Lisdexamfetamin (Elvanse) Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu: Lisdexamfetamin (Elvanse)


Erfahrungen mit Lisdexamfetamin bei ADHS

13.10.2017 Kommentar von tdeotwon:

Mein 10 Jahre alter Sohn wurde vor 2 Monaten mit adhs diagnostiziert. Er hat in der Schule nur Sechsen bekommen (hat im Intelligenztest aber sehr gut abgeschlossen). Nach dem Beginn mit Lisdexamfetamin hat er nun fast nur Einsen und ein paar Zweier. Es hat ihm geholfen, sich zu konzentrieren und zu arbeiten. Dieses Medikament hat ihm sein Leben zurückgegeben. Nebenwirkungen waren leicht und die Auswirkungen auf sein Leben phänomenal!

11.11.2017 Kommentar von Cheno:

Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht. Ich habe vor kurzem mit 50 mg Elvanse 1 pro Tag angefangen und ich muss zugeben, dass ich nicht dachte, es könnte mir helfen, weil ich vorher Concerta genommen hatte, aber hat mir jetzt schon soviel in der Uni und zu Hause geholfen, sogar bei der Arbeit … das Medikament hilft Menschen mit ADHS wirklich.

08.02.2018 Kommentar von Hypie:

Mein Sohn wirkt unter Elvanse depressiv und ist gar nicht mehr fröhlich. Die Noten sind gleich wie ohne Medikation, im Gegenteil, er sagt, ohne Medikamente könne er besser denken! Er ist vor allem unruhig und impulsiv. Im Intelligenztest hat er sehr gut abgeschnitten.

Elvanse 40mg

22.03.2019 Kommentar von Obi:

Sohn 8 Jahre nimmt 40 mg extreme Gewichtsabnahme, nach einigen Wochen wird er immer dünner, Zeit bis Rebound wird immer kürzer, sehe keinen Sinn mehr in diesem Medikament. Wirkt weder fröhlich noch interessiert an seiner Umwelt in der Wirkunksphase.

Elvanse bei Erwachsenen mit ADHS

06.08.2019 Erfahrung von Andromeda:

Ich gehöre zu dem Patientenkreis „ADHS bei Erwachsenen“, bei dem die gängigen Medikamente keinen Erfolg hatten.

Was aber nicht gleich bedeutet, dass es sich um eine Fehldiagnose handelt. Abgesehen davon, dass das menschliche Gehirn sehr individuell und komplex ist, reagiert logischerweise nicht jeder gleich auf die Wirkstoffe.

Da es bei mir aber genügend Hinweise gab bzw. gibt, die für das Vorliegen einer AD(H)S sprechen, führten meine Recherchen mich schließlich zu einem Medikament, …

… das jedoch nur bei Kindern sowie Erwachsenen, die bereits in ihrer Kindheit davon profitierten, von den deutschen Krankenkassen übernommen wird. Setzt konsequenterweise also voraus, dass die Diagnose bereits in der Kindheit oder Jugend gestellt wurde. Ansonsten kommt, wie bspw. bei mir, nur der Off Label Use = die zulassungsüberschreitende Anwendung infrage. Im Klartext: selbst zahlen.

Bei guter Wirksamkeit kann der Arzt aber einen Antrag bei der Krankenkasse stellen, der vom MdK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) natürlich gründlich geprüft wird. Wird dem Antrag stattgegeben, prima, wenn nicht, heißt es halt wiederum: selbst zahlen … oder verzichten, wenn dies finanziell nicht möglich ist.

Glücklicherweise bin ich in der Lage, die Kosten zu tragen. Die Antragstellung auf Kostenübernahme kann jederzeit vorgenommen werden.

Der Wirkstoff dieses speziellen Medikaments ist LDX (Lisdexamfetamin), kann aber nur verordnet werden, wenn die anderen Medikamente, wie bspw. bei mir, erfolglos waren.

Zu meiner Überraschung reagierte ich auf LDX sofort positiv, sodass ich es seitdem nach Bedarf anwende. Im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen muss es also nicht täglich bzw. regelmäßig eingenommen werden und erlaubt auch längere Einnahmepausen. Eine recht flexible Sache also, die auch mögliche Nebenwirkungen reduziert. Abgesehen davon besitzt LDX insgesamt ein erheblich weniger horrendes Nebenwirkungspotenzial als bspw. das von MPH (Methylphenidat).

Selbstverständlich stellt das Vorstehende nur meine persönliche Erfahrung dar, ich stelle also lediglich Informationen zur Verfügung, die ich mir als Betroffene angeeignet habe.

LDX gehört zu den Amphetaminen und unterscheidet sich vor Allem in seiner Wirkungsweise. Näheres zu LDX ggf. mal in einem neuen Beitrag, da das Ganze hier sonst einfach zu lang werden würde.

05.09.2019 Erfahrung von bESSERwISSEr:

Ich muss mich hier einmal zu Wort melden da die hier geteilten Informationen bzgl. der medikamentösen Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter nicht korrekt sind. Auch die Erklärung der Substanz Lisdexamfetamin und deren Pharmakologie ist nur bedingt richtig.

Vorweg, ich bin 39 Jahre alt und bei mir wurde vor 1,5 Jahren ADHS diagnostiziert. Es fand demnach vorher keinerlei medikamentöse oder sonstige Behandlung statt.

Um hier keine Doktorarbeit zu verfassen werde ich versuchen mich kurz zu fassen und nicht explizit auf die vorherigen Texte einzugehen. Für die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter ist es unabdingbar das die Symptome seit dem 12. Lebensjahr oder früher bestehen ( früher seit dem 7. Lebensjahr). Dies ist Voraussetzung um ADHS von anderen psychischen Erkrankungen abzugrenzen, da davon ausgegangen wird das ADHS angeboren ist und sich nicht irgendwann im späteren Leben entwickelt.

Bezüglich der möglichen medikamentösen Behandlung bei Erwachsenen ist es so das bis 2013 in Deutschland kein erstattungsfähiges Fertigmedikament für Erwachsene existierte da bis dahin davon ausgegangen wurde das sich ADHS irgendwann „auswächst“. Eine Behandlung von Erwachsenen mit Medikamenten war nur dann möglich wenn die Behandlung bereits im Kindes- oder Jugendalter begonnen wurde, nicht unterbrochen wurde und eine nachgewiesene Notwendigkeit und Wirksamkeit besteht. Die Weiterbehandlung war unter diesen Umständen aber nur mit dem zuvor verwendeten (eigentlich für Kinder zugelassenen) Medikament möglich.

Welches Medikament das ist obliegt aber nicht dem Behandelnden Arzt sondern ergibt sich aus entsprechenden Vorgaben in welcher Reihenfolge die Medikamente verordnet werden können. Bei Kindern und Jugendlichen war und ist bis heute Methylphenidat das Medikament für die so genannte first line Medikation. Nur wenn sich dessen Wirkung für unzureichend herausstellt oder es nicht vertragen wurde könnte eine Behandlung mit Amphetamin versucht werden. Für diese Patientengruppe war anfangs nur D/L Amphetamin als Individualrezeptur verfügbar. Irgendwann kam dann Attentin als Fertigmedikament hinzu welches ausschließlich das Enteromer (Dextroamphetamin) enthält. Die isomerische Trennung ist pharmazeutisch sinnvoll da das Desteromer (Lenovoamphetamin) für die physischen Effekte wie Erhöhung des Puls und Blutdrucks,Pupillenerweiterung, Schwitzen etc. verantwortlich ist seine psychoaktive Potenz der des D/amph. um den Faktor 4 unterlegen ist.auch
Einige Zeit später kam dann noch die Lysin gebundene Variante dazu.

Bis 2013 war also eine Behandlung von Erwachsenen weder mit MPH noch einem Amphetamin Präparat möglich, abgesehen von dem oben genannten Sonderfall. Hier wäre zwar eine offlabel Behandlung möglich gewesen aber eine Erstattung durch die KK wohl eher nicht.

Ab 2013 hat sich diese Sachlage allerdings geändert. Die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter ist nun, natürlich unter den entsprechenden Diagnosekriterien, möglich und die Behandlung mit MPH wurde erstattungsfähig. Zu diesem Zweck wurde von Ritalin und Medikinet jeweils eine „adult“ Variante auf den Markt gebracht. Beide konnten fortan also verschrieben werden auch wenn zuvor noch keine Behandlung im Jugendalter erfolgt ist. Es wurde allerdings nur MPH für die Behandlung zugelassen da für Amphetamin bis dato die Wirksamkeit bei ADHS im Erwachsenenalter nicht nachgewiesen war.

