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Belzutifan + Cabozantinib bei fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom

Belzutifan plus Cabozantinib bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom, die zuvor mit einer Immuntherapie behandelt wurden

Belzutifan + Cabozantinib bei fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom

03.04.2023 Immuntherapien wie Anti-PD-1 und Anti-PD-L1 sind zu Standardtherapien der ersten Wahl für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (Nierenkrebs) geworden. Bei den meisten Patienten kommt es jedoch zu einem Fortschreiten der Erkrankung, ohne dass ein Konsens darüber besteht, welche Therapie als nächstes eingesetzt werden soll.

In einer offenen Phase-2-Studie unter der Leitung von Dr. Toni Choueiri vom Dana-Farber Cancer Institute untersuchten Forscher erstmals die Kombination von Cabozantinib – einem VEGF-TKI – und Belzutifan – einem HIF-2α-Inhibitor. Belzutifan hat bei stark vorbehandeltem fortgeschrittenem Nierenkrebs eine antitumorale Aktivität und eine günstige Sicherheit gezeigt.

Die Forscher haben bereits über die Ergebnisse der Kohorte 1 der Studie LITESPARK-003 berichtet. In dieser Studie wird über Kohorte 2 berichtet, die Patienten (im Alter von 18 Jahren oder älter) mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom einschließt, die zuvor eine Immuntherapie und bis zu zwei systemische Behandlungsschemata erhalten haben.

Die Studienergebnisse wurden in der Zeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht.

Die Patienten erhielten Belzutifan 120 mg oral einmal täglich und Cabozantinib 60 mg oral einmal täglich bis zum Fortschreiten der Krankheit, inakzeptabler Toxizität oder bis zum Abbruch der Behandlung.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24 Monaten zeigen die Zwischenergebnisse der Kombination eine vielversprechende Antitumoraktivität in dieser vorbehandelten Patientengruppe mit einer Krankheitskontrollrate von 92 % und einem überschaubaren Sicherheitsprofil.

Zum Zeitpunkt des Datenstopps (1. Februar 2022) betrug die mediane Nachbeobachtungszeit 24,6 Monate. 16 (30-8% [95% CI 18,7-45,1]) von 52 Patienten hatten ein bestätigtes objektives Ansprechen, darunter ein Patient (2%) mit vollständigem Ansprechen und 15 (29%) mit partiellem Ansprechen.

Die häufigste behandlungsbedingte Nebenwirkung des Grades 3-4 war Bluthochdruck (14 [27 %] von 52 Patienten). Schwerwiegende behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse traten bei 15 (29 %) Patienten auf. Ein Todesfall wurde vom Forscher als behandlungsbedingt eingestuft (respiratorisches Versagen).

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Kombination einen ungedeckten Bedarf decken könnte, und liefern eine Begründung für weitere Studien zur Kombination eines VEGF-TKI und eines HIF-2-Inhibitors, schreiben die Studienautoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet Oncology (2023). DOI: 10.1016/S1470-2045(23)00097-9

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