation empfahl am Mittwoch die Einnahme der Anti-COVID-Pille Molnupiravir (Lagevrio) für Personen, die nur leichte Symptome haben, aber ein hohes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt aufweisen, wie ältere Menschen oder Ungeimpfte.

Molnupiravir wurde vom US-Pharmakonzern Merck entwickelt und soll so bald wie möglich nach Auftreten der COVID-19-Symptome und dann für die folgenden fünf Tage eingenommen werden.

Unter der Aufsicht eines Arztes wird Molnupiravir, eine orale Tablette, in Form von vier Tabletten (insgesamt 800 mg) zweimal täglich über fünf Tage verabreicht, und zwar innerhalb von 5 Tagen nach Auftreten der Symptome. Wenn es so früh wie möglich nach der Infektion eingesetzt wird, kann es einen Krankenhausaufenthalt vermeiden helfen.

Eine Expertengruppe der WHO erklärte im British Medical Journal, dass auch Menschen mit einem schwachen Immunsystem oder chronischen Krankheiten die Einnahme das Medikament empfohlen wird, wenn sie an nicht-schwerer COVID erkrankt sind.

Junge und gesunde Patienten, einschließlich Kinder, sowie schwangere und stillende Frauen sollten das Medikament jedoch wegen möglicher Risiken nicht einnehmen, hieß es.

Die neue Empfehlung der UN-Behörde stützt sich auf die Ergebnisse von sechs randomisierten, kontrollierten Studien, an denen 4.796 Patienten teilgenommen haben – der „bisher größte Datensatz zu diesem Medikament“.

Die Studien deuten darauf hin, dass Molnupiravir das Risiko für Krankenhausaufenthalte verringert (43 weniger Einweisungen pro 1.000 Hochrisikopatienten) und das Abklingen der Symptome um durchschnittlich 3,4 Tage beschleunigt.

Die Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate waren mit nur sechs Todesfällen pro 1.000 Patienten weniger ausgeprägt.

Die WHO räumte ein, dass Kosten- und Verfügbarkeitsprobleme im Zusammenhang mit Molnupiravir den Zugang zu Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen erschweren und die gesundheitliche Ungleichheit verschärfen könnten.

Während Impfstoffe nach wie vor das wichtigste Instrument im Kampf gegen die Pandemie sind, begrüßen Experten die neuen oralen Medikamente, die die Replikationsfähigkeit des Virus hemmen und gegen Varianten resistent sein dürften.

© arznei-news.de – Quellenangabe: WHO

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