Antidepressiva absetzen: Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zum Absetzen von Antidepressiva (s.a. Infos zum Absetzen von Antidepressiva) – (weitere Erfahrungen generell zu Antidepressiva hier; zum Absetzen von Psychopharmaka generell hier.)

Erfahrungsberichte zu: Antidepressiva absetzen:

Seite: 12

Absetzungserscheinungen: Erfahrung

15.10.2016 Kommentar von Winterzeit:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Absetzungserscheinungen keineswegs nach nur einer Woche vorüber sind. Im Gegenteil. Das kann sich über Monate hinziehen, wie in meinem Fall mit Mirtazapin. Ich weiß, dass es nicht nur mir so geht, und daher finde ich die Verharmlosung sehr gewagt. Ein Antidepressivum hinterlässt sehr viel Unruhe und Chaos im Gehirn und Körper eines Menschen, und es dauert lange, bis sich das alles wieder auf Normalnull eingependelt hat. Dieses „Chaos“ hält man dann möglicherweise irrtümlich für ein neues Auftreten der Symptome, die mit dem Medikament bekämpft werden sollten. Deshalb wird dann lieber direkt wieder zur Tablette gegriffen, und der Kreislauf beginnt von Neuem.

02.02.2017 Kommentar von andrea:
Ich habe versucht nach drei Jahren Einnahme von amitriptylin diese abzusetzen. Ich hatte mit meiner Ärztin besprochen langsam mit der medikation runter zu gehen. das lief auch sehr gut nur als ich ein Tag ganz ohne war hatte ich sehr plötzlich alle Symptome wie z.b Schwindelgefühl, Müdigkeit,mundtrockenheit. Und sehr starke Angstzustände ich habe wie verrückt geweint und hatte Angst zu sterben.Es fühlte sich an wie ein kalter entzug. Nach zwei Tagen hielt ich diesen Zustand nicht mehr aus. als ich die Antidepressiva wieder genommen habe ging es mir schnell auch wieder gut.

Absetzsymptome lindern

11.08.2018 Kommentar von BellaSui:
Hallo ihr Lieben,
ich bin schwanger. Deshalb musste ich auf Anweisung meines Psychiaters meine Antidepressiva (Name: Cymbalta 60mg, Wirkstoff: Duloxetin, Gruppe: SNRI) absetzen.

Die ersten Tage habe ich auch nichts gemerkt (na klar: Der Wirkstoff geht ja nicht von heute auf morgen komplett aus dem Körper heraus) und dachte schon: super, das klappt.
Klappt aber nicht! Ich habe folgende Bescherden:

Schlafstörungen –> mal schlafe ich 4 Std. die Nacht, mal 10, meist sehr unruhig, viele Träume, viel wälzen, am Morgen total unausgeruht
Schwindel –> Fast jedes Mal, wenn ich von einer sitzenden oder liegenden Position heraus aufstehe, wird mir schwindelig undzwar nicht nur ein paar Sekunden, sondern schon recht lange.
Kribbeln –> Ein mehrmals täglich auftretendes Gefühl von Kribbeln/Ameisenlaufen in den Händen, manchmal in den Beinen
Unruhe/Nervosität –> Ich bin kaum bis gar nicht mehr in der Lage mich wirklich zu entspannen, andauernd fühle ich mich angespannt, fast schon getrieben und sehr unruhig/hibbelig, was sehr unangenehm ist
Agressionen –> Manchmal werde ich nun auch innerlich total agressiv und weiß nicht, was ich dagegen tun kann

Habt ihr irgendwelche Erfahrungen mit dem Absetzen von Antidepressiva (ich meine nicht das Ausschleichen) und ähnlichen oder vielleicht sogar gleichen Symptomen, wie oben beschrieben?
Falls ja, was hat euch geholfen? Habt ihr irgendwelche Tipps?
Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe.
Liebe Grüße,
Bella
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste – KONFUZIUS

23.08.2018 Erfahrung von gleisung:
Also ich hab damals andere Sachen nehmen müssen um das zu überbrücken und bin am Ende doch wieder bei meinem AD ( Venlafaxin ) gelandet ( seit 6 Jahren nehme ich das schon ).
Das wäre also eine Möglichkeit: etwas kurzfristig/mittelfristig wirkendes nehmen zB Opipramol. Das hab ich auch für akut-Situationen. Und dann sollten deine Symptome ja irgendwann auch verschwinden.

01.09.2018 Erfahrung von BellaSui:
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Mittlerweile geht es mir wieder deutlich besser und die Absetzsymptome sind verschwunden.

Die erhöhte Aggressivität ist zwar geblieben, aber wenn ich mal richtig darüber nachdenke, gehört das eh zu meinem Ich, zu meinem Selbst… wie ich halt von Natur aus ohne Medis bin… es hält sich ja auch in Grenzen und trifft eher selten die falschen Menschen :D

Von daher nehme ich es erstmal so hin… und fühle mich eigentlich recht wohl dabei.

Erfahrungen mit Citalopram,Mirtazapin,Escitalopram

08.02.2020 Erfahrung von LidaN:
Halli hallo,

ich habe Citalopram 10 und 20 mg seit November bis Februar genommen.
Seit fünf Tagen habe ich das Citalopram durch Escitalopram ersetzt und es geht mir sowie am Anfang mit Citalopram,das heißt Übelkeit,Magen-Darm Probleme, Sehstörung, Gleichgewichtsstörung,Schwindel aber kein Herzrasen wie bei Citalopram.

Das Mirtazapin hab ich ungefähr 6 Wochen genommen und dann innerhalb von 2 Wochen ausgeglichen,hatte keine Probleme mit da ich seit dem das Sedacur forte 2 Dragees am Abend nehme,dass ist pflanzlich und es beruhigt und macht müde und fühle mich viel besser damit.
Seit dem hab ich fast 15 Kilo zugenommen und werde auch das Escitalopram in einem Monat ausschleichen und es durch etwas pflanzliches ersetzen für die erste Zeit um die Absetzsymptome angenehmer und erträgler zu machen.