Wer also mit MPH aus irgendeinem Grund nicht zurecht kam dem blieb hier also nur die Möglichkeit der offlabel Verschreibung via Privatrezept. Eine Kostenübernahme (die man in übrigen auch selbst beantragen kann) war allerdings unwahrscheinlich da eine Krankenkasse weder eine soziale Einrichtung ist, noch Goodwill oder Kulanz zeigt und ausschließlich wirtschaftliche Interessen verfolgt. Zumal es sich bei ADHS laut Ansicht der „Experten“ nicht um eine lebensbedrohende und somit dringend zu behandelnde Erkrankung handelt.

Seit Anfang 2019 hat sich hier aber einiges getan. Es gibt nun diverse Studien die auch bei Erwachsenen die Wirksamkeit von Amphetamin belegen. In manchen Punkten, insbesondere bei Komorbiditäten die bei Erwachsenen öfter bestehen, hat sich Amphetamin sogar als signifikant überlegen gezeigt. Aus diesem Grund wurde mit Lisdexamfetamin nicht nur ein weiteres Medikament für die Behandlung von Erwachsenen freigegeben und ist somit erstattungsfähig, sondern sogar die Vorgabe der firstline Medikation entsprechend angepasst. Fortan ist demnach bei Erwachsenen zuerst die Behandlung mit LDX, noch vor der mit MPH, empfohlen.

Das bedeutet Elvanse Adult (Lisdexamfetamin) kann seit ein paar Monaten problemlos durch einen Facharzt verschreiben werden und die Kosten müssen und werden nun von der Krankenkasse übernommen!

Aus dem Grund, lieber Vorschreiber, ist seine Aussage man müsse die 110€ selbst tragen schlichtweg falsch!
Wenn du dir das so problemlos leisten kannst und dir das Geld nicht fehlt, spende es doch besser für einen guten Zweck als es einem Konzern (der Krankenkasse) der nur wirtschaftliche Interessen verfolgt zu schenken.
Das wäre doch was für’s Karma.😉

Es ist übrigens auch nicht richtig das die Lysinbindung aus Gründen der besseren Bio Verfügbarkeit wegen entwickelt wurde.
Die Gründe sind viel banaler, es geht lediglich um eine Senkung des Missbrauchspotenzials. Retardierung ließe sich auch einfacher bewerkstelligen.
Die Pharmakologie kann aber jeder bei Wikipedia nachlesen, die brauche ich hier nicht auch noch ausführen.

Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen hier mit diesen Informationen helfen da ich selber mit MPH nicht gut zurecht kam und aus eigener Tasche zu zahlen war mir nicht möglich. Seit 3 Wochen habe ich nun Elvanse Adult (auf Rezept 😉) und das funktioniert bei mir perfekt. Ich bin komplett Symptomfrei für etwa 11 Stunden nach der Einnahme.
Schöne Grüße an alle „Leidensgenossen und Genossinnen“ 😇

Der Wirkmechanismus von Lisdexamfetamin bei ADHS

02.09.2019 Erfahrung von Andromeda:

Seit etwa einem Dreivierteljahr nehme ich das Medikament Elvanse mit dem Wirkstoff Lisdexamfetamin (LDX). Es ist seit 2013 in Deutschland zugelassen und fällt wie bspw. Ritalin unter die Anlage III des BtMG (verkehrs- und verschreibungsfähige Betäubungsmittel).

Der Unterschied zu Methylphenidat (MPH), wie in Ritalin, ist vor Allem die Wirkungsweise. Während MPH die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin in die Nervenzellen „nur“ hemmt, kehrt LDX die Arbeitsrichtung der dafür zuständigen Transporter, vor Allem der Dopamintransporter (DAT), um. Während diese Hemmung durch MPH außerdem analog zur Aktivität der Nervenzellen geschieht, wirkt LDX unabhängig von der Zellaktivität. Auf diese Weise gelangt mehr bzw. eine ausreichende Menge Dopamin (und Noradrenalin) in den synaptischen Spalt, den Raum zwischen den Nervenzellen. Zudem wirkt LDX wesentlich länger, je nach Darreichung bis zu 13 Stunden, sodass eine einzige Einnahme pro Tag genügt.

Man kann also sagen, dass LDX stärker und zuverlässiger wirkt, bedeutet aber auch, dass man damit besonders sorgsam umgehen sollte, um die Vesikel, die Speicherbläschen von Dopamin (und Noradrenalin), nicht „auszubeuten“. Ein übermäßiger Gebrauch bzw. Missbrauch kann Depressionen nach sich ziehen, weil es eine Weile dauert, bis die Speicherbläschen wieder mit genügend Dopamin aufgefüllt sind.

Im Gegensatz zu MPH gehört LDX zu den „reinrassigen“ Amphetaminen und existiert in zwei Varianten: L-Amphetamin und D-Amphetamin, wobei die Präfixe L für levo = links und D für dextro = rechts stehen. LDX existiert also in zwei „Spiegelbildvarianten“. (Ist nur von Amphetamin die Rede, handelt es sich um ein Racemat, also ein 1:1 Gemisch aus L- und D-Amphetamin.)

Da D-Amphetamin eine stärkere Wirksamkeit hat als L-Amphetamin, wird es bei der Herstellung von Arzneimitteln bevorzugt, wie eben bei Lisdexamfetamin, das voll ausgeschrieben übrigens so aussieht:

Levo-Lysin-Dextro-AlphaMethylPHenEThlyAMIN. :shock:

Lysin bzw. L-Lysin ist eine natürliche Aminosäure, die man dem Dexamphetamin sozusagen angehängt hat, damit das Amphetamin auch in vollem Umfang verfügbar ist. Dafür muss es im Körper aber erst wieder aufgespalten werden, was vor Allem durch die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen geschieht. Das Lysin wird abgekoppelt und erst dann wird das D-Amphetamin zu einem aktiven Metaboliten.

Somit ist LDX eine Prodrug, in dieser Form also noch inaktive, wirkungslose Vorläuferstufe und beugt so auch dem Missbrauch vor. Es etwa als schnelle Partydroge zu benutzen, ist also per se sinnlos, denn bis es seine Wirkung entfaltet hat, ist die Party vorbei. Es muss schlichtweg durch den Verdauungstrakt, wo es zwar recht rasch resorbiert, also aufgenommen wird, …

… aber bis die maximale Plasmakonzentration erreicht ist, dauert es halt so 3 bis 4 Stunden.

Eine, wie ich – aus der Sicht des interessierten Laien – finde, ganz ausgeklügelte Sache.

Der einzige Haken an dieser Sache sind die relativ hohen Kosten von rund 110 EUR pro Monatspackung, wenn man es – als diagnostizierter Erwachsener, wie ich – i.d.R. selbst zahlen muss. Da mir dies aber glücklicherweise möglich ist, ist die positive Wirkung auf mich bei ggf. geringen Nebenwirkungen mir diese Kosten wert.

Dosierung von Elvanse adult

15.09.2019 Erfahrung von Kate:

Mich würde interessieren, in welcher Dosierung ihr (sofern es wirkt) elvanse adult einnehmt und in welchen Schritten eine Anpassung der Dosis erfolgt ist.

Gewöhnung an Elvanse?

09.11.2019 Erfahrung von frnatic:

Ich bin 19 Jahre alt (m) und nehme nun, nachdem Ritalin und Medikinet Adult eher das Gegenteil ihres eigentlichen Effekts verursacht haben (Erregtheit, Euphorie), seit 2 Tagen Elvanse 20 mg ein.
Mein Hauptproblem bei meinem ADHS sind die impulsiven Handlungen sowie die enormen Konzentrationsschwierigkeiten, außerdem hat mein Psychater festgestellt dass ich mich in einer mittelschweren depressiven Verstimmung befinde.

Schon nach der Einnahme der ersten Elvanse bemerkte ich erneut diese Angespannt-/Erregtheit welche ich auch bei Ritalin und Medikinet kannte. Desweiteren war mir etwa 1 Stunde nach der Einnahme ziemlich übel und ich fühlte mich etwas neben der Spur. Das verging nach ca 45 Min wieder. Trotzdem konnte ich über den Rest des Tages keine Besserung meiner Symptome feststellen, ganz im Gegenteil. Ich bekam ab und an Euphorie-Schübe, sprach mehr mit mir selbst als sonst, und war aber auch gleichzeitg reizbarer.

