Haloperidol (Haldol) Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu: Haloperidol (Haldol)


11.06.2014 Kommentar von anonym:

nach einen schweren psychotischen Schub habe ich von meiner ärztin haldol bekommen. das zeug hat mich erstmal völlig fertiggemacht…war garnicht mehr ansprechbar. an unerwünschten arzneimittelwirkungen zeigten sich bals krampfanfälle…ärztin hat dann auch epilepsie festgestellt. ich hatte aber nie vorher epiletpische anfälle! weitere schlimme nebenwirkung war ne irrsinnnige zunahme beim gewicht. deswegen frage ich mich ob man da sich nicht von den psychosen freikauft indem man sich schwer körperlich schädigt. hab durch haldol innerhalb von 13 monaten 67 kg zugelegt…kann ich kaum glauben wenn ich das selbst lese. das zittern erwähne ich garnicht erst; ups nun hab ichs doch getan. ;-)

28.10.2014 Kommentar von Trixie:

Ich bekam ursprünglich Haldol (Haloperidol) für gelegentlich auftretende Panikattacken, die nach besonders schlechten Erfahrungen mit einer Notoperation anfingen. Nachdem jetzt die Attacken aufgehört haben, und ich über diese Erfahrung hinweggekommen bin, habe ich mehrmals versucht, durch eine schrittweise Reduzierung das Medikament abzusetzen, aber jedes Mal, wenn bekam ich wirklich seltsame Schwindelgefühle, Magenverstimmungen, Durchfall und einen schlechten Schlaf. Sind diese Entzugserscheinungen normal? Irgendwelche Vorschläge, was ich dagegen tun kann? Ich bin auch noch auf Venlafaxin und Mirtazapin wegen Depressionen, und ich bin glücklich, wenn ich sie brauche und sie einnehmern kann, aber ich will nicht auch noch Tranquilizer nehmen müssen.

30.03.2015 – Kommentar von reni:

Ich nehme Haloper gegen meine manischen Phasen. Es scheint mir meine Bipolarität unter Kontrolle zu bringen. Ich nehme es zusammen mit dem Medikament Alutan. Ich habe herausgefunden, dass durch die beiden Medikamente meine Stimmung nicht so stark schwankt.

02.04.2015 – Kommentar von allesschw:
Mein Arzt hat mir auch Haloper verschrieben. Es hat mir enorm geholfen, wenn ich manisch wurde…habe daneben noch meine Medikamente gegen bipolare Störung genommen.

05.08.2015 Kommentar von brizz:

hallo! ich mußte haloperidol für etwa 6 monate, während meiner zweiten schwangerschaft einnehmen, war in dieser zeit auch für 3 monate unter beobachtung in der psychiatrie. meine erfahrungen damit: starre motorik (ohne krämpfe), unkontrollierbarer speichelfluß, warten, z.b. in arztpraxen ging kaum, emotional total gedämpft außer, dass ich extrem ängstlich war,total antriebslos, postnatal keine gewichtsabnahme und mein kleiner sohn mußte in die kinderklinik zur beobachtung (3 wochen im kasten mit schläuchen), weil er muskelkrämpfe hatte (unregelmäßig, aber insgesamt etwa 1 jahr lang postnatal) ich würde haldol nie wieder nehmen wollen!

01.09.2015 Kommentar von Ano:

Hallo, könnt ihr bitte hier mal eure Erfahrungen mit den Nebenwirkungen aufschreiben?! Ich fang mal an:
Es kann schwere Schläfrigkeit verursachen. Ich musste meinen Arzt aufsuchen, damit die Dosis geändert wurde, weil ich oft sehr schläfrig wurde und oft das Gefühl hatte, immer schlafen zu müssen.

