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Dapagliflozin (Forxiga) bei Herzinsuffizienz, Diabetes

DAPPER: Dapagliflozin reduziert kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Typ-2-Diabetes mellitus, jedoch nicht die Albuminausscheidung im Urin

Dapagliflozin (Forxiga) bei Herzinsuffizienz, Diabetes

28.11.2023 Die DAPPER-Studie, an der 294 Patienten aus 18 Einrichtungen in Japan teilnahmen, wurde vom National Cardiovascular Center als Hauptprüfer durchgeführt. In dieser Studie untersuchten die Forscher, ob Dapagliflozin (Forxiga) die Albuminausscheidung im Urin (einen aussagekräftigen Marker für Nierenschäden) unterdrückt und ob es auch kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Diabetes mellitus Typ 2 verhindert.

Diese Studie wurde als multizentrischer, randomisierter, offener, paralleler Gruppenvergleich mit der Standardbehandlung und zweijähriger Nachbeobachtungszeit durchgeführt. Die empfohlene Dosis von Dapagliflozin bei Herzinsuffizienz beträgt 10 mg. In dieser Studie wurde Dapagliflozin jedoch entweder in einer Dosierung von 5 mg oder 10 mg verabreicht.

Die Ergebnisse zeigten, dass 87,7 % der Patienten in der Dapagliflozin-Gruppe am Ende des zweijährigen Beobachtungszeitraums 5 mg erhielten. Obwohl Dapagliflozin die Albuminausscheidung im Urin (den primären Endpunkt) nicht verringerte, war der sekundäre Endpunkt der kardiovaskulären Ereignisse (kardiovaskulärer Tod oder Krankenhausaufenthalt wegen kardiovaskulärer Ereignisse und zusätzliche Medikation bei Herzinsuffizienz) in der Dapagliflozin-Gruppe im Vergleich zur Standardbehandlungsgruppe verringert.

Dies ist der erste Bericht, dass die Verabreichung von Dapagliflozin in einer Dosierung von 5 mg bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Typ-2-Diabetes mellitus kardiovaskuläre Ereignisse unterdrückte. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse dieser Studie wertvolle Erkenntnisse über die Behandlungsstrategien für Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und chronischer Herzinsuffizienz liefern werden. Sie werden voraussichtlich einen wichtigen Beitrag zur klinischen Praxis leisten, schreiben die Studienautoren um Fumiki Yoshihara von der Division of Nephrology and Hypertension, National Cerebral and Cardiovascular Centre, Suita, Osaka, Japan.

© arznei-news.de – Quellenangabe: eClinicalMedicine (2023). DOI: 10.1016/j.eclinm.2023.102334

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