Wiederauftreten von COVID-19-Symptomen nach Paxlovid: selten

Nur 0,8 Prozent der Patienten mit leichtem bis mittelschwerem SARS-CoV-2 und hohem Risiko für eine schwere Erkrankung hatten einen Rebound

17.06.2022 Nur wenige Patienten erleiden nach einer Behandlung mit Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid) einen Rückfall der COVID-19-Symptome. Dies geht aus einer in Clinical Infectious Diseases veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Nischal Ranganath von der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, und Kollegen führten eine retrospektive Untersuchung bei Patienten durch, die eine Paxlovid-Behandlung gegen eine leichte bis mittelschwere akute respiratorische Coronavirus-2-Erkrankung erhielten. Eingeschlossen wurden die Daten von 483 Patienten (Durchschnittsalter 63 Jahre), bei denen ein hohes Risiko für ein schweres Fortschreiten der Erkrankung bestand. Insgesamt waren 93 Prozent der Patienten vollständig geimpft.

Die Forscher stellten fest, dass bei vier der Patienten (0,8 Prozent) ein Symptom-Rebound auftrat, d. h. ein Wiederauftreten der COVID-19-Symptome nach erfolgreichem Abschluss einer fünftägigen Paxlovid-Therapie, im Median neun Tage nach der Paxlovid-Behandlung. Alle vier waren vollständig geimpft. Keiner der Patienten musste stationär behandelt werden, und bei allen trat eine Besserung ohne weitere Behandlung ein.

„Ein Rückfall nach einer Paxlovid-Behandlung ist in unserer Patientengruppe mit hohem Risiko, aber meist nicht immungeschwächten Patienten, ungewöhnlich“, schreiben die Autoren. „Bei den Patienten, die nach der Paxlovid-Behandlung einen Rebound der Symptome entwickelten, war das klinische Bild mild und erforderte keine auf COVID-19 gerichteten Therapien.“

© arznei-news.de – Quellenangabe: Clinical Infectious Diseases, ciac481, https://doi.org/10.1093/cid/ciac481

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