Desipramin (Pertofran)

AntidepressivaPsychopharmaka

Wirkung, Indikation

Wirkstoff: Desipramin ist ein trizyklisches Antidepressivum
Wirkung auf die Psyche: antriebssteigernd (thymeretisch), stimmungsaufhellend (thymoleptisch)
Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Österreich.

Desipramin wirkt im ZNS und hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und anderer Neurotransmitter aus dem synaptischen Spalt, wodurch depressive Symptome gelindert werden.

Indikation, Anwendung bei: Depressionen.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig bei Desipramin: Mundtrockenheit, Benommenheit, Schwitzen, Schwindel, Hypotonie, orthostatische Dysregulation, Tachykardie, Tremor, Akkommodationsstörungen, Obstipation, Gewichtszunahme, passagere Anstiege Leberenzymaktivitäten (meist Transaminasen);

gelegentlich bei Desipramin: Schlafstörungen, Miktionsstörungen, innere Unruhe, Durstgefühl, Hautausschläge, sexu. Funktionsstörungen;

selten bei Desipramin: Verwirrtheitszustände und andere delirante Syndrome, Kollapszustände, paralytischer Ileus, Harnsperre, Blutbildveränderung (Leukopenien), Galaktorrhoe, Leberfunktionsstörungen (z.B. cholestatische Hepatose), Erregungsleitungsstörungen; Verstärkung bestehender Herzinsuffizienz; allergische Hautreaktionen, Vaskulitis;

Einzelfälle bei Desipramin: Agranulozytose, zerebrale Krampfanfälle, motorische Störungen (Akathisie, Dyskinesen), Polyneuropathien, Glaukomanfälle; Löffler-Syndrom;

Vorsichtsmassnahmen bei Desipramin: bei älteren Patienten und hirnorganisches Psychosyndrom Provokation pharmakogenes Delirs vermehrte Krampfanfälle.

Warnhinweise, Gegenanzeigen und Beschränkungen

Gegenanzeigen

Desipramin nicht anwenden bei: AV-Block, akutes Delirium, unbehandeltes Engwinkelglaukom, Harnverhaltung, schwere Herzerregungsleitungsstörung, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, paralytischer Ileus, Intoxikation durch Alkohol und Medikamente (z.B. Opioide, Hypnotika und Psychopharmaka), Personen unter 16 Jahren, MAO-A-Hemmer (bei Wechsel mindestens 14 Tage Behandlungspause), Prostatahyperplasie mit Restharnbildung. Pylorusstenose, Überempfindlichkeit gegen Desipramin.

Anwendungsbeschränkungen

Beschränkungen bei der Anwendung von Desipramin: Personen über 65 Jahre und unter 18 Jahren, Blutbildungsstörung, Darmstenose, Epilepsie, Fruktose-Intoleranz, Saccharase-Isomaltase-Mangel, Laktase-Mangel, Galaktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption. Herzkrankheit, Angina pectoris, Bradykardie, hirnorganisches Syndrom, Hyperthyreose, Hypokaliämie, Kontaktlinsen, Sonnenexposition, Leberinsuffizienz, schwerer Leberschaden, schwerer Nierenschaden, bei bevorstehender Operation, paranoide Psychosen, Schizophrenie, Manie, QT-Syndrom, Suizidalität.

In der Schwangerschaft: Kontraindiziert.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert.



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