Canakinumab bei Anämie

Interleukin-1β-Hemmung durch Canakinumab verbunden mit einer verringerten Auftretenshäufigkeit von Anämie

25.03.2020 Die Hemmung von Interleukin-1β (IL-1β) mit Canakinumab ist mit einer verringerten Auftretenshäufigkeit von Anämie sowie verbesserten Hämoglobinwerten bei Patienten mit einer Baseline-Anämie verbunden laut einer in Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Mounica Vallurupalli vom Brigham and Women’s Hospital in Boston und Kollegen führten eine explorative Analyse einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie durch. Insgesamt 8.683 Teilnehmer der Canakinumab Anti-inflammatory Thrombosis Outcomes Study ohne Anämie bei Studieneintritt und 1.303 Teilnehmer mit vorherrschender Anämie bei Studieneintritt wurden nach dem Zufallsprinzip einmal alle drei Monate entweder mit Placebo oder Canakinumab behandelt.

Auftreten von Anämie

Die Forscher fanden heraus, dass die Inzidenz der Anämie mit steigenden Ausgangswerten des hochempfindlichen C-reaktiven Proteins (hsCRP) zunahm; Teilnehmer, die Canakinumab gegenüber Placebo erhielten, wiesen eine Abnahme von hsCRP und IL-6 auf.

Mit Canakinumab behandelte Teilnehmer ohne Basislinien-Anämie wiesen während einer medianen Nachbeobachtung von 3,7 Jahren signifikant weniger Fälle von Anämie auf als Teilnehmer, die Placebo erhielten (Hazard Ratio 0,84).

Der größten Nutzen von Canakinumab im Vergleich zu Placebo beim Auftreten von Anämie wurde bei den Teilnehmern mit der stärksten entzündungshemmenden Reaktion festgestellt.

Nach zwei Jahren Behandlung erhöhte Canakinumab die mittleren Hämoglobinwerte um 11,3 g/L im Vergleich zu Placebo bei den Teilnehmern mit einer Grundanämie.

Diese Daten unterstreichen die Rolle des IL-1β/IL-6-Signalwegs bei Anämie in einer großen Population mit chronischer Entzündung und motivieren das Design prospektiver Bestätigungsstudien, um Populationen zu identifizieren, die von entzündungshemmenden Therapien für Anämie profitieren könnten, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – DOI: 10.7326/M19-2945.



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