Heute, nach der 2. Einnahme, bemerkte ich in etwa das gleiche wie am Vortag. Ich kann mich immer noch nicht auf nur eine Sache konzentrieren, lasse mich immer noch schnell ablenken und kann mich nicht zu den alltäglichsten Dingen wie Aufräumen überwinden.
Noch dazu ist meine Stimmung getrübter als sonst, naja besser gesagt ich fühle eigentlich gar nichts.
Ach und mein Appetit ist auch deutlich weniger geworden.

Meint ihr dass mein Körper vielleicht erst eine gewisse Zeit braucht bis es sich an den Wirkstoff gewöhnt und Elvanse richtig wirkt?

Elvanse wirkt nicht; eher Cannabis?

09.11.2019 Erfahrung von Patze:

Ich nehme jetzt seit 5 Tagen Elvanse, 30mg
Außer anfänglichen Nebenwirkungen die bis ca gestern anhielten, konnte ich allerdings keine Wirkung verspüren..
Bei der ersten und zweiten Einnahme hatte ich ca 2h nach der Einnahme kurze Euphorieschübe, die sich relativ schnellt ich erübrigten Was ich dazu sagen sollte: ich habe bis einschließlich Sonntag über viele Monate Cannabis konsumiert
Ist das vielleicht der Grund warum ich Nix merke?
Ich konnte auch von Leuten lesen, die relativ sofort nach Einnahme positive Wirkungen versprühen konnten.

Ich hatte eigentlich große Hoffnungen kn das Medikament gesetzt, aber um ehrlich zu sein würde ich es am liebsten wieder absetzen und weiter Cannabis konsumieren..

Ich bin dankbar für jeden rat und Meinung

ADHS-Fehldiagnose?

03.12.2019 Erfahrung von Adhsler:

Ich nehme bisher kein Elvanse, möchte mich nur mal zu einigen vorherigen Kommentaren hier äußern:

Ich denke, wenn jemand sowohl bei Medikinet, Ritalin als auch Elvanse die gegenteilige Wirkung versprüt, als die, die ein ADHSler eigentlich erfahren sollte (Sprich: euphorisch, aufgedreht, unruhig) dann sollte doch sowohl dem verschreibendem Arzt, als auch dem Patienten selbst mal der Gedanke kommen, dass KEIN Adhs vorliegt. Die beschriebene Wirkund ist die eines nicht an ADHS-„leidenden“ Menschen.

Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie jemand jegliches Medikament ausprobiert und nicht einsehen kann, dass er offensichtlich eine falsche Diagnose erhalten hat. Die Probleme werden woanders herrühren und darum sollte sich gekümmert werden. Die Medikamente sind für die Menschen, die sie wirklich brauchen, so wundert es mich kaum, dass sich das Bild in der Öffentlichkeit nicht verändern kann solange weiterhin so verantwortungslos von Ärzten und auch „Patienten“ damit umgegangen wird.

Ads Erfahrungen

08.12.2019 Erfahrung von Lilu:

Ich nehme jetzt seit 5 Jahren Elvanse.
Bei mir wurde ADS vestgestehlt als ich 9 war. Habe vorher andere Medikamente genommen retalin und auch medikenet da hatte ich zu viele Nebenwirkung.
Zuerst dachte ich bei elvanse das sie viel besser sind und helfen, seit ungefähr 2 Jahren habe ich bemerkt als ich es ohne elvanse versuchen wollte aber nicht mehr ohne elvanse kann.
Ich erzähle das hier weil ich dieses Medikament keinen weiter empfele möchte ich weis selber wie es ist als Kind sich nicht konzentrieren zu können aber dieses und auch andere Medikamente sind keine Lösungen dafür da ich ersten keine Lebensfreunde mit diesem Medikament mehr habe und ohne dieses Medikament ein deutliches suchtgefühl habe und es auch an Darm und Margen geht jeder muss für sich selber entscheiden ob er dieses Medikament nehmen möchte oder auch nicht aber als Kind kannst du es nicht selber entscheiden und ich rate allen davon ab ! Und man sollte eine andere Lösung finden für einen langen Zeitraum ist dieses Medikament wirklich keine Lösung und macht nur Probleme
Und ich hoffe einfach das andere mit diesem Medikament nicht solche Probleme haben und auch nicht bekommen werden

Schlimme Erfahrungen mit Elevanse/ADS

22.02.2020 Erfahrung von BKH:

Unser Sohn nimmt seit über einem Jahr Elevanse ein. Er bekam das Medikament aufgrund von ADS, also kurzen Konzentrationsspannen in der Schule.

Wir hatten damals keinen Einfluss mehr auf die Verschreibung, da er schon 18 Jahre alt war. Ein vernünftiges „therapeutisches Programm“ wurde ihm damals nicht angeboten. Er wurde auch nicht nach seinen Problemen (Ängsten) befragt. Im Adoleszenten Alter verschweigen die Kinder gerne das eine oder andere. Jetzt, wo sich alle möglichen Nebenwirkungen gezeigt haben, spricht er wieder ganz offen mit uns.

1) Elevanse macht stark abhängig
2) Die Einnahme von Elevanse sollte dringend unterlassen werden bei Menschen mit Hochsensibilität
3) Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Angststörungen, Depressionen kamen nach einiger Zeit hinzu
Jetzt, kurz vor dem Abitur geht es ihm so schlecht, dass sogar ein Harnverhalt hinzukommt. Er nimmt nun seit 5 Tagen das Medikament nicht mehr und ist nun sozusagen auf Entzug.

Wir Eltern sind nun auf der Suche nach einem guten Therapeuten. Unser Sohn hatte es selbst versucht in 2 therapeutischen Praxen anzurufen, aber man hat ihn direkt abgewiesen mit der Begründung, dass man in 18 Wochen keinen Termin frei hätte.

Liebe Eltern, überlegen Sie gut, ob Sie ihrem Kind mit einer chemischen Tablette helfen oder ob es nur ein Tropfen ist an dem man sich hält, weil man die Hoffnung hat, dass durch die Gabe einer Tablette (Amphetamin = eine Droge) alles besser wird.
Nein! Das wird es nicht.

Suchen Sie frühzeitig therapeutische Unterstützung, achten Sie darauf, dass ihr Kind möglichst wenig Zucker zu sich nimmt und beobachten Sie das Suchtverhalten ihres Kindes.

Am Ende des Leidensweges unseres Sohnes und seiner Verzweiflung ist er nun auf einem guten Weg und zwar einem natürlichen, gesunden Weg.

Gute Erfahrung mit Elvanse

04.03.2020 Erfahrung von Tommekk:

Ich würde hier auch gerne mal meine Meinung zu elvanse/LDX schildern.

Ich bin 21 Jahre und leide seit bestimmt 5 Jahren an chronischer rezidivierender Depression.
Die Gründe für meine Erkrankung hier zu schildern würden über klar den Rahmen sprengen. Nachdem ich mich in meiner letzten depressiven Phase mit etlichen Mitteln die mit Sicherheit unter das BTM gesetz fallen würden selbst bis an den Rand einer Psychose „Therapiert“ habe zog ich einen Schlußstrich.

Auf den Rat meiner Psychotherapeutin, mit welcher ich mich geschlagene zwei Stunden unter Tränen unterhalten habe, eine mögliche undiagnostizierte Ad(H)s Erkrankung abzuklären fand ich endlich einen Psychiater der sich diesbezüglich auch mit Erwachsenen Betroffenen auskennt. Er hat sich meine komplette Leidensgeschichte angehört ohne mir nach fünf Minuten Anamnese irgendein Antidepressivum zu verschreiben.

Mir wurde Elvanse 30mg verschrieben mit dem Hinweis das zu Anfang Nebenwirkungen auftreten können und ich sehr auf mein Befinden achten solle (mit Hinblick auf meine Vergangenheit).

Zunächst war ich sehr skeptisch da mir früher MPH (natürlich selbst verordnet=Dumm) aufgrund seiner Stark psychisch ausgeprägten Wirkung garnicht gut getan hat.
Eine Stunde nach der ersten Kapsel fühlte ich wie mein Mund trocken wurde und mir irgendwie warm wurde.

Die ersten drei bis vier Tage fühlte ich mich irgendwie müde, war aber hellwach, irgendwie merkwürdig.

Die ersten zwei bis etwa drei Wochen nach Beginn der Einnahme fühlte ich mich irgendwie zerrissen. Zwischen zwei Welten. Nichts halbes und nichts ganzes. Meine Gedanken waren nur so am Kreisen. Um mich abzulenken begann ich damit schon lange überfällige Aufgaben zu erledigen wie Sachen auszusortieren, Papierkram zu erledigen etc. Auch am Normalen Alltag konnte ich wieder teilnehmen, ganz ohne starke Impulsivität, gereiztheit oder Ungeduld.