Fällt man in ein Loch nach dem Absetzen von Antidepressiva?

01.03.2020 Erfahrung von Dobby:
Hallo,

seit über fünf Monaten nehme ich Antidepressiva ohne allzu großen Erfolg, mein Arzt und ich meinen, ich sollte sie vielleicht absetzen.

Stimmt es, dass man in ein Loch fällt nach dem Absetzen? Habt Ihr vielleicht Ratschläge wie man das umgehen kann?
Soll man sie langsam absetzen, halbieren, dritteln oder was und immer weniger nehmen?
Tschüß,
Dobby

07.03.2020 Erfahrung von Lisa:
Dein Arzt wird Dir das wahrscheinlich schon erklärt und einen genauen Absetzplan erstellt haben. Grundsätzlich sollte man sie langsam absetzen. Manchmal muss man beim Entzug auch pausieren und erstmal ein paar Wochen dieselbe Menge nehmen, weil die Absetzsymptome zu stark werden.

Es kommt natürlich darauf an, was für ein Antidepressivum Du absetzt, aber:
Die meisten Fälle bei den Absetzerscheinungen dauern ein bis vier Wochen, sind relativ leicht, und lösen sich von allein auf; in seltenen Fällen können schwere Symptome entstehen. Paroxetin und Venlafaxin scheinen besondere Schwierigkeiten beim Absetzen zu machen und es wurde schon über Entzugssyndrome von über 18 Monate bei Paroxetin berichtet.

Weitere Erfahrungsberichte

dulo sagte am 03.10.2020:
Duloxitin. Nach Verschreiben von Psychiaterin mit 60 mg begonnen. Von Tag zu Tag haben sich die Nebenwirkungen gesteigert. Jeder normale Mensch hätte dieses Medikament direkt abgesetzt, ich hatte jedoch Angst, dass wieder eine Depression aufkeimt. Nach ca. 6 Wochen extremster Unruhe und sportlichen Aktivitäten ohne Ermüdung, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Appetitlosigkeit, Herzrasen ging es dann auf einmal besser.
Nach Jahren auf 30mg reduziert. Kopfschmerzen, Übelkeit, Probleme beim Einschlafen, hoher Puls, Herzrasen. War insgesamt aber auszuhalten.
Reduzierung nach Kügelchen-Methode: Entnahme über mehrere Monate: 10-15-20 Kügelchen weniger. Bei 25 Kügelchen, die ich von den 30mg entnehme treten Entzugssymptome auf: Schlaflosigkeit, Übelkeit, Konzentrationsprobleme, Einzelne Pulsaussetzer über den ganzen Tag, dadurch auch Ängste. Kann das nicht aushalten und dosiere wieder auf 20 auf.

Nia 2020 sagte am 06.10.2020:
Guten Tag,

ich habe wegen Schlafstörungen und starkem beruflichen Stress vom Hausarzt das Antidepressivum Mirtazapin bekommen, hat beim schlafen die ersten wochen enorm geholfen. Ich habe zudem 6 kg gewicht aufgelegt. Hausarzt meinte, ich kann es einfach weglassen – das habe ich gemacht… erst war ich nur unruhig und etwas rastlos, dann hat sich meine Wahrnehmung verändert, ich habe micj gefühlt wie in einem Alptraum, alles unwirklich und fremd, ich mir selber auch und dazu ganz seltsame Gedanken die ich nichtmal beschreiben kann… das war mit Abstand das schlimmste was ich je erlebt habe!!! ich hab dann relativ schnell ein forum gefunden, dass über Absetzzustände von Antidepressiva aufklärt… habe nichts mehr eingenommen obwohl ich es kaum aushalten konnte, konnte zum teil nicht das haus verlassen, es war so grauenvoll und unbeschreiblich! erst nach ca 8 monaten gab es langsam momente wo es etwas besser war…langsam geht es nun bergauf, allerdings habe ich nach knapp zwei Jahren immer noch ganz schlimme phasen!
ich war niemals psychisch krank, aber durch das Absetzen bin ichs geworden – ich bin so froh dass ich mir in dieser schlimmen zeit kein weiteres medikament mehr aufschwatzen lassen habe sondern es durchhielt. Ich habe nahrungsmittelunverteäglichlkeiten, habe Null Stresstoleranz und immer wieder komische ängste vor allem und jedem… das ist so krank, was das mit mir gemacht hat! ich kann nicht arbeiten, mein leben hat sich komplett auf links gedreht… warum hat mich keiner vorher gewarnt, warum habe ich meinem Hausarzt blind vertraut????

Anonymous sagte am 07.10.2020:

Aufgrund einer leichteren/mittelschweren depressiven Phase 2013/2014 suchte ich eine Therapeutin auf – die mich umgehend zusätzlich zum Psychiater schickte, um mir das Antidepressivum Escitalopram, ein SSRI, verschreiben zu lassen. Dieses nahm ich fast 5 Jahre lang dann halt so vor mich hin, obwohl es mir längst wieder recht gut ging… Aus heutiger Sicht wäre das Verschreiben dieses Medikaments niemals nötig gewesen – und gegen das, was ich nach dem Absetzen in den letzten 1,5 Jahren erlebt habe, war die Ursprungsproblemtik ein Witz!

Ich setzte ab, wie mein Psychiater empfahl: Von 10 mg auf 5 mg und ein paar Monate später von 5 mg auf 0 mg. Da ich den auftretenden Schwindel nicht aushielt, nahm ich so 2 Wochen lang alle paar Tage dann wieder 5 mg. Dann erst sagte mir der Arzt, dass es auch Tropfen in Milligrammdosierung gibt. Ich nahm dann noch alle paar Tage 2 und dann 1 Tropfen – und dann ließ ich es so beruhen, denn ich wusste es ja nicht besser. Das war quasi ein Kaltentzug!

