Ritalin Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu Ritalin; aktive Substanz ist Methylphenidat; weitere Erfahrungsberichte zu diesem Wirkstoff unter Methylphenidat Erfahrungen und Medikinet Erfahrungen.


Ritalin Abhängigkeit

30.10.2014 – Kommentar von 23j:

Ich bin 23 Jahre und habe ADHS. Mir wurde Ritalin 10mg (9 Tabletten täglich) verschrieben. Ich wurde ich mit ADHS diagnostiziert, als ich 13 war, und habe die Medikamente genommen bis ich 19 war. Die Behandlung schien erfolgreich für 2 Jahre (Alter 13 bis 15) zu sein, im Alter von 15 wurde ich total abhängig von Ritalin. Ich nahm mindestens 30 bis 40 Tabletten pro Tag. Ich glaube, dass meine Abhängigkeit von der Überzeugung verursacht wurde, dass je mehr Tabletten ich nehme, desto normaler werde ich. Ich bin fest davon überzeugt, dass Methylphenidat mein Leben gerettet hat, aber es hat mich auch auf einen Weg zur Selbstzerstörung geführt, denn ich ergänzte mein Ritalin mit illegalen Drogen (alle Stimulanzien) meist Speed und Ecstasy. Ich bin jetzt 23 und ich vermisse es immer noch. Immer wenn ich im Haus meiner Eltern bin suche ich danach, obwohl ich weiß, dass da nichts sein kann. Ritalin war in meinem Fall nichts weiter als ein SCHNELLSCHUSS und hat mir langfristig psychische und physiologische Probleme gebracht. Ja, Ritalin funktioniert. Doch die Patienten auf Methylphenidat brauchen mehr Versorgung als nur eine Tablette. Ich glaube, dass es ein stärker strukturiertes Behandlungsprogramm für ADHS-Kranke geben muss. Noch wichtiger ist, dass die Betreuungspersonen der ADHS-Patienten mehr Informationen über die Erkrankung und mögliche Nebenwirkungen der Medikamente haben müssen. Meine Eltern verstehen immer noch nicht den Ernst meiner Methylphenidat-Hydrochlorid-Abhängigkeit. Da die Kinderärzte meinen Eltern versicherten, dass Ritalin nicht abhängig oder süchtigmachend ist.

Symptome Ritalinsucht

16.02.2015 – Kommentar von Rita:

Hallo, das ist ja alles schön und gut, aber wie äußern sich Ritalinsucht-Symptome? Weiß das jemand? Hat da jemand Erfahrungen? Was passiert, wenn man das Medikament absetzt? Kann man das überhaupt oder sollte man es lieber ausschleichen?

Entzugssymptome; wie lange dauert der Entzug?

22.09.2015 Kommentar von add:

Meine Erfahrungen: Ritalin bleibt im Körper bis zu 12 Stunden. Die Gesamtauswirkungen sofortigen Entzuges dauern in der Regel 4-8 Stunden, während die Nachwirkungen bis zu 12 Stunden dauern können. Insgesamt dauern die Auswirkungen von Ritalin retard in der Regel 12 Stunden, während die Restwirkung bis zu 24 Stunden andauern können. Sobald man den Entschluss gefasst hat, das Medikament zu stoppen, können die Entzugserscheinungen schon ein paar Stunden nachdem die Wirkung von Ritalin abgeklungen ist starten. Die häufigsten Symptome beim Absetzen sind:

Absetzsymptome
Agitation
Veränderung der Herzfrequenz
Depression
extreme Müdigkeit
Übelkeit
Nervosität
unangenehme Träume

Gegen Drogensucht (Cannabis)

28.09.2018 Kommentar von Jan-Hendrik B.:

Schönen Guten Tag,
ich war jahrelang Drogenabhängig (überwiegend Cannabis).
Seitdem ich mit Ritalin behandelt werde habe ich den Konsum komplett eingestellt, da mir bewusst war, dass Cannabis und MPH zusammen eine schlimme Wechselwirkung ergeben kann. Während des Cannabiskonsums habe ich stark an Craving gelitten. Ich rauchte einen nach dem anderen.
Vermutlich habe ich unterbewusst, mit aller Kraft versucht Dopamin auszuschütten, da durch die Funktionstörung nicht genügend Dopamin-Neurotransmitter in den synaptischen Spalt gelangten.

Ich hatte vor der ersten Einnahme Angst, dass ich meinen Cannabiskonsum nicht einstellen kann. Nach der ersten Einnahme hat sich das Verlangen nach Cannabis komplett eingestellt. Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesem Erfahrungsbericht helfen.

Freundliche Grüße
Jan-Hendrik B.

Weitere Erfahrungsberichte

Rita35 sagte am 01.02.2021:
Ich selbst habe nun seit 2014 regelmäßig 80-100 mg Ritalin LA 40 Adult eingenommen.

Meist direkt nach dem aufstehen eine (40 mg), gegen Mittag eine Halbe (20 mg), gegen Nachmittag eine weitere Halbe (20 mg), sowie gelegentlich gegen Abend noch etwa eine weitere Halbe.

Ich bin etwa 178 cm groß und wiege 75 Kilogramm. Gelegentlich hatte ich Herzrasen, leichte Panikanfälle und sehr selten Schwindel und taube Hände/Füße, sowie starke Empfindlichkeit bei Licht.

In den meißten Fällen aber, hatte es sehr geholfen und die Dosierung hat sich als Ideal herausgestellt.

Da ich schon viele Entzüge für 1-2 Wochen hatte, da ich theoretisch nur 80 mg/Tag einnehmen darf und am Ende eben für wenige Tage kein Medikament mehr vorhanden ist, kann ich sehr gut darüber berichten.

Am Tag, an dem die letzte Tablette geschluckt wurde, fängt es langsam mit Panik an, da man weiß, dass es nun mehrere Tage ohne sein wird.

Der Tag darauf ist absolut katastrophal. Man schläft mindestens 12 Stunden bevor man tatsächlich aufsteht, da nach wenigen Minuten massive Müdigkeitsanfälle.

Den ganzen Tag dann, kämpft man mit einer Müdigkeit, als hätte man Tagelang nicht geschlafen und schläft mehrere male am Tag im Minutenschlaf ein.

Die Konzentration liegt bei 0 (Diese Antwort schreibe ich gerade am ersten Tag und 15 Stunden schlaf).

Die nächsten 2 Tage sind ähnlich, aber werden von Tag zu Tag besser. Am vierten, manchmal ab dem fünften Tag, hat sich der Körper wieder darauf eingestellt und fängt langsam an wieder normal zu arbeiten.

Ab dem sechsten Tag ist es fast, als wäre der Entzug nicht da. Man hat einen normalen Rhythmus, die Konzentration ist ähnlich und man fängt an wieder soziale Kompetenzen zu zeigen.

In der Regel ist ab den Tagen danach keine Änderungen mehr spürbar. Spätestens nach der Einnahme der nächsten Ritalin merkt man allerdings, dass es doch wieder Unterschiede gibt.

Fakt ist: Der Entzug ist mega eklig, sofern man arbeiten muss. Im Urlaub ist es allerdings überhaupt nicht schlimm und kann sogar entspannend sein, da man einfach abschalten kann.


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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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