18.10.2015 Kommentar von Blasti:

Tut mir leid, dass du solche Probleme mit dem Absetzen hattest. Weiß ja nicht, wie lange du Haldol genommen hast bzw. wie hoch die Potenz war; beides kann gehörig einen Unterschied machen. Aber das einzige, was ich von einem Psychologen hörte, den ich vor kurzem sah, war. dass das Haldol was ich während der Rehabilitation im Krankenhaus bekommen hatte nicht ganz ‚angemessen für Menschen‘ wäre. Erst als die Dinge langsam immer klarer wurden, bemerkte ich die körperlichen Nebenwirkungen des Medikaments. Ich habe es inzwischen abgesetzt und bin jetzt auf Mirtazapin in der Hoffnung, dass es effektiv bei meiner Angst und Kontrollverlust hilft, statt abhängig zu sein von irgendeinem Beruhigungsmittel. Vielleicht hast du und ich die gleiche Meinung und wir können nur hoffen, dass es ein besseren Weg gibt voran zu kommen. Ich wünsche dir wirklich das Beste für die Zukunft, für was immer du dich auch entscheidest beim Absetzen.

11.01.2016 Kommentar von gast:

Mein Vater (inzwischen verstorben) hatte eine starke Tendenz sich aufzuregen – halt eine Agitation wie die Psychologen sagen – als er für einige Zeit an die Intensivstation gefesselt war. Er bekam dieses Medikament während eines solchen Aufenthalts verschrieben. Das Medikament hatte eine sehr negative Wirkung; Mein Vater wurde aggressiv. Eines Morgens besuchte ich ihn und entdeckte, dass das Personal seine Hände an das Bett über Nacht angeschnallt hatte! Ich beschwerte mich (laut) bei einem anderen Arzt, und mein Vater bekam Haloperidol nicht mehr und zog um in ein Privatzimmer. Fast augenblicklich wurde er nett, ausgeglichen, so wie ich ihn immer schon kannte. Ich habe versucht, meinen Vater danach von der Intensivstation fernzuhalten.

03.09.2016 Kommentar von cubus666:

haldol ist meines wissens das erste neuroleptikum das auf dem markt kam. es ist ein sehr starkes mittel und sollte nur bei schweren psychosen und nur kurze zeit angewandt werden wegen seiner erheblich und sehr unangenehmen nebenwirkungen. die schlimmste nebenwirkung ist das sogenannte restless leg syndrom. in diesem zustand ist es für den patienten unmöglich zu liegen zu stehen oder zu sitzen. die einzige möglichkeit diesen zustand zu ertragen ist sich ununterbrochen zu bewegen oft bis zur völligen erschöpfung.

leider hat dieses durchaus wirkungsvolle antipsychotikum auch schwere spätfolgen sogenannte spätdyskinesien (schwere bewegungsstörungen wie zittern, unwillkürliches grimassieren, ungewolltes herausstrecken der zunge) meiner meinung nach ist dieses medikament nur im äußersten notfall und nur so kurz wie möglich anzuwenden.

ich selbst habe schon mehrere haldolspritzen bekommen und sie haben mir über schwere psychische krisen hinweggeholfen. suchtgefahr besteht keine. haldol ist meiner meinung ein notfallmedikament für patienten mit schwersten psychosen da es sich um ein hochpotentes mittel handelt und wenn die psychose abgeklungen ist sollte sofort ein anderes neuroleptikum eingesetzt werden.

das medikament wirkt auch schmerzstillend und schlaffördernd sollte aber auf keinen fall zu lange eingenommen werden. es ist einerseits ein segen da man vielen patienten die unter schweren psychotischen zuständen die mit großer angst und manchmal auch mit agressivität einhergehen in kurzer zeit helfen kann andererseits ist eine dauermedikation wegen der schweren nebenwirkungen und spätfolgen zu vermeiden.

20.09.2017 Kommentar von anonym:

habe halopridol auch in meiner jugend bekommen und keine gute erfahrung. vorsicht nicht zu empfehlen. harrausfall, sehr sehr starke gewichtszunahme( bei mir knapp 40kg) starkes zungenbeissen bis zum bluten,und heute noch kreislaufprobleme.