In den Monaten darauf lief mein Körper aus dem Ruder: Ich konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, nicht mehr sprechen (meine Muskulatur im Hals-Beriech war über fast ein Jahr so verspannt, dass es mir quasi die Stimme abgeschnürt hat), nicht mehr richtig atmen; ich fing ständig an zu weinen oder innerlich nervös zu sein; ich fühlte mich in diesem Körper richtiggehend eingesperrt.

Gott sei Dank kam mir der Gedanke, dass es etwas mit dem Absetzen von Escitalopram zu tun hat, erst recht spät, sodass ich nicht (wie viele andere) in einen erneuten Medikamentenkreislauf kam. Erst als ich auf ein wunderbares Forum im Internet stieß, dessen Mitglieder deutlich mehr Ahnung von der ganzen Materie haben als die meisten Ärzte, wurde mir langsam alles klar. Von ärztlicher und therapeutischer Seite wurde nicht geglaubt, dass das Medikament dafür verantwortlich sein kann. Ich verlor völlig mein Vertrauen in das ganze medizinische System. Doch auch ohne ärztliche und therapeutische Hilfe wurden die Symptome innerhalb der letzten 1,5 Jahre langsam und stetig besser – das ist für mich der eindeutige Beweis, dass Escitalopram daran schuld ist.

Es ist mir unbegreiflich, wie dieses Gift den Menschen immer und immer wieder selbst in kleinen Krisen so unbedenklich verschrieben werden kann! Ich bin der Ansicht, kein Arzt/Therapeut, der nicht am eigenen Leib Erfahrungen mit diesen Medikamenten gemacht hat, sollte sich anmaßen, dies einschätzen zu können!

Bleiben Sie bitte dran am Thema, das ist so wichtig!

Daria sagte am 15.10.2020:

Hallo,

nach einer depressiven Episode im Jahr 2011 wurde ich auf Cymbalta eingestellt und auf 120mg hochdosiert.
Es sollte nach ein paar Wochen prophylaktische noch Lamotregin zum dauerhaften stabilisieren eindosiert werden, aber das lehnte ich ab – ich fühlte mich und war ja stabil.

2013 began ich nach einem gescheiterten zu schnellen Absetzversuch langsam abzusetzten.
Das bedeutet Reduzierung um maximal 5 – 10% der letzten Dosis. Ich brauchte von 2013 – 2018 um von 120 mg auf 0 zu kommen.

Heute bin ich 28 Monate auf Null. Das Absetzten war schwierig und mit einer Vielzahl von verschiedensten Symptomen begleitet, welche wenig mit der Grunderkrankung zu tun hatten, aber auch oft ähnlich waren und sind.
Wellen, Fenster alles wechselte.

Ca. 8 – 10 Monate nach Null fing der Entzug trotz wirklich langsamen Ausschleichens erstnochmal richtig an. Ich befinde mich aktuell, 28 Monate nach Null, in einen protrahiertem Entzug.
Durchgehend wechselnde Symptome, Herzrasen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Konzentrationsstörungen, hyperpigmentierung der Haut, Sprachfindungsstörungen, Haarausfall, Schwindel, Angstphasen, Sehstörungen, Nervenschmerzen an wechselnden Körperstellen und vieles mehr.

Nichts ist schlimmer als dieser Entzug. Es ist die Hölle. Ich kann keine Medikamente zu Linderung nehmen, da diese alles nur verschlimmern. Ich habe Nahrungsunverträglichkeiten entwickelt. Generll durch diese schlimmen Entzugssymptome starke Einschränkungen im Alltag.

Ich bin psychisch stabil und weit von einer Depression entfernt, auch wenn ich zwischendurch Absetzbedingte kurze Tiefs hatte, besonders nach der Einnahme von Schmerzmitteln, kommt es zu starken Abstürzen, weshalb ich inzwischen bzw schon lange, möglichst alle Medikamente vermeide. Aber mit einer Depression ist das nicht zuvergleichen. Ich kenne diesen Unterschied, da ich die Depression selbst erlebt habe.

Das Antidepressiva und die Absetzproblematik hat mir mehr geschadet als geholfen. Jahre meines Lebens geraubt und auch jetzt muss ich noch durch die Hölle gehen, in der Hoffnung, das es mein Körper und mein Hirn schafft den Schaden wieder zu regulieren.

Die Depression, erzeugt durch Überlastung, hätte ich im Nachhinein besser ohne Antidepressiva bekämpft. Auszeit in einem geschützten Rahmen, Bewegung und Therapie wäre mein heutiger Weg. In einer Akutsituation kurzfristig ein Beruhigungsmittel, aber nichts dauerhaftes und auch nur für einen wirklichen Akutfall.
Damals wollte ich das Antidepressiva eigentlich nicht nehmen, aber es wurde mir versichert, das es nicht abhängig macht. Auf der einen Seite mag das stimmen, ich hab kein psychisches Verlangen danach, aber der Körper ist so stark von dem AD geschädigt, daß es einer Abhängigkeit gleich kommt. Ich hätte es nie genommen, hätte ich das vorher gewusst.

Diese Antidepressiva greifen so stark in die Vorgänge des Hirndtoffwechsel ein das sie nicht wie Smarties verschrieben werden sollten. Bei einer ersten depressiven Episode schonmal gar nicht.

Leider fehlt mir das nötige Kleingeld, um gegen die Pharmaindustrie vorzugehen. Für mich Grenzen diese Mittel an Körperverletztung. Ich habe mehr Schaden als Nutzen davon gehabt.

