Unterstützen Sie bitte Arznei-News durch eine Spende (und lesen Sie werbefrei).

Antihypertensiva (Blutdrucksenker) und Demenz

Metaanalyse individueller Patientendaten zeigt erhöhtes Demenzrisiko für Menschen mit unbehandeltem Bluthochdruck

Antihypertensiva (Blutdrucksenker) und Demenz

14.09.2023 Die Einnahme von Antihypertensiva (blutdrucksenkende Medikamente) ist mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden als unbehandelter Bluthochdruck laut einer online im JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Dr. Matthew J. Lennon von der University of New South Wales in Sydney und Kollegen untersuchten die Zusammenhänge zwischen Bluthochdruck in der Vorgeschichte, der Einnahme von Antihypertensiva und dem Ausgangsblutdruck im späten Lebensalter und Demenz in bevölkerungsbasierten Längsschnittstudien mit älteren Teilnehmern der Cohort Studies of Memory in einer internationalen Arbeitsgemeinschaft. Die Analyse umfasste 17 Studien mit 34.519 nicht-hospitalisierten älteren Personen (Durchschnittsalter 72,5 Jahre) und einem durchschnittlichen Follow-up von 4,3 Jahren.

Die Forscher fanden heraus, dass Personen mit unbehandeltem Bluthochdruck im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen und zu Personen mit behandeltem Bluthochdruck in der wichtigsten, teilweise angepassten Analyse von 14 Studien ein signifikant erhöhtes Risiko für Demenz hatten (Hazard Ratio 1,42 bzw. 1,26). Das Demenzrisiko war bei Personen mit behandeltem Bluthochdruck im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen nicht signifikant erhöht. Es wurden keine Unterschiede hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der Einnahme von Antihypertensiva oder dem Bluthochdruckstatus und Demenz in Abhängigkeit vom Ausgangsblutdruck festgestellt.

„Die Einnahme von Antihypertensiva war mit einem verringerten Demenzrisiko bei Personen mit Bluthochdruck im späten Lebensalter verbunden; daher könnte die Verringerung des Demenzrisikos eines der zahlreichen Ziele einer antihypertensiven Behandlung im späten Lebensalter sein (z. B. Verhinderung von ischämischen Herzerkrankungen, chronischen Nierenerkrankungen)“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2023;6(9):e2333353. doi:10.1001/jamanetworkopen.2023.33353

Weitere Infos / News zu diesem Thema:





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Medikament gemacht, oder haben Sie eine Frage dazu?

Hat das Medikament geholfen (Dosierung, Dauer der Anwendung)? Was hat sich verbessert/verschlechtert? Welche Nebenwirkungen haben Sie bemerkt?


Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.