22.12.2017 Kommentar von Lisa:

ich bekam 5mg Haldol ,und mit dieser Dosis ging es mir gar nicht so schlecht, schon, weil es bei mir gewichtsneutral war. Ich habe wenig von dem Medikament gespürt. Nach drei Monaten musste man jedoch bei mir damit rausgehen: Ich bekam eine heftige Akathisie, das ging gar nicht.

21.09.2018 Kommentar von halaug16:

Mir wurde das Mittel gegen meine Psychosen verschrieben. Schon nach wenigen Wochen besserte sich mein Zustand und nach einem Monat waren meine akustischen und visuellen Halluzinationen verschwunden. Ich habe auch tatsächlich keine Nebenwirkungen unter dem Medikament, außer dass mir am Anfang etwas übel war – das ging aber schnell vorbei.

02.04.2020 – Kommentar von gast:

Ich bekam Halopridol für einen Zeitraum von 2 Monaten, während ich stationär behandelt wurde.
Die Auswirkungen waren praktisch sofort da – jeder einzelne Muskel in meinem Körper war angespannt, und ich fühlte mich extrem steif.

ich konnte nicht sitzen, stehen oder liegen in einer Position für mehr als 20 Sekunden (und, ja, ich habe die Sekunden gezählt!)

Alles, was ich tun konnte, war gehen und gehen und gehen. Ich hatte so starke Qualen stillzustehen, dass mir die psychiatrische Krankenschwester eine Pille gab, um die Symptome zu bekämpfen, aber das reichte nur für ein paar Stunden dann kam es zurück und sofort wurde mein ganzer Körper wieder steif und die Qual war zurück, ich konnte um Hilfe bitten und betteln ohne Erfolg (schließlich war ich ein Irrer)

Ich wurde später auf Lithium gesetzt und die Symptome klangen ab, aber jetzt fünf Jahre nach Haloperidol ziehen sich meine Muskeln immer noch ohne Grund zusammen, und dieselben Bereiche des Muskels sind anfällig für schmerzhafte Krämpfe und Steifheit.

danke Psychiatrie – Du hast mich psychisch (evtl.) ein wenig genutzt, aber körperlich kränker gemacht.

06.09.2020 Kommentar von zz1:

Ich bin überrascht, dass dieser gast noch keine Antwort erhalten hat, denn ich bin sicher, es gibt durchaus ein paar Leute in Deutschland, die Haloperidol verschrieben bekommen haben. Mir wurde die Einnahme des Medikaments für dreimal täglich für sechs Monate nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nach einer Gehirnblutung verschrieben. Ich fühlte mich aber immer noch gereizt und war stark dehydriert, bis ich wieder entwöhnt war. Ich hoffe, es gibt eine Alternative für diejenigen von euch, die es immer noch nehmen.

02.11.2020 Kommentar von Lahma:

Ich bekam Haloperidol zwangsweise während eines ca 5-wöchigen Psychiatrieaufenthalts 1980 verabreicht.
Wirkung, mein Körper wurde total steif, meine Halswirbel krümmten sich nach hinten, sodass ich im Gehen und Stehen nur noch an die Decke starren konnte. Zudem ging es mir so, wie dem anderen Kommentator, ich war unfähig, mehr als einige Sekunden zu stehen, zu gehen, zu liegen, zu sitzen.
Ich konnte auch nicht mehr lesen.
Mit einem Wort, es war die Hölle. Als ich wieder zuhause war, lag ich erstmal für einige Wochen nur im Bett, weil ich mich nicht mehr rühren konnte. Innerlich spürte ich nur Schmerz und Qual.
Danach konnte ich mich auch sehr lange nicht mehr richtig entspannen – da hat mir in den letzten Jahren allerdings die Einnahme von tgl 3 x 1/4 TL Magnesiumchlorid in je einem Glas Wasser aufgelöst geholfen.
(Ca 8 g – wenn man eine Feinwaage hat, besser abwiegen.)
Es ist herrlich, dass ich mich wieder entspannen kann.
Allerdings bin ich nach wie vor nicht sonderlich bewegungsfreudig.