Therapie, Bewegung, Auszeit im geschützten Rahmen (ohne Antidepressiva), Zeit -》 das sollte als Weg raus der Depression genutzt werden.

rosenrot600 sagte am 07.01.2021:
hallo, ich kam vor 20 jahren durch eine toxische beziehung mit gewalt in eine schwere depression mit angst und panik.es kam soweit ,das ich in eine klinik musste.damals, war es meine rettung .mit 20mg citalopram startete ich dann für 6wochen meine behandlung,welche mir auch half.
leider sagte mir damals kein arzt,das ich es auch mal ausschleichen könnte.
also,ich bin ja laie,weitere jahre der einnahme.
ich entschied für mich,als es mir besser ging zu reduzieren.d.h…von 20mg auf 10mg.das war nicht gut -ich nehme nun seit 3monaten nur noch 10mg cita ein,habe aber an manchen tagen,solch schlimme symtome.wie zittern.frieren,enge,kopfdruck,weinen usw….der tag ist unertraeglich.ich kämpfe oft mit mir,ob ich wieder hochdosiere,aber ich bleibe stark.diese absetzsymtome sind fatal,davon will kein psychiater etwas wissen.ich bin nun 60 geworden,möchte noch lebensfreude spüren,aber es ist ein kampf.jeder sagt mir…dann nimm doch einfach wieder mehr ein,damit ich lebensqwalitaet habe.was macht man richtig.

Anatomie sagte am 17.02.2021:
Gibt es irgend ein Mittel dass die entzugssymtome lindert ? Ich habe ludiomil abgesetzt und fühle mich sehr schlecht. Bitte um Hilfe.

Feuervogel sagte am 15.04.2021:
Ich habe 6 1/2 Jahre Antidepressiva genommen. Zunächst 5 1/2 Jahre Venlafaxin. Dann wurde ich während eines Klinikaufenthaltes auf Escitalopram umgestellt. Durch die Einnahme von Venlafaxin stieg mein Blutdruck leicht. Dagegen bekam ich eine niedrige Dosierung des blutdrucksenkenden Medikaments Ramipril.
Als Typ 1 Diabetiker konnte ich eine leichte Verbesserung meines Blutzuckerspiegels unter Antidepressiva feststellen.
Die Depression hielt sich über die Jahre und es ging mir mal schlechter, mal besser.
Weil es mir seit längerem an Antrieb fehlte, hatten meine Ärztin und ich besprochen, ein anderes Medikament auszuprobieren, das wie Venlafaxin ein Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer enthält. Dazu sollte das Escitalopram zunächst von 20 mg auf 10 mg reduziert werden und nach einer Woche nochmals um 5 mg auf 5mg reduziert werden. Nach 3-4 Tagen sollte ich dann mit dem neuen Medikament beginnen.
Nach der ersten Woche ging es mir ganz gut. Im Laufe der dritten Woche spürte ich zeitweise eine Art Hochgefühl. Auch wurde ich zum ersten Mal seit langem wieder wütend. Das war ein so ungewohntes Gefühl, dass ich mich darüber freute. Wut setzt viel Energie frei und so viel Energie hatte ich schon so lange nicht mehr gespürt.
Allerdings kamen auch andere Gefühle plötzlich, ja sogar unerwartet …. zum Beispiel sah ich bei einer Reportage einen Bräutigam vor dem Traualtar vor Freude weinen und brach spontan und sehr überraschend in Tränen aus. Ähnliche überraschende Gefühlsausbrüche hatte ich noch einige Male. Die Antidepressiva hatten mein Gefühlslevel in einem gleichbleibenden Fenster gelassen und durch das Reduzieren spürte ich plötzlich mehr. Ich empfand es belebend und befreiend.
Es wäre sehr schön gewesen, wenn das alles gewesen wäre. Doch mein Blutdruck stieg an, ich fühlte mein Herz heftig klopfen und hatte Druck auf dem Brustkorb, was mir zwischenzeitlich Sorgen machte. Dazu fühlte ich mich, als hätte ich eine Grippe mit hohem Fieber, trotzdem ich kein Fieber hatte. In meinem Gehirn rauschte es unentwegt. An ruhigen Schlaf war nicht zu denken und die Träume waren heftig.
Mir schien das Herzklopfen nach der Einnahme des neuen Medikaments noch stärker zu werden und ich zögerte aus Angst davor den Zeitpunkt der Einnahme instinktiv raus. Daher beschloss ich meiner Ärztin mitzuteilen, dass ich es ganz ohne Medikament versuchen wolle. Sie war skeptisch. Ich ließ mich aber nicht mehr davon abbringen.
Es gab einen Abend, an dem ich beschloss, am nächsten Tag die Medikamente wieder zu nehmen, weil ich die Symptome nicht mehr aushalten konnte. Am nächsten Morgen war es besser und ich nahm sie dann doch nicht.
Seitdem – es sind jetzt zwei Wochen vergangen seit dem kompletten Absetzen .helfe ich meinem Körper mit viel Entspannungsübungen und einem Kombipräperat aus Hopfen, Baldrian und Passionsblumenextrakt, dazu Vitamin D hochdosiert und B12 ebenfalls hochdosiert. Das funktioniert ganz gut.
Meiner Psyche geht es hervorragend. Mein Körper war anfangs sehr schlapp und ich gönne ihm tagsüber ein Halbstundenschlaf, bei dem mein Gehirn wieder zur Ruhe kommen kann. Trotzdem treten immer noch Schwindel und plötzliche Erschöpfung auf, was es mir unmöglich macht, Auto zu fahren.
Erwähnenswert ist noch, dass mit Reduzierung der Antidepressiva mein Blutzucker stark anstieg. Inzwischen habe ich die Dosierung meines Insulins soweit angepasst, dass auch das ganz gut wieder funktioniert.
Ich hoffe, die Absetz-Symtome gehen bald weiter zurück und ich bleibe von absetzbedingten Depressionen verschont.
Ich will mein Leben wieder haben, mit allen Facetten von Gefühlen und Klarheit in meinem Kopf! Dafür kämpfe ich!