Zu Ende des ersten Monats bemerkte ich eines aber ganz besonders. Alles was ich anfing, es wurde zu Ende gebracht. Eins der Dinge, die auf Ritalin nicht zu beobachten waren.

Der Appetit ist wärend der Einnahme natürlich gedrückt (klar, Amfetamim), jedoch adaptiert sich der Organismus und später kommt er auch wieder.

Nach einem weiteren Monat auf 30mg Elvanse und guten Resultaten wurde ich auf 50mg erhöht und was soll ich sagen, nun waren auch Aufgaben für die man sich tatsächlich längere Zeit auf eine Sache konzentrieren muss zu schaffen.

Seitdem fahre ich meiner Meinung nach gut auf den 50mg und fühle mich fast schon wie ein neuer Mensch. Endlich kann ich mit dem was ich schaffe zufrieden sein, endlich kann ich am Ende des Tages zurückblicken und sagen,
dieser Tag war nicht verschwendet.

Was ich dem lieben Leser der sich die Mühe gemacht hat bis hier hin zu lesen mit meinem Text sagen möchte ist zum einen, ADHS kann lange unenddeckt bleiben und durch das „anders“ sein eines betroffenen, wie in meinem Fall, unterschiedliche folgeerkrankungen hervorrufen und zum anderen, dass Lisdexamfetamin wie es in Elvanse enthalten ist gute Resultate erbringen kann. Es wirkt in meinen Augen deutlich subtiler als Methylphenidat aber dafür effektiver.

Leider kann ich keine Auskunft dazu geben wie es mit längeren Abstinenzphasen aussieht da ich zwar seit knapp einem halben Jahr die Kapsel nehme, jedoch nie längere Pausen gemacht habe.

P.S. Seit meinem Schlußstrich habe ich nie mehr illegale Substanzen konsumiert. Ich kann nur deutlichst davon abraten seine Probleme auf diese Weise zu lösen. Vielleicht nimmt sich ja der ein oder andere ein Beispiel an meiner Geschichte und macht sich einen Termin für ein Lotsengespräch beim Therapeuten.

Meine Erfahrung mit Elvanse: Vor- und Nachteile gegenüber Methylphenidat

06.06.2020 Erfahrung von RHZ:

Was meine Erfahrungen angeht: es hat seine Vor- und Nachteile gegenüber Methylphenidat

Ich hatte Elvanse Adult 30mg.

Vorteile:

– sanfteres Ein- und Ausklingen und kein Rebound, durch längere Halbwertszeit
– keine Mahlzeiten dazu erforderlich, einmalige Einnnahme morgens
– lange Wirksamkeit bis mit ca. 12 Stunden
– bessere Wirksamkeit (meine Erfahrung)

Nachteile:

– Nebenwirkungen deutlich ausgeprägter (Häufigeres Wasserlassen, Pulsanstieg bei mir um 20 höher!)
– Man wird sehr teilnahms- und emotionslos
– Noch nicht lang auf dem Markt bzw. erforscht
– Relativ teuer, kostet ca. das dreifache von MPH (übernimmt aber die Krankenkasse)

Fazit: Wären die fatalen Nebenwirkungen nicht, wäre es eine perfekte Alternative zu Methylphenidat. Dies kann aber auch bei jedem anders wirken. Einen Versuch ist das Medikament in jedem Fall Wert. Aber Achtung bei den Blutdruck- und Pulswerten (am besten stündlich am 1. Tag nach der Einnahme kontrollieren).

Tipp: Da es nur die 30mg Kapseln gibt für Erwachsene den Kapselinhalt in Wasser auflösen und davon 1/3 trinken. Bei nicht ausreichender Wirkung dann ggf. die Hälfte des Glases beim nächsten Versucht. 30mg entsprechen ca. 20mg Ritalin, mit Ritalin steigt man ja auch erstmal mit 5-10mg zum Finden der richtigen Dosis ein.

Aber Faustregel: Die minimal nötigste Dosis für eine effektive Wirkung, da sich der Körper daran gewöhnen (kann) und man ggf. nach einigen Monaten die Dosis steigern muss, oder eine mehrwöchige Pause einlegen muss.

Wer dann stark in der Pause leidet, sollte seinen Arzt für diese Zeit als Ersatz nach Diazepam fragen (aber bitte nicht länger als 2-3 Wochen einnehmen). Es sediert und fährt die ADHS-Symptome auch ganz gut runter. Aber da es ein Benzodiazpein ist, ist die Abhängigkeitsgefahr sehr groß. Und hier kann man nach monatelanger Einnahme dann nicht so einfach wieder aufhören, wie bei Stimulanizen, da man ohne langwieriges Absetzen und herunterdosieren ansonsten Krampf-, -Erregungs und Angst-Anfälle bekommt.

Und noch eine Anmerkung, für welche, die Stimulanzien nicht vertragen oder einnehmen möchten / können: Das SNRI Venlafaxin wirkt in hohen Dosen (150-300mg/Tag) auch sehr gut bei ADHS, da es ab 150mg auf Noradrenalin wirkt und ab 300mg auch in kleinen Mengen auf Dopamin. Da Strattera teilweise schwere Nebenwirkungen besitzt und die Leute nicht so gute Erfahrungen damit machen, ist es auch sehr gut und wirkt auch effektiv gegen Angst. Auch bleibt bei Venlafaxin der heftige Rebound aus, den man unter Methylphenidat insbesondere aufgrund der kurzen Halbwertszeit hat. Nur braucht das Medikament seine guten 3-5 Wochen, bis es seine Wirksamkeit zeigt. Aber auch hier unbedingt auf den Blutdruck und den Puls achten.

Wer noch Fragen zu meinen Erfahrungen meiner eingenommenen Medikamente hat, kann mich gerne fragen.

Ansonsten ist es wirklich sehr gut, dass Elvanse nun auch für Erwachsene zugelassen wird. Und ich denke durchaus, dass es früher oder später das Mittel erster Wahl werden könne, da die Reboundproblematik unter Ritalin und das auf und ab der Wirkung über den Tag doch sehr belastend sein kann.

Gute und schlechte Erfahrungen mit Elvanse adult 30 mg

01.08.2020 Erfahrung von Mathe ass:

Guten tag,

Nach dem ich alles hier gelesen habe wollte ich auch kurz meinen Senf dazu geben. Ich bin 19 Jahre alt und habe 1 Jahr lange methylphenidant benutzt. Zu meiner anfangs Zeit gab es noch kein Elvanse adult. Doch ich hatte Nebenwirkungen wie :Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, und eine gewisse Art von Benommenheit. Eigentlich konnte ich gut damit leben doch während man so gesehen vom Medikament wieder aus nüchtert geht es einem so dreckig. (Ich spreche für mich) Mir war übel, ich hatte einfach Erscheinungen eines Entzugs wenn man es so sehen will, aber das jeden Tag. Und ich denke der größte negative Punkt ist es das ich die Dosis immer höher schrauben musste einfach weil es irgendwann nicht mehr so gewirkt hat wie am Anfang.

Und so bin ich zu Elvanse adult 30 mg gekommen seit knapp 1er Woche nehme ich das jetzt und ich kann über gute aber auch über schlechte Bereiche vom Medikament berichten.

Gute Erfahrung: Ich habe nicht mehr diese Dreckigen aus nachgerufen ich fühle mich gut während der Wirkstoff im Körper abgebaut bzw. abgebaut worden ist. Das Medikament wirkt viel stärker als das Medikinet was zur Folge hat das man sich besser konzentrieren kann. Die Dauer der Wirkung ist einfach nur unglaublich, das ist glaube ich das beste irgendwie an allem. Man muss nicht mitten am Tag noch eine nehmen, Medikinet hat bei mir nach 3 std wieder nach gelassen und dann ging’s mir dreckig während ich noch eine genommen habe.

