Antibiotika und chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Antibiotika und Fehlbildungen, die Darmflora, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, bei Darmkrebs-Operationen, Nierensteine, Nephrolithiasis

Übermäßiger Gebrauch von Antibiotika erhöht das Risiko für Kinder eine chronisch-entzündlich Darmerkrankung (CED; engl.: inflammatory bowel disease, IBD) zu entwickeln laut einer neuen Studie.

Das Risiko ist besonders hoch, wenn die Antibiotika sehr früh in der Kindheit gegeben werden.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Antibiotika

Zu viele Antibiotika

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder CED ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von wiederkehrenden oder kontinuierlich entzündlichen Erkrankungen des Darms, wie z.B.: Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Die Symptome sind häufig Durchfall, rektale Blutung und Unterleibskrämpfe.

Antibiotika sollten benutzt werden, wenn sie erforderlich sind. Aber zu viele Kinder bekommen sie immer noch bei Erkrankungen wie einer einfachen Erkältung, wo sie nichts zu suchen haben“, sagt Forscher Matthew P. Kronman, MD, vom Seattle Children’s Hospital Bereich Infektionskrankheiten.

Risiko für CED höher bei Antibiotika Benutzern

Forscher folgten mehr als einer Million Kindern, inklusive ca. 750 mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung, im Vereinigten Königreich.
Jene, die vor ihrem ersten Geburtstag mit Antibiotika behandelt wurden, entwickelten mehr als fünfmal wahrscheinlicher CED, als jene, die nie mit Antibiotika behandelt wurden.

Antibiotika töten ‚gute‘ Darmbakterien

Antibiotika töten die schlechten Bakterien, die die Krankheit verursachen. Aber sie töten auch gute Bakterien im Körper, die der Verdauung helfen.

Etwa 49 Millionen Antibiotika Rezepte werden jedes Jahr in den USA für Kinder verschrieben. Die Rate von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen unter Kindern hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt“.

© arznei-news.de – Quelle: Pediatrics, Sept. 2012



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