Tanmyo sagte am 27.04.2021:
Liebe Leute hier,
Ich habe das Antidepressivum Mirtazapin mit Unterbrechungen 3 Jahre genommen. Die Dosierung lag zwischen 7,5 und 15 mg.
Dann vor 2 Monaten ausgeschlichen.
Wa soll ich sagen, es ist nun nach 2 Monaten immer noch die Hölle los in meinem armen Körper. Mein Gehirn brennt, Tinnitus, mein Magen ist in Aufruhr, mir ist übel. Ich fühle mich so schlimm. Kann nicht mehr arbeiten Un versuche dieseZustände zu überleben. Ich hoffe so sehr das es vorüber geht dieser elendig Zustand. Nach dieser Erfahrung stelle ich die Effektivität von diesem Medikament in Frage. Wa hat es mir gebracht wenn ich den ganzen Spannungsbogen betrachte? Ja, ich konnte schlafen während der Depression.
Aber die Nebenwirkungen waren stark. Tinnitus, betäubte Gefühle und nun der Alptraum der Absezerscheinung. Ich weine so viel über mein körperliches Leid.
Von mir ist wenig übrig geblieben. Ich hoffe ich komme durch den Prozess und werde wieder Gesund. Würde es nicht wieder einnehmen. Hat einer die Absezerscheinungen hinter sich gebracht?

Anonymous sagte am 19.05.2021:
Cymbalta 6 Jahre 60 mg, dann Reduktion auf 30 mg:
Zunächst Hochgefühl, nach 2 Monaten unerträgliche Magen- und Nervenschmerzen.
Es erfolgte ein Krankenhausaufenthalt ohne organischen Befund.
Bin dann bei 30 mg geblieben und 5 Jahre lang immer mal versucht, wieder zu reduzieren (Kügelchenmethode, siehe Absetzforum). Immer wieder erhöht, da es nicht funktionierte und ich psychisch immer wieder abgesackt bin. Die letzte Erhöhung vor ca.1/12 Jahren habe ich dann nicht mehr vertragen und nur noch gebrochen. Den Entschluss gefasst: Weg von diesen Dingern.
Nun bin ich noch bei 22 Kügelchen und habe sehr viele Wellen, aber auch Fenster hinter mir. Momentan Zahnschmerzen, Nackensteifigkeit: alles ohne wirklichen Befund. Unglaublich. Bei dieser Minidosierung bleibe ich jetzt so lange, bis es sich richtig stabil anfühlt. Ich hoffe, dass das bald passiert. Ansonsten: jeden Tag eine Stunde laufen, viel Ruhe und Stress vermeiden, was nicht immer möglich ist. Allen wünsche ich viel Kraft. Cymbalta ist definitiv ein Mittel, was am schwersten abzusetzen ist.

Ina sagte am 13.06.2021:
Hallo,
Ich habe Mitte Februar 25mg Promethazin nach 3,5 Monaten abgesetzt. Ich habe sie wegen Schlafstörungen genommen. Schon nach kurzer Zeit bekam ich starke Unruhe, Heulattacken, starken Schwindel, Haarausfall und vieles mehr. Die Symptome sind seit einer Woche noch einmal schlimmer geworden. Kann es sein,dass die Symptome nach so kurzer Einnahme immer noch so stark sind ? Vor vier Wochen habe ich versucht eine kleine Menge wieder einzuschleichen. Das ging nach hinten los. Es wurde noch schlimmer. Meine Ärztin sagt, dass absetzen dauert höchstens drei Tage.
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüsse

Robinia sagte am 29.06.2021:
Nach sechs Jahren Psychotherapie hatte ich das Gefühl, nur noch mit Antidepressiva einen Durchbruch erzielen zu können. Mein Therapeut sah das auch so, riet mir zu einem Termin bei einer Psychiaterin. Ich nahm dann 14 Monate Escitalopram (erst 5mg, dann mit Tropfen 7mg und schließlich ca. 10 Monate lang 10 mg) wegen Angst/Anspannung/depressiver Stimmung. Bereits nach einer Woche der Einnahme dachte ich begeistert – „so funktioniert also ein ’normales‘ Gehirn?“ Kein ewiges Grübeln mehr, keine Tränenausbrüche und Gereiztheit, viel weniger Angst vor sozialen/Leistungssituationen, repräsentativen Verpflichtungen. Es ging mir ein Jahr lang wirklich gut und ich war überzeugt, nun endlich meine Therapie beenden zu können.
Gleichzeitig war mit bewusst, dass die Einnahme von Escitalopram mit für mich günstigen coronabedingten Einschränkungen beruflicher/repräsentativer Verpflichtungen zusammen fiel, es gab mehr Ruhe und Rückzugsraum. Ich wollte die Dinger aber auf keinen Fall länger als ein Jahr nehmen.
Vor Kurzem setzte ich also ab: vier Wochen lang reduzierte ich auf 5 mg, dann noch zwei Wochen lang alle 2 Tage 5 mg. Seit 6 Wochen nehme ich nichts mehr. Die ersten zwei Wochen mit 0mg hatte ich ein Hochgefühl. Es ging mir super. Dann: der Einbruch – ich dachte, die Depression kommt zurück, die ganze Angst, es ging mir richtig dreckig und bergab. Ich litt furchtbar unter Anspannung, nervösem Darm mit häufigem Durchfall, schlimmer als vorher, Heulattacken…war kurz davor, mir die Dinger wieder verschreiben zu lassen oder an ganz schlimmen Angst-Tagen wenigstens eine Opipramol zu nehmen (die hatte ich mal probehalber vor dem Escitalopram verschrieben bekommen, aber nur ca. 8 Stück genommen vor extrem angstauslösenden Situationen).
Weil es mir so elend war, ging ich zum Arzt, ließ ein EKG schreiben, Blut abnehmen. EKG war okay, Leberwerte okay, aber (…mal wieder…) extremer Vitamin B12 und D3-Mangel, wofür ich hohe Dosen verschrieben bekam. Ich habe nicht mal die Kraft, bei der Psychiaterin anzurufen und ihr den Vitamin-Mangelzustand mitzuteilen, obwohl ich sehr gut weiß, dass der für depressive Symptome, Muskelzucken, Anspannung ect. verantwortlich sein kann (und wozu mein Therapeut mir riet, dass mit ihr zu besprechen, da er für meine psychischen Schwankungen Stoffwechselentgleisungen vermutet – was gut sein kann, da ich seit Jahren immer mal wieder unter diesem Mangel leide, aber noch nie so extrem).
Ich versuche aber nun, nachdem ich all die Berichte hier über die Absetzsymptomatik gelesen habe, irgendwie ohne Medikamente (-außer Vit. B12 und D3) diese Zeit zu überstehen – und ich kann nur sagen….das ist schon sehr unangenehm. Ich fühle mich nicht wie ich selbst, stehe neben mir, immer wieder diese extreme innere Anspannung und Nervosität, Überforderungsgefühle, Traurigkeit, „weinen müssen“, das Gefühl, allein gelassen zu sein mit verschiedenen Situationen. Zum Glück kann ich mir meine Arbeit recht frei einteilen und mich zwischendurch hin legen – denke aber trotzdem ständig darüber nach, mich krank schreiben zu lassen. Habe auch keinen Antrieb, war seit Wochen nicht nicht mehr joggen, auch zu meinen anderen Hobbys kann ich mich nicht aufraffen. So kann das jedenfalls nicht bleiben.