Schlechte Erfahrungen: ich sage wie es ist. Elvanse adult ist ein Amphetamin und somit vergleichbar mit Drogen wie Speed und kokain. Sprich man ist halt so gesehen drauf und wie ich oben schon meinte sie wirken stärker also ist man sogar noch mehr drauf als bei Medikinet. Ich hatte noch nie mit Drogen was zu tun, weswegen diese Erfahrung mich sehr schockiert hat. Wenn man die Möglichkeit hat andere Adhs Mittel zu benutzten die keine Amphetamine sind würde ich erstmal auf die zugreifen. Das zweite ist ich habe einen sehr trockenen Mund, nicht wirklich Durst aber durch den trockenen Mund trinke ich viel weswegen ich sehr oft aufs Klo muss. In der abklingzeit tritt manchmal Übelkeit aus, aber nicht so schlimm wie bei dem Medikinet sondern vieeeel angenehmer. Was mehr oder weniger auch ein positiver Punkt ist. Man bedenkt unser diesen Amphetaminen sehr vieles sprich Leute die an Depressionen leiden sollten diese Tabletten so gut wie möglich vermeiden ich als eher euphorischer Mensch wurde schon etwas mit genommen, und das in einer Woche.

Fazit: Liebe Eltern, ich gebe ihnen ein Rat hoffentlich nehmen sie es sich zum Herzen, natürlich weiß ich nicht wie das Elvanse für Kinder wirkt. Aber am Ende ist es ein Amphetamin, bitte geben sie ihren Kindern keine Amphetamine sie würden auch nicht wollen das ihr Kind irgendwelche Drogen wie Speed zusich nehmen. Natürlich ist dies ein Medikament aber die Wirkung ist Jacke wie Hose. Es ist traurig zu hören das Kinder die 7 oder so sind high durchs Leben laufen. Ich meine das wirklich man ist high am Ende und ich kenne so viele die dies auch berichten. Ich als erwachsener Mensch komme gut damit klar auch wenn ich ein antidrogen Mensch bin und strikt gegen Drogen wie Amphetamine bin. Aber leider hilft mir zurzeit nichts anderes.

Aber wenn sie eine Möglichkeit haben sollten geben sie ihrem Kind erst alle anderen Tabletten als diese hier. Zu Not auch medizinisches Cannabis, dies ist zum mindestens pflanzlich. Und ich glaube das das high sein nicht so ist wie auf diesen Tabletten. ( nur eine Vermutung habe noch nie Drogen wie diese genommen.) und mein Fazit An alle erwachsenen: wenn die Nebenwirkungen nicht so stark sein sollte und Siri mit den anderen Medikamenten nicht klar gekommen sind kann es ein SEHR gutes Präparat sein. ( p.s auf passen sowohl an die Kinder und Erwachsenen, die Tabletten machen süchtig bzw abhängig und das mehr als Medikinet laut meinen Erfahrungen. )

Weitere Erfahrungsberichte

19.09.2020 Erfahrung von Nova:

Ich habe eine ADHS-Diagnose. 50 Jahre, männlich. Mit den klassischen Problematiken. Ritalin/Concerts waren schwierig, weil die Wirkungsgrade Zu stark variierten.
Seit 4 Tagen Elvanse 20mg.
Die positiven Effekte im Sozial-Berufsleben sind kolosal! Kurz gesagt, sehe ich typische Fettnäpfchen im vorraus und handle konstruktiv, auf allen Ebenen. Ich analysiere mich bzw. mein Erleben und Verhalten ständig. Dazu schreibe Ich Tagebuch. Ich kann es wirklich kaum glauben, zu was ich plötzlich fähig bin. Feed backs aus meiner Umwelt bestätigen dies.
Schattenseite: Schlafprobleme! Arbeite daran. Habe einmal Melatonin 5mg genommen, hat geholfen.
Anmerkung: Keine Medication hat die stärksten Nebenwirkungen. Denn ein ADHS Leben führt nur allzu oft in grosses Leiden.

Nora123 sagte am 22.11.2020:
Hallo ich bin 17 Jahre alt und
nehme diese Medikamente und ich muss sagen ich hasse sie sie helfen zwar aber ich hasse sie. Ich bekomme dadurch im ohne Grund AggressionSchübe und auch die künstliche Ruhe macht mir zu schaffen. Ich hasse sie und bitte an alle Eltern hier redet mit euren Kinder ob sie die Medikamente wirklich nehmen wollen oder sie ihnen ein Gefallen tuen möchten.

S sagte am 11.01.2021:
Hallo, ich habe Elvanse ca ein Jahr lang eingenommen. Ich war ca 14 jahre alt, litt unter Depressionen und AdHs wurde bei mir Diagnostiziert. Meine Psychaterin hat mir weder Ritalin noch Medikinet verschrieben sondern hat gleich auf Elvanse gesetzt. Ich habe es eingenommen und direkt Nebenwirkungen verspürt. Ich habe Nächte lang nicht geschlafen, mehr als 3 stunden waren es nie. Ich habe tage lang nichts gegessen und somit über 10kg abgenommen. Ich konnte mich zwar in der Schule deutlich besser konzentrieren aber das ist ja kein wunder wenn man auf Droge ist. Seit ich dieses besch… Medikament genommen habe bin ich ein anderer mensch. Ich fühle keine Emotionen mehr. Ich habe mich seitdem sozial sehr zurück gezogen, meine Depressionen haben sich verschlimmert. Ich verabscheue meine damalige Ärztin und dieses Medikament zutiefst. Es sollte abgeschafft werden und vor allem keinen Kindern verabreicht werden.

Anomar1824 sagte am 18.01.2021:
Hallo.
Ich bin 30 Jahre und vor 2 Jahren wurde ADHS diagnostiziert. Ich war unkonzentriert konnte nichts so wirklich zu ende bringen, war relativ abgelenkt, hatte Probleme mit Reizüberflutung.
Ich habe mit Medikinet begonnen. Das ich die ersten 3 Tage und Nächte wach war lasse ich jetzt außen vor. Meine Stimmungen waren sehr schwankend. Die Wirkdauer war total kurz. Ich habe mich unangenehm getrieben gefühlt. Dazu kam mit der Zeit der Rebound Effekt.
Ich bin auf Methylphenidat umgestiegen. Es war besser. Nach längerer Einnahme wurde ich aber emotional stumpf- egal welche Emotion, ich habe es nicht richtig gefühlt und schon gar nicht zeigen können.
Seid einiger Zeit nehme ich Elvanse, habe mit 30 mg gestartet und fahre mit 50 mg bisher gut. Ich merke das ich fokussierter und konzentrierter bin-ich brauche quasi Stoff zum denken. Dazu kommt das es einen leicht stimmungsaufhrllenden Effekt hat. An Nebenwirkungen glaube ich einen anderen Herzschlag zu spüren (kann aber auch andere Ursachen haben (leide an PMS und bin gerade genau dieser Zeit). Das wird regelmäßig von meinem Arzt überprüft,genauso wie Gewicht, Blutdruck und Puls.
Ich habe unter Elvanse verminderten Appetit, ich habe keinen Heißhunger und keine Fressattaken mehr ( Habe eine Essstörung,ich esse aus Frust und im Stress),aber normal Hunger. Ich esse weniger,aber völlig normal und bisher hat sich an meinem Gewicht nichts geändert..
Zur Allgemeinheit:
Natürlich schreckt einen ab zu wissen das das zu der Untergruppe der Amfetamine gehört. Aber wenn man sich WIRKLICH mit allem auseinander setzt, find ich das persönlich besser als den Wirkstoff Methylphenidat.
Jeder reagiert anders auf solche Stoffe. Man sollte sich auch etwas Zeit nehmen die Stoffe ankommen und wirklich wirken zu lassen. So war es bei mir. Anfangs okay gut,dann oje besser nicht. Ich hoffe das ich mit Elvanse weiterhin so gut fahre wie jetzt.
Ich wünsche allen viel Glück und alles Gute.

Nelly sagte am 22.01.2021:
Ich bin 43 Jahre alt und nehme jetzt seit fast 4 Monaten täglich 30mg Elvanse ein.
Ich hatte am ersten Tag leichte körperliche Irritationen, wie ein flaues Bauchgefühl, Schwachheit in den Gliedern und erhöhten Puls.
Seit dem 2. Einnahmetag habe ich keinerlei Nebenwirkungen und keinerlei Unwohlsein.
Psychisch fühle ich mich endlich “erlöst”. Nach jahrelangem Gedankenkarussel und Gesprächstherapie schaffe ich jetzt, mir einfach nicht zu viele Gedanken zu machen. Und Problematiken, die Therapeuten und ich einer frühkindlichen Prägung und familiären Problemen zugeordnet haben, sind jetzt eindeutig der adhs Diagnose zuzuordnen. Und verschwunden!

Dazu gehörte ein geringes Selbstwertgefühl bei gleichzeitig guten Leistungen. (Was immer paradox war und mich gequält hat, weil es mich so gebremst hat).

