Thioridazin (Melleretten)

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

Wirkung, Anwendung

Einordnung unter: Psycholeptika, Antipsychotika, Phenothiazin.
Wirkstoff: Thioridazin
Wirkung auf Organismus: antipsychotisch. Das Medikament ist in Europa vom Markt genommen worden.

Medikamente, die den Wirkstoff Thioridazin enthalten: Melleretten, Melleril.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig bei Thioridazin: Sedierung. Schläfrigkeit.

Gelegentlich bei Thioridazin: Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, Sehstörungen, Akkommodationsstörungen, Nasenverstopfung, orthostatische Hypotonie, Galaktorrhoe.

Selten bei Thioridazin: Verwirrung, Agitiertheit, Halluzinationen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation, Appetitlosigkeit, Harnverhalt, Inkotinenz, EKG-Veränderungen wie Verlängerung QTc-Intervalls, Tachykardie, Ammenorrhoe, Menstruationsstörungen, Gewichtsverändung, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Abnormalität Leberenzymwerte.

Sehr selten bei Thioridazin: Pseudoparkinsonismus, Konvulsionen, extrapyramidale Symptome bei Thioridazin: Tremor, Rigor, Akathisie, Dystonie, Dyskinesie, Hyperkinesie, Spätdyskinesie, Blässe, Herzrhythmusstörungen, Priapismus, Leukopenie, Thrombopenie, Agranulozytose, Hepatitis, Dermatitis, Hautausschläge, Urticaria, allergische Hautreaktion, Photosensibilisierung, Schwellung Ohrspeicheldrüse, Hyperthermie, Atemdepression, Retinopathia pigmentosa.

In Einzelfällen bei Thioridazin: Depression, Schlafprobleme, Albträume, psychotische Reaktionen, malignes neuroleptisches Syndrom, paralyt. Ileus, Torsade de pointes, plötzlicher Herztod (sudden death), Anschwellen der Brüste, periphere Ödeme, Anämie, Leukozytose.

Gegenanzeigen, Warnhinweise

Sollte möglichst nicht während der Schwangerschaft angewendet werden; Nutzen-Risiko-Abwägung.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert.

Gegenanzeigen: schwere Blutbildungsstörung, Enzymmangel – angeborener oder erworbener Mangel an CYP 2D6, Vergiftung durch Alkohol und Medikamente wie Opioide, Hypnotika und Psychopharmaka; toxische Psychosen und komatöse Zustände, Kinder unter 5 Jahren – bei älteren Kindern keine gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln. Koma oder komatöse Zustände und schwere ZNS-Dämpfung.

Kombination meiden mit Mitteln, die das QT-Intervall verlängern können bzw. CYP 2D6 Hemmern wie Betarezeptorenblockern, SSRI oder Trizyklika oder Mitteln, die den Metabolismus von Thioridazin verzögern wie Fluvoxamin, Pindolol oder Propranolol. Paragruppenallergie – gilt nur für Tropfen. Angeborenes QT-Syndrom, Torsade de pointes, Überempfindlichkeit gegen Thioridazin und andere Phenothiazine oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nur vorsichtig, überwacht und/oder geringer dosiert einsetzen von Thioridazin bei: Alter über 65 Jahre, Arteriosklerose, Asthma bronchiale, chronische Atemstörungen, schwere Depression, EKG-Veränderungen, Engwinkelglaukom, Epilepsie, Glaukom, Harnverhaltung, Herzerregungsleitungsstörung, Herzinsuffizienz, Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, organischer Hirnschaden, Hypokaliämie, schwere Hypotonie, Krampfanfälle in der Anamnese bzw. neurologisch erkennbare subkortikale Hinschäden, schwere Leberfunktionsstörung, Leberinsuffizienz, Leberschaden, Lungenemphysem, malignes neuroleptisches Syndrom in der Vorgeschichte, Mammatumor (Prolaktin-abhängiger) und andere prolaktinabhängige Tumoren, Niereninsuffizienz, Nierenschaden, chronische Obstipation, orthostatische Hypotonie, Parkinson-Syndrom und andere Stammhirnerkrankungen, Phäochromozytom, Pneumonitis, Prolaktinom und andere prolaktinabhängige Tumoren, Prostatahyperplasie mit Restharnbildung, Pylorusstenose, Darmstenose, Magenausgangsstenose, Sonnenexposition, Stammhirnprozess, Thrombose.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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