Carrygold sagte am 14.03.2021:
Ich lese immer nur etwas von Haldol als Akutmedikation.

Ich nehme abends 10mg seit ca. 10 Jahren und bin 30 Jahre alt.
Und weiß nicht mal warum.

Die Gewichtszunahme ist enorm.
Seit ein paar Jahren kann ich nicht mehr still sitzen. Da ich aber auch nicht die Wohnung verlasse, gehe ich ständig auf den Balkon – rauchen.
Super Sache…
Anders kann ich mich aber nicht beschäftigen.

Letztes Jahr versuchte ich das erste Mal Haldol abzusetzen – es war furchtbar!
Meine Mutter und mein Partner (einzige Kontaktpersonen) mussten unter mir leiden und ich ertrug mich nach 3 Wochen auch nicht mehr, sodass ich wieder mit der Einnahme begann.

Ich habe für die Zeit einen “Putzzwang” entwickelt, um mich zu beschäftigen.
Putzen war mir vorher völlig egal.
Ich habe in einer Tour von morgens bis abends erzählt, war schwerhörig, und habe gedacht, ich leide unter Demenz.
Ich habe keine vernünftigen Sätze mehr herausbekommen.
Außerdem hatte ich das Gefühl einen Haarballen im Hals zu haben.
ABER, ich habe 7kg in einem Monat abgenommen.

Dann habe ich mit der Einnahme wieder begonnen, und nach einiger Zeit ließ das alles von allein wieder nach – allerdings nehme ich seitdem wieder ordentlich zu.
Da bringen 7kg von 30-40 auch nicht sonderlich viel…

Jetzt lese ich mich seit einigen Wochen schlau… und habe tierische Angst vor den Spätfolgen. Weshalb ich nun nochmal versuche, Haldol abzusetzen.

Meine weitere Medikation:
Lamotrigin, Duloxetin, Pregabalin, Ziprasidon, Tavor

Wie es aussieht, wurden all die Jahre über die falschen Diagnosen gestellt.
Ich habe so gut wie alles – und wahrscheinlich, so sieht es aktuell aus, ist es einfach nur eine einzige Diagnose: “komplexe PTBS”.

Ich wünsche euch allen alles Gute!

Carrygold sagte am 02.04.2021:
Hallo,
ich schrieb am 14.3.21 bereits meine Erfahrung mit Haldol und dass ich Haldol abgesetzt habe.

Der Versuch ist gestern gescheitert.
Ich habe, wie beim 1. Absetzversuch auch, einen extremen Grübelzwang und Mitteilungsbedürfnis entwickelt.
Mein Kopf war mit Haldol immer wie leer gefegt, ich hatte nichts im Kopf – und es war gut.
In den letzten Wochen ohne Haldol habe ich meine komplette Vergangenheit hochgeholt, was mich extrem belastet hat.

Ich habe meinen Psychiater mit Mails bombardiert, mit Inhalten, die ich niemals erzählt hätte und ich jetzt bereue, und Angst vor dem nächsten Termin habe.
Meinem Partner und meiner Mutter habe ich ebenfalls Dinge erzählt, die ich niemals mit Haldol gesagt hätte.

Als sich dann die letzten Tage, nach langer Zeit, vermehrt Suizidgedanken breit gemacht haben, war das für mich ein Zeichen.

Und was ich letztes Mal schrieb, dass ich, wie es aussieht, nur eine „komplexe PTBS“ habe, ist nach aktuellem Stand nicht ganz richtig.

– depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen
– Komplexe PTBS
-Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach traumatischer Erfahrung
– Soziale Phobie
– abhängige Persönlichkeitsstörung

Ich kann mich nur nicht so richtig mit den „psychotische Symptomen“ anfreunden, alles andere passt wie die Faust aufs Auge, nachdem was ich darüber gelesen habe.

Ich werde kein weiteres Mal versuchen Haldol abzusetzen.
So wie ich das 1. Mal, und jetzt wieder gelitten habe, ist nicht aushaltbar!

Weiterhin alles Gute für euch!


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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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