Ich bin fokussiert auf das, was gerade wichtig ist.
Vor allem kann ich besser zuhören. Meine Impulsivität wird reguliert, das fast zwanghafte Dazwischen plappern ist gestoppt.
Aber ich fühle mich dabei absolut geistig wach, Herrin meiner Sinne. Dass ein Medikament wirkt, spüre ich nicht. (Wie das Beispielsweise mit “Beruhigungspillen” vor einer OP ist. )
Meine guten Eigenschaften wie schnelles und vernetztes Denken, und das kommunikative sind noch da.

Das ist kein bezahlter Eintrag. Könnte man vielleicht denken, weil ich nur positives sage.

Ich bin total überzeugt und wirklich sehr froh, dass ich meine ursprüngliche Ablehnung gegen Medikation noch einmal überdacht habe.
(Weil ich eine Bekannte habe, mit der ich mich austauschen konnte und die ein anderes Medikament nimmt.)

Für mich hat sich ganz vieles sehr positiv verändert. Ob das Umfeld das merkt kann ich in der aktuellen Pandemie Zeut nicht sagen.
Die Familien merkt die positiven Effekte.

Meine körperliche Unruhe ist der einzige Punkt der sich nicht ganz so stark ändert. Ich zappel zwar nicht, bin aber immer noch sehr agil und mehr “auf den Beinen”, als andere.

Zuweilen habe ich Kieferbiss und einen trockenen Mund.

Eine Erhöhung auf 50 Mg (oder werden 60 angeboten?) Ist bei mir nicht vorgesehen.

Missi sagte am 08.04.2021:
Hallo Zusammen,

Ich bin 39 Jahre alt und bei mir wurde erst letztes Jahr „ADHS bei Erwachsenen“ offiziell diagnostiziert. Allerdings, hatte ich schon vor ein paar Jahren die Vermutung, hatte dies aber nicht weiter verfolgt – wie soll es auch sein, konnte mich natürlich nicht dazu motivieren mal mit meinem Hausarzt über meine Problematiken zu sprechen.
Nachdem ich mich dann letztes Jahr – ENDLICH-in psychotherapeutische Behandlung begeben habe, hat nach einigen Sitzungen meine Therapeutin den Verdacht auf ADHS geäußert… Und entsprechend hat sich dies dann auch bestätigt!!

Anfangs habe ich dann entsprechende Präparate mit MPH bekommen,auf die ich zuerst eigentlich recht gut angesprochen habe. Allerdings kamen mit der Zeit, vorallem beim sogenannten Rebound, Symptomatiken auf, die einfach nicht mehr vertretbar waren. Ein auf und ab der Gefühle und Stimmungen! Von Hochaggressiv, hypergenervt-und ungeduldig sein bis hin zu tiefster Traurigkeit. Zudem hatte ich immer da Gefühl, wenn die Wirkung voll eintrat, als würde ich in einer Blase/Glocke sitzen und um mich herum, nichts mehr wahrnehmen geschweige dass ich noch einen Funken Humor hatte! – und ich habe eigentlich viel Humor, Sarkasmus und Eigenironie B) und man schätzt mich eigentlich wegen meiner Lebendigkeit… Die allerdings durch MPH völlig verloren ging. Ich war einfach ein anderer Mensch u mochte mich „SO“ null leiden.

Seit Februar nehme ich nun Elvanse 30/50mg und bin absolut mega zufrieden! Ich bin, etwas ruhiger, viel viel konzentrierter und fokusierter aber vorallem haben sich meine Impulsivität und meine Ungeduld akzeptabel runter gefahren und dass wichtigste für mich – ICH BIN NOCH ICH SELBST!!

Bisher kann ich nichts negatives über das Medikament berichten…

Ich bin einfach nur froh, endlich eine Antwort/Erklärung auf/für gewisse Dinge und Problematiken zu haben und.. das es Medikamente gibt, mit denen ich meine „mir selbst im Wegstehende Eigenschaften“ ein wenig zügeln kann!

Zu der Thematik das elvanse ein Amphetamin ist und zeitweise mit Speed oder ähnlichem verglichen wird, kann ich so nicht unbedingt bestätigen (habe mich jahrelang mit entsprechenden Substanzen quasi selbsttherapiert). Natürlich gibt es gewisse parallelen von der Wirkung her, wie z. B. Das WACH/KLAR sein.. Aber trotzdem ist es, für mein Empfinden, nicht vergleichbar.

Für mich ist das Leben einfach etwas einfacher, Stressfreier/entspannter geworden.

LG

R.W sagte am 03.06.2021:
Hallo zusammen
Ich bin der Vater eines mittlerweilen 10jährigen Jungen dem schon sehr früh ein starkes ADHS angesagt und später auch diagnostiziert wurde. Leidensdruck ab Kindergarten war für uns Eltern und junior enorm..es kam sogar zum Ausschluss aus einer KITA wegen seinem Verhalten. In der Schule bald als untragbar angeprangert standen wir vor der Entscheidung es halt doch mit Medis zu versuchen..Wir landeten dann bald mal bei Elvanse 20mg das ihm enorm half. Junior hat eine kombinierte Diagnose bekommen adhs und eine hochbegabung. Konnte sich so gut fokussieren und sogar eine Klasse überspringen und hat nur Bestnoten nach Hause gebracht…das die positiven Seiten.
Er nimmt seit 2.5Jahren Elvanse in gleichbleibender Dosierung 20mg. Sein Verhalten viel ruhiger und fokussierter aber eben auch träger. Rebound ist teils kräftiger spürbar bei emotionalem Stress in dieser Zeit. An Wochenenden und natürlich an den Feiertagen sowie in den Ferien bekommt er natürlich kein Medi. In dieser Zeit kehrt auch der Appetit zurück was ja eine grosse Nebenwirkung ist (Appetitlosigkeit) und ist somit Normalgewichtig. Wichtig erscheint mir an dieser Stelle mitzuteilen das wenn Elvanse wirkt die Dosis sehr unterschiedlich sein kann. Bei junior sind es von Anfang an 20mg (Kleinstmenge) soviel ich weiss und es wirkt erstaunlich! Hatten ärztlich empfohlen anfangs mit einer höheren Dosis versucht worauf er aber sehr schlecht reagierte..träge, müde lethargie übermannte Ihn.
Wir singen ein Loblied auf Elvanse (Ich bin kein Pharmafreund!) weil es uns allen enorm hilft und Ihn auf die richtige Spur brachte die ihn hoffentlich in ein paar Jahren und evtl ohne Medis in eine tolle selbstbestimmte Zukunft führt.

Stephan sagte am 13.06.2021:
Guten Tag an alle Betroffenen, die das irgendwann einmal lesen werden.

Ich habe alle Berichte oben drüber bis zu diesem Zeitpunkt durchgelesen und bin wirklich erstaunt, von wie viel unterschiedlichen Erlebnissen die Menschen mit der Einnahme der verschiedenen Medikamenten wie Methylphenidat, Medikinet und das hier besprochene Elvanse berichten.

Auch ist deutlich zu erkennen, dass es sehr schwierig ist, insbesondere natürlich für die betreuenden Ärzte, das für den jeweiligen Menschen richtige Hilfsmittel zu finden. Und dass man deswegen den Verschreibenden (Ärzte, Psychiater) auch zugestehen muss, dass es keine Universallösung gibt und dass es oftmals auch eines längeren Weges bedarf, bis man das richtige Mittel gefunden hat. Falls es das denn gibt und die jeweiligen lebenserschwerenden Problematiken nicht vielleicht auch ganz woanders herrühren. Das ist natürlich insgesamt sehr schwer herauszufinden und eine Herausforderung. Aber auch eine Chance, so hoffe ich für jeden, der noch auf der Suche ist, das Richtige zu finden….

Ich kenne die drei Medikamente Methylphenidat, Medikinet Adult und Elvanse und habe unterschiedliche Erfahrungen mit ihnen gemacht, bzw mache sie noch (Elvanse).

Ich bin 56 Jahre alt, männlich, Vater, Sänger, Mensch und habe für mich gefühlt einen ziemlich kurvigen Lebensweg bisher erlebt. Das kann natürlich jeder immer nur für sich selbst beurteilen.

Recht spät, mit 44 Jahren habe ich herausgefunden, dass es so etwas wie ADHS gibt. Eine halbe Stunde später war ich bei einer Ärztin, Psychiaterin, um über diese Sache zu sprechen, ging bis Ende des Tages nicht aus der Praxis heraus und am Schluss schenkte sie mir noch mal, obwohl ich ja völlig unangemeldet war, eine Viertelstunde ihrer Zeit. Nach drei Wochen und den entsprechenden Tests gab es die offizielle Diagnose, das war 2009. Ich entschied mich sofort für die Behandlung mit Medikamenten. Vorab, und das gilt für alle unterschiedlichen Medikamente, ich bin immer mit den geringsten Milligramm-Dosierungen gestartet und habe das immer nur nach und nach langsam angepasst, bin jeweils aber auch immer im eher unteren bzw niemals hochdosierten Bereich.

Als erstes bekam ich Methylphenidat, 5 mg, unretardiert, das eine kolossale Wirkung auf mich entfaltete. Im besten Sinne zunächst, glücklich machend aber auch konzentriert fokussierend auf die jeweiligen Dingen. In Vorab-Gruppengesprächen bei der Psychiaterin wurde uns mitgeteilt, dass diese Medizineinnahme auch zu Depressionen führen kann. Das registrierte ich allerdings erst nach einem halben Jahr, obwohl ich bestimmt schon über einen längeren Zeitraum teilweise richtig kraftlos war. Wie ausgebrannt.

Meine Ärztin empfahl mir dann Medikinet Adult (retardiert). Ich startete mit 10 mg, bis ich dann über einen langen Zeitraum nach und nach die Dosis vorsichtig erhöhte und das letzte Jahr mit 25 mg morgens und für nachmittags (angedachten) 10 mg auskommen sollte. In eine Selbsthilfegruppe habe ich in Gesprächen bzw Berichten erfahren, dass viele ADHS-Betroffene am liebsten ganz auf diese Medikamente verzichten würden. Mir ging das genauso und so verpasste ich sehr oft diese zusätzliche 10 mg-Nachmittags Gabe. Mittlerweile hatte sich mein Leben im Vergleich bis zu der Diagnose von ADHS wirklich positiv entwickelt. So konnte ich noch verschiedene Abschlüsse wie z.b. ein Chorleiter-Diplom nachholen und leite mittlerweile seit über zehn Jahren Chöre. Alles in allem konnte ich jedoch feststellen, dass ganz schwierige Bereich von mir immer noch nicht bewältigt werden konnten, sprich das Einhalten von wichtigen Terminfristen wie z.b. Abgabe der Steuererklärung und ähnliche Dinge. Außerdem litt ich unter einem total verschobenen Biorhythmus. Mit verschiedenen Ansätzen haben meine Ärztin und ich versucht, der Sache Herr zu werden bzw diese mich wirklich sehr unglücklich machende und auch kräftezehrende Situation in den Griff zu bekommen. Wie wir erkennen mussten, miteinander, erfolglos.

Methylphenidat und Medikinet betreffend habe ich also einen ausreichend großen Erfahrungsschatz, aus dem ich berichten kann. Rein persönlich, dies wird, wenn man all diese Berichte hier insgesamt gelesen hat, sehr klar, dass es sich bei jedem völlig unterschiedlich auswirkt. So wie das eben im Leben immer ist.

Vor ca 2 Wochen, also extrem kurz erst, bekam ich dann von meiner Ärztin (sie wollte dies jetzt nun auch noch ausprobieren), das Elvanse verschrieben. Zunächst 30 mg. Falls nötig und wenn ich es so einschätzen würde, könnte ich nach frühestens zwei Wochen vielleicht auf 50 mg steigern. Ich nahm diese Medizin dann erst an einem Tag, an dem ich keine größere berufliche Herausforderung hatte. Und stellte unmittelbar eine für mich sehr positive Wirkung fest. Dass ich nämlich Sachen zu Ende machen konnte. Viel besser als jemals zuvor. Und ohne jede Aufregung, ohne irgendwie das Gefühl zu haben (wie z.b. damals bei dem Methylphenidat), hochgedopt (vielleicht kann man es so am besten beschreiben….) zu sein. Doch bereits am Abend wusste ich, dass ich etwas mehr bräuchte und nahm, entgegen der Empfehlung der Ärztin, sofort am zweiten Tag schon 50 mg. Und bin sehr glücklich, nur positives berichten zu können. Ich schließe Dinge ab, vollende sie. Es bleiben nicht hunderte Sachen immer unerledigt liegen und so gesellt sich eins zum anderen und es wird immer mehr, völlig unübersichtlich. Nein, im Gegenteil. Über kleine, teilweise sogar kleinste Schritte, diese aber zu Ende gebracht, sehe ich plötzlich, dass ich mein Leben selbst gestalten kann. Dass ich verantwortlich bin, sein kann für das, was um mich herum passiert. Das wusste ich ja schon immer, nur jetzt bin ich endlich in der Lage, das auch so zu gestalten, wie ich es mir immer gewünscht habe. In einer Ruhe, ungehetzt, ohne große Aufgeregtheit, trotzdem sehr im Moment, nahezu im Flow und sogar mit Momenten, in denen ich mich ausruhen kann, in denen ich mich einfach hinsetze und mir die Sachen anschaue, die ich gerade oder bis zu diesem Moment an diesem Tag gemacht habe. Wem ich begegnet bin, was mir passiert ist. Auf gut deutsch, ich fühle mich sehr lebendig und bin sehr dankbar, das so genießen zu können. Und das wichtigste ist, ohne es so ausdrücklich beabsichtigt, als Ziel für mich ausgeschrieben zu haben, normalisiert sich mein Biorhythmus. Ich wache fast immer von alleine in einem für meine Verhältnisse extrem frühen Zeitraum auf (um 9 Uhr herum, manchmal auch früher), was nach und nach dazu führt, dass ich einfach auch viel früher ins Bett gehe. Es fühlt sich fast ein bisschen wie ein Wunder an. Wie ich am Anfang dieses Absatzes schrieb, ich weiß, dass das jetzt noch nicht lange ist. Und ich beobachte sehr genau und natürlich auch besonders in so Momenten wie gerade eben, in dem ich das schreibe, wie es weitergeht. Und ich hoffe sehr darauf, dass die Medizin weiterhin so ihre Wirkung bei mir tut und es nicht irgendwann mal nachlässt. Auf jeden Fall genieße ich die Zeit jetzt höchst qualitativ und freue mich.

Seitdem ich von meiner ADHS Problematik weiß, habe ich sie sehr oft verflucht und viele meiner Unfälle (teilweise richtig schwere), Unglücke oder auch verpassten Karrierechancen oder Gelegenheiten oder was auch immer aus früheren Zeiten dieser ADHS Problematik zugeschrieben und sie dafür schuldig gemacht. Als ob es etwas anderes wäre und gar nicht ein Teil von mir. Mittlerweile muss ich sagen, dass diese Krankheit, Art, Vererbung (oder als was man das immer auch bezeichnen will) tatsächlich auch positiven Seiten und Energien birgt, für die ich auch dankbar bin. So dass ich das nicht einfach nur verfluche, sondern als einen Teil von mir sehe und versuche, daraus auch Kraft zu gewinnen. Diese Einstellung in Kombination mit den unterschiedlichen Medikamenten (bisher) und dem Elvanse (jetzt) scheint das möglich zu machen. Ich bin dankbar für alle Momente, in denen mir durch Lebenssituationen, Familie und Freunde oder eben auch durch meine Ärztin weitergeholfen worden ist. Ohne jetzt wirklich beruflich übermäßig erfolgreich zu sein, habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich gute Dinge tue, was mir so wichtig ist. Für mich und hoffentlich so viele wie möglich um mich herum.

Ich bin jetzt am Ende meines Berichtes und vielleicht konnte der/die eine oder andere sich darin wiederfinden oder vielleicht auch neues erfahren. Und das Allerbeste, was ich hier erreichen könnte wäre, wenn ich Menschen Hoffnung machen könnte, es immer weiter zu versuchen, den Weg zu gehen. Schritt für Schritt und nach und nach Zufriedenheit, Glück und Erfüllung für sich zu finden, was letztendlich allen hilft. Herzlich, S;-)

Klaus sagte am 01.09.2021:
Guten Tag,
Ich habe folgende Erfahrung mit Elvanse gemacht!

Es wirkte bei mir euphorisierend, was es aber eigentlich nicht soll!

Meine Psychiaterin hatte mir zu Beginn der Einnahme erklärt, dass es paradox wirkt, also beruhigend und zielgerichtet!

Ich habe Elvanse heute abgesetzt, weil die Nebenwirkungen sehr negativ sind!

Zum einen trockene Augen und erhöhter Augendruck.

Weiterhin ein Unruhegefühl im Körper, mit einer gewissen Anspannung in der Muskulatur!