Ingelein sagte am 02.07.2021:
Habe seit dem 10.02.21 das Antidepressivum Mirtazapin ganz abgesetzt, nachdem ich mich monatelang vermeintlich richtig ausgeschlichen habe. Das Medikament habe ich mit 0,75 mg seit 7 Jahren genommen. Es stellten sich fürchterliche Entzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit, unangenehmes Kribbeln(Brennen) in den Beinen, vor allem nachts, ein. Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl und Schaukelei im Körper gehörten mit dazu. Letztendlich wusste ich gar nicht, was mit mir los war und fühlte mich richtig krank. Später bin ich dahinter gekommen, dass das richtige Entzugserscheinungen sind, auf die mich keiner aufmerksam gemacht hat. Jetzt, nach 5 Monaten habe ich das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Bin noch nicht ganz über dem Berg aber es ist alles erträglicher geworden und ich werde nicht aufgeben. Diesen Kampf will und muss ich gewinnen. Setze auch Schmerztabletten in geringer Dosis nach Bedarf ein und bin mit Neurexan (auf pflanzlicher Basis)nachts auch zufrieden mit meinem Schlafergebnis. Nehme zusätzlich Magnesium/Calcium ein was mir auch bei den körperlichen Beschwerden hilft. Habe jetzt innerlich ein viel freieres Gefühl und so manche körperliche Beschwerden(die immer weniger werden) nehme ich jetzt gelassener hin. Habe ein gutes positives Gefühl für die Zukunft.

Victoria sagte am 17.07.2021:
Hallo
Ich nehme seit März 2021 Sertralin 150mg
Seit 6 Tagen musste ich komplett auf Null gehen weil ich erfuhr das ich schwanger bin mein Hausarzt und auch Frauenarzt waren sich einig sofort absetzen seit 3 Tagen geht es mir extrem schlecht
Schwindel Blitze vom Gehirn durch den ganzen Körper Benommenheit Herzrasen Unruhe sehr aggressiv usw ich bin am Ende mit meinen Nerven bin nur am weinen und weiß nicht weiter wie lange muss man da durch :(

Katja sagte am 26.07.2021:
Ich habe ein Jahr Sertralin genommen, gegen Panik Attacken, habe seit 6 Wochen reduziert von 100 auf 50,weil ich 14 Kilo zugenommen habe,erste Woche war ok,aber jetzt muss ich durch die Hölle gehen,Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, ich bin nicht mehr ich,ich möchte mein Leben zurück.Ich bitte um Hilfe.

Tuba sagte am 30.08.2021:
Hallo Leute,

Ich habe nur doxepin 25 mg genommen und abgesetzt und ich bin durch die Hölle gegangen,,jetzt muss ich es wieder nehmen und ausschleichen weil ich es nicht aushalte.Mir gehts es einfach nur dreckig diese scheiss Ärzte haben mein Leben zerstört.Ich hab ein Hass auf doxepin aber ich muss mich stabilisiern Gott sei Dank gibt es meine in Tropfen und deswegen werde ich jeden Monat 1 mg runter dosieren.Ich habe davon Panikattacken bekommen schluckbeschwerden ich werde niewieder Tabletten einnehmen.Und auch kein Arzt vertrauen.ich will mein Leben zurück

Anonymous sagte am 17.10.2021:
Beatrice:
Hallo zusammen,
ich habe es geschafft Venlafaxin abzusetzen. Das Absetzen von 300 mg hat ein ganzes Jahr gedauert.
Ein guter Tipp: Je langsamer man es macht, verspürt man auch keinen Entzug!

Nora sagte am 22.11.2021:
Hallo,
ich habe fast zwei Jahre Citalopram und Mirtazapin genommen. Citalopram konnte ich nach und nach sehr gut ausschleichen, ohne jegliche Nebenwirkungen. Mit Mirtazapin schien es mir erstmal bei der Reduzierung von 15mg auf 10 auf letztendlich ca. 2 mg auch fast nichts anzuhaben.
Dann, beim Komplett-Absetzen allerdings, kamen Schweißausbrüche, Übelkeit, Nervosität, Entfremdungserscheinungen, unheimlich unangenehme Gefühle, die ich aber ertrage, weil ich keinesfalls wieder in die Chemie-Falle zurück möchte. Ich weiß nicht viel über die ganzen Hirnprozesse aber ich merke, dass ich mir fast täglich Mut zusprechen muss, dass es ja auch „normale“ Phasen gibt, dass das alles besser werden wird. Ich zwinge mich, am Alltag teilzunehmen, als ob nichts wäre, und zum Glück klappt das auch dann überraschenderweise viel besser als es in der Vorstellung scheint.
Haltet durch! Tut euch was Gutes, Yoga, Massagen, Spaziergänge, Tanzen, gutes Essen, Liebe.
Noch ein hilfreicher Gedanke: das Absetzen ist wie eine Geburt, wie Geburtswehen, wenn das schlimmste überstanden ist, schiebt man ja das Baby auch nicht wieder zurück ;-)