Außerdem habe ich meine Bronchien stark mit Schleim belegt gehabt!

Dazu kamen noch Nackenschmerzen!

Einziger Vorteil ist, dass man beim Sex einen intensiveren Orgasmus erlebt!

Ich kann mir schon gut vorstellen, dass Elvanse bei Radsportlern beliebt ist, weil man temporär eine ordentliche Power in den Beinen bekommt!

Aber die Nebenwirkungen sind einfach zu stark, deshalb verzichte ich auf Elvanse!

Eva sagte am 02.09.2021:
Ich nehme Elvanse seit ca. 4 Wochen und es wurde mit 30mg eindosiert. Da ich keine nennenswerte Wirkung verspürte wurde es höher dosiert nach ca. einer Woche. Da es auch weiterhin nicht den gewünschten Erfolg brachte, bin ich seit etwas mehr als einer Woche bei 70 mg. Die Nebenwirkungen sind mittlerweile deutlich zu spüren. Höherer Blutdruck und Puls und Aufgedrehtheit. Ich weiß nicht, wie lange ich noch warten soll, bis der gewünschte Erfolg Eintritt. hatte so darauf gehofft..

Achilles sagte am 25.09.2021:
Männlich, 29
Meine Erfahrung mit Elvanse 50mg:
Ich habe eine lange Leidensgedchichte mit adhs seit dem Kindergarten an schon. Viel Ergotherapie usw. Ich bekam als Kind auch Ritalin, doch setzte meine Mutter es damals ab, da ich wohl zu starke NWs hatte. Nun hatte ich mich 2020 noch einmal für ADHS im Erwachsenenalter diagnostizieren lassen, weil ich endlich mal mein Leben vollständig in den Griff bekommen wollte. Ich bekam erst medikinet adult. Es wirkte zwar gegen das ADHS, aber die NWs waren wieder schrecklich. Das Hauptproblem war der rebound, da Methylphenidat auch retardiert einfach zu kurz wirkt. Ich habe als Sportler eh schon einen schnellen Stoffwechsel und eine hohe Eiweißaufnahme, was die verstoffwechslung von Medis eh noch mal verkürzt. Ich wusste nicht mehr weiter und ließ mich in eine tagesklinik einweisen. In dieser Klinik wurde ich erst auf elvanse adult 30 dann 50mg eingestellt.. Und was soll ich sagen:
Für mich zumindest ist es ein Lebensretter, ich habe kaum ein Rebound, fast keine stimmungsschwankungen mehr, bin viel produktiver und gelassener. Vor allem meine emotionale Impulsivität ist zurück gegangen. Bevor ich „ausraste“ kann ich mich nun oft innerlich bremsen. Schlafprobleme habe ich keine, nur der Appetit ist natürlich etwas zurück gegangen. Aber Gewicht habe ich trotzdem keins verloren, obwohl ich nebenbei noch viel kraftsport betreibe. Ich konnte trotzdem sogar Muskel Masse aufbauen.

Nur, weil es bei mir so gut wirkt, muss es natürlich nicht jedem so gut helfen. Aber wie einige Kommentare hier schon erwähnen, wurden bei einigen Menschen wahrscheinlich auch oft Fehldiagnosen gestellt.
Ja, es ist ein Amphetamine und damit BTM. Aber jedes Medikament hat seine Berechtigung, ohne Opioide wäre moderne Schmerzbekämpfung und OPs schließlich auch nicht möglich, also was soll immer dieses ständige verteufeln.

Der Dambacher sagte am 01.10.2021:
Guten Tag miteinander!
Also ich muss auch sagen, dass es im wesentlichen (mittlerweile) positive Aspekte zeigt. Nehme es nun im dritten Monat, anfangs war es etwas seltsam, nicht jeden Tag mit der gleichen Wirkung. Mal etwas getrieben gefühlt, aber kaum euphorisch, hauptsächlich mit viel Hunger verbunden. Könnte den ganzen Kühlschrank leerfressen.. dürfte ziemlich ungewöhnlich sein, aber zunächst schadet es nicht, weil ich in den letzten Jahren eh fast die Hälfte Körpergewicht abgenommen habe. Hängt wohl mit ständigen Stimmungsschwankungen zusammen, die jedoch meist auf der depressiven Seite lagen. Wurde daher auf BIP 2 diagnostiziert. Wurde auf eine eigentlich recht gute Kombination eingestellt, die es jedoch trotzdem nicht erlaubt hat, Dinge zu Ende zu bringen, die nicht einen hohen spannungswert aufweisen. Ist bei Selbstständigkeit total schlecht!
Jedenfalls liegen mittlerweile hunderte Aufgaben herum, die irgendwann begonnen wurden, aber einfach nicht zu Ende gebracht werden konnten.
Mit elvanse bin ich mittlerweile deutlich ruhiger und fokussierter, und die Stimmung ist stabil. Man muss aber auch wissen, dass ich immer Angestellte hatte bis zu der verfluchten Corona-Zeit. Die haben das geschafft, was mir verwehrt war, daher war es ja auch kein so großes Problem gewesen. Erst seit ich den letzten Mitarbeiter entlassen musste, hat es sich zum Dämon gesteigert.
Nun ja, wie gesagt, abgesehen davon, dass ich auch leichte Trockenheit in Augen und Mund habe, spürbar zunehme, und manchmal etwas muskelbrennen spüre, erfüllt es seine Erwartungen im wesentlichen. Bin gespannt, wie lange es gut geht. Ach ja, hatte mit 30 mg begonnen, dann auf 50 gesteigert. So läuft das seit drei Monaten. Schlaf recht gut.
Eins noch: es ist doch total erstaunlich, wie unterschiedliche Erfahrungen hier berichtet werden. Und nicht nur hier, sondern auf allen Medi-Plattformen. Wie individuell der Mensch doch wahrhaftig ist!! Liest man Leitlinien oder größere Studien, hört es sich doch meist so an, als könne man viele über einen Kamm scheren! Ist aber nicht so, und ich hoffe sehr, dass sich bald eine personalisierte Medikation durchsetzt. Jeder muss das bekommen können, was ihm am besten hilft, egal ob Aspirin, johanniskraut, opiate oder was auch immer. ADS ist zwar vielfach bei Erwachsenen als „Befindlichkeits-Störung“ fehl-eingeschätzt, aber es kann das gesamte Leben in Bahnen bringen, die es nicht mehr lebenswert machen. Zumindest war es bei mir so, und ich bin mittlerweile über 60. soviele zerstörte Chancen, kaputte Beziehungen – das hätte es nicht gebraucht! Immerhin, mit der richtigen Medikation bin ich ein völlig normaler Mensch, zumindest weitgehend. Auf das Leben!!

Seppel sagte am 11.10.2021:
Hallo zusammen, also werde auch ich hier meine Erfahrung mal teilen.
Ich bin in den Mitte dreißiger und bei mir wurde vor zwei Jahren ads diagnostiziert. Das Hauptproblem ist bei mir die konzentration. Ich kann mich kaum auf etwas fixieren und es nervt mich dann selbst, worauf ich dann einfach mega wütend werde. Aber das werden wohl einige kennen.
Bei mir war es alles etwas schwierig mit der Einstellung auf ein adhs Medikament, da ich seit Jahren schon unter Herzrhythmusstörungen leide. Das gute ist, das diese mittlerweile durch einen operativen Eingriff relativ gut behandelt wurden. Angefangen habe ich vor 8 Wochen mit elvanse 30 mg. Nach zwei Wochen wurde ich auf 50 mg erhöht, allerdings muss ich sagen das es bei mir bis dato nicht wirklich was gebracht hat. Ich habe schwer mit Schwindel zu tun gehabt und Kopfschmerzen wenn die Wirkung nachließ. Aber über was positives kann ich leider nicht berichten. Außer Nebenwirkungen merke ich garnichts. Ich hatte so sehr auf dieses Medikament gehofft. Naja gut so viel dazu.
Mittlerweile nehme ich nach Absprache mit meinem Facharzt 80 mg. Eine positive Wirkung macht sich ganz langsam bemerkbar. Allerdings meinte mein Arzt das wir jetzt bei 80 mg bleiben und wenn sich innerhalb von drei Wochen nichts verändert, sollten wir überlegen, zusätzlich zu den 80 mg elvanse noch mit medikinet zusätzlich zu arbeiten. Ich bin gespannt.
Hat jemand Erfahrung mit gleichzeitiger Einnahme beider Medikamente? Würde mich über ein Feedback freuen. Danke.


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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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