Sinope‘ sagte am 04.12.2021:
Ich habe vor ca. 10 Jahren nach einer Lebenskrise Citalopram verschrieben bekommen. In dieser Zeit habe ich mehrmals versucht es abzusetzen. Mehr oder weniger konsequent. Sobald die Absetzsymptome sich bemerkbar machten, habe ich sie sofort wieder eingenommen, weil es unmöglich war, mit diesen Symptomen den Alltag, Beruf zu bewältigen. Abgesehen von den üblichen, körperlichen Beschwerden, ständig gereizt, aggressiv und gleichzeitig sehr verletzlich….sehr ,sehr schwer zu ertragen. Nun bin ich wieder an dem Punkt. Habe die Tabletten jetzt seit einer Woche nicht genommen. Es geht mir nicht gut, muss mich sehr zusammenreißen. Was ich aber heute mit Sicherheit sagen kann ist, diese Symptome sind ausschließlich Entzugserscheinungen und haben nichts mit meiner Grundpsyche zutun. Die Lebenskrise ist seit Jahren überstanden. Der Grund für diese langjährige Einnahme ist die blanke Angst vor den Absetzsymptomen. Das ist Bitter.

Elena sagte am 16.12.2021:
Vor sechs Jahren hatte ich aufgrund beruflicher und privater Überforderung Angstzustände mit Panikattacken entwickelt. Als alleinerziehender Mutter von zwei kleinen Kindern war ich darauf angewiesen so schnell wie möglich wieder zu funktionieren. Nach sechs Wochen Auszeit und dem erfolglosen Versuch, das Ganze mit pflanzlichen Mitteln hinzubiegen, habe ich mich auf Escitalopram eingelassen. Ich habe es langsam eingeschlichen und habe in der Höchstzeit circa 17,5 mg genommen. Mehr konnte ich aufgrund der Nebenwirkungen nicht einnehmen. Nach circa 6 Wochen beruhigten sich Geist und Körper und ich war wieder funktionstüchtig. Die Panikattacken sind geblieben, jedoch nur alle paar Monate aufgetaucht, so habe ich nach einem Jahr das erste Mal versucht das Medikament wieder abzusetzen. Sehr langsames ausschleichen, bis zur magischen Grenze von 5 mg und da fangen leider bei den meisten die Absetzerscheinungen an, die wohl genauso schlimm sind, wie offensichtlich Heroinentzug (habe ich mir sagen lassen). Ich habe es vier Jahre lang versucht das Zeug wieder loszuwerden, bis ich März 2021 endgültig das letzte Tröpfchen abgesetzt habe. Danach monatelang, Angstzustände, jeden Tag, fürchterliche Schlafstörungen, Traurigkeit, Kreislaufprobleme und all den Wahnsinn, von dem so viele Betroffene berichten. Trotz den ganzen Absetzerscheinungen und paradoxen Missempfindungen im Körper, habe ich das Gefühl, wieder ich zu sein… und das ist so wertvoll…ich denke jeder muss für sich den Weg zur Heilung finden, meine Erfahrung zeigt nur, dass man unter Einnahme von Antidepressiva nicht heilen kann, weil man gar kein Zugang zu seinen Gefühlen hat… mir hat es geholfen, wieder zu funktionieren, aber es hat mich definitiv nicht geheilt, sondern nur ängstlicher, kränklicher und vor allen Dingen, abhängig gemacht, mit massiven gesundheitlichen Folgen…u.a. 20 KG Übergewicht… das ist ein Wahnsinn. Stoffwechsel komplett zerschossen usw…
Wir müssen lernen uns unserem Schmerz zu stellen und den auch auszuhalten, das hat unsere Gesellschaft durch die Erfindung der Pillen verlernt..es gibt für alles die richtige Pille…eigentlich schrecklich…..ich wünsche allen hier viel Glück und hoffe, dass jeder der versucht das Zeug wieder loszuwerden es auch schafft… ich denke, es lohnt sich durchzuhalten …und der Entzug dauert einfach….Monate, vielleicht auch länger…und er ist wirklich grausam.. aber es gibt Alternativen…es lohnt sich. Sehr wichtig ist Magnesium, Vitamin B 1, 2, 3, 6 und D3..Achtet darauf, dass ihr euch gesund ernährt und keinen Mangel an Micronährstoffen habt..Viel Erfolg und alles Liebe!

Milena sagte am 19.01.2022:
Hallo! Hab 1.5 Jahre Escitalopram 10mg genommen und es nun, wegen vieler Nebenwirkungen, ausgeschlichen. Besonders körperlich geht es mir seitdem richtig schlecht, die schlimmsten Symptome sind starke Übelkeit mit Erbrechen, unerträgliches Kribbeln in den Beinen und Schlaflosigkeit. Hat jemand ein paar gute Tipps für mich, wie ich die Symptome verringern könnte? Gegen die Übelkeit nehme ich bereits Vomex, allerdings kommt es kaum dagegen an und verstärkt das Kribbeln in den Beinen nur.. Vielen Dank für eure Hilfe!!

Marion sagte am 20.01.2022:
Habe nach 15 jahren Depressionen,Kliniken, Therapien eine tiergestützte Therapie gemacht, und seitdem ging es aufwärts! Die Psychotherapie geht nicht weitgenug ins Innere. Inneres Kind, familiäre Strukturen; Ängste etc. können meiner Meinung nach nur richtig erkannt und gelindert werden, wenn das Unterbewusstsein aktiv werden kann, greifbar werden kann und somit auch eine direkte Ausseinandersetzung stattfinden kann, die dann auch selbst zu steuern ist.Habe es also durch die tiergestützte Therapie innerhalb eines halben Jahres geschafft, von 120 mg Duloxetin auf 30mg zu reduzieren, und meine Schlafmedikation innerhalb 3 Monaten (Quetiapin) ganz zu reduzieren. Schlafen kann ich inzwischen wunderbar. Jetzt geht es auf die reduzierung/das Ausschleichen vom Duloxetin 30mg zu. Mein Psychiater sagte mir, dass man es schaffen kann: mit Auschleichen, 6 – monatiger guter eigener Beobachtung und auch Entzugserscheinungen. Er meinte aber auch, dass, wenn es mir dann wirklich wieder schlecht gehen sollte und wieder Depressionen bekommen sollte, ich damit rechnen muss, dass es mit 30mg Duloxetin dann nicht mehr geht, sondern erfahrungsgemäss höher dosiert werden muss und ich das Medikament dann mein Leben lang nehmen muss.
Weiss jetzt nicht, was sinnvoller ist: jetzt zu akzeptieren, dass ich soweit gekommen bin, oder es mit weiter Ausschleichen zu probieren, die beschriebene Hölle durchzumachen und zu riskieren, evtl. dann höher dosiert weiter zu leben?
Wer hat dazu Erfahrungen oser/und Ratschläge?

Sarah sagte am 28.01.2022:
Hallo zusammen,
Ich habe ca. 20 Jahre, mit kurzen Unterbrechungen zu Beginn, Antidepressiva genommen. Zunächst ca. 1,5 Jahr Escitalopram, dann zwei Jahre nichts. An das damalige absetzen habe ich nur die Erinnerung, dass es unproblematisch war. 5 Jahre später habe ich auf Grund starker Depressionen wieder mit Fluoxetin begonnen, 20 mg über 8 Jahre. Als ich damals versuchte es abzusetzen, hat das überhaupt nicht funktioniert. Die Reduzierung auf die halbe Dosierung über 2 Monate ging gut aber einige Tage nach dem Absetzen ging es mir schlimmer als jemals zuvor. Körperlich war alles soweit in Ordnung, ich hatte aber so schwere depressive Symptome wie ich sie nicht mal zu der Zeit hatte, die Anlass für die Medikation war. Ich hab nur noch geweint und mich in eine Ecke verkrochen, Tag für Tag. Ich habe es zwei Wochen ausgehalten, dann konnte ich nicht mehr und bekam Sertralin verschrieben. Die Gründe für das absetzen von Fluoxetin waren neben meiner guten psychischen Verfassung auch die Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Kopfschmerzen. Also sollte es ein anderes Medikament richten. Sertralin habe ich ca. Fünf Jahre genommen. Dann habe ich , eher durch ein Versehen, die Verhütungs-Pille abgesetzt. Ich hatte vor den Feiertagen versäumt, mir eine neue Packung zu versorgen. Nach 3-4 Tagen habe ich mich wie ein anderer Mensch gefühlt. Ich war unter Sertralin nie so richtig gut drauf, eher gedämpft und gleichgültig. Plötzlich hatte ich morgens schon gute Laune, hab auf der Arbeit den Spaß meines Lebens und fühlte mich so gefühlsselige. Das gedämpfte Gefühl war plötzlich weg. Ich war traurig, wenn es Anlass dazu gab, aber meistens einfach positiv und gut gelaunt. Ich hab dann (eigenmächtig, was man nicht tun sollte) die Sertralin-Dosis von 100 auf 50 mg reduziert über 4 Wochen. Mir ging es weiterhin richtig gut, ich hab nichts vermisst gegenüber der Dosis-Halbierung.
Seit einer Woche habe ich das Medikament ganz abgesetzt. Bislang geht es mir psychisch weiterhin gut, ich habe etwas höheren Blutdruck als sonst und dadurch ein leichtes Schwindelgefühl, wenn ich meinen Kopf zu schnell bewege.
Die Pille habe ich ebenfalls ganz abgesetzt und steige auf eine hormonfreie Alternative um.
Ich hoffe, dass es weiterhin so mild bleibt und der Schwindel irgendwann ganz weggeht und der Blutdruck sich wieder normalisiert.
Vielleicht gibt es hier ja noch andere, die die Pille als möglichen Verstärker von Depressionen noch nicht im Blick haben.

B92 sagte am 30.01.2022:
Hallo zusammen,
Ich habe seit gut 4,5-5 Jahre esciralopram genommen. Ich muss gestehen, meine Dosis war nie höher als 10mg am Tag. Davor habe ich opipramol genommen welches aber mir nichts gebracht hatte. Danach bekam ich escitalopram. In meinen hoch Zeiten nahm ich 10mg, die letzten 2 Jahre 5mg. Nachdem meine Depression sich wesentlich verbessert hatte, habe ich gegen Weihnachten 2021 meine Tabletten abgesetzt. Nun muss ich feststellen: ich bin leicht reizbar, weine schneller, mache mir über vieles Gedanken und habe sowohl ein brennen/pochen/kribbeln in den Beinen und Händen. Meistens tritt das in der Ruhe auf, aber auch den Tag entlang. Und ich fühle mich wahnsinnig erschöpft und ausgelaugt, eine Stunde spazieren ist schon recht anstrengend. Ging es euch auch dabei so? Ich bleibe hart und nehme nichts ein, ich hoffe die neurologischen Ausfallerscheinungen nehmen langsam ab, das macht mich wahnsinnig. Ich Wünschte ich hätte niemals das T… eingenommen.

Sunshine sagte am 01.02.2022:
Hallo zusammen,
Aktuell bin ich sehr erleichtert dass ich wohl nicht die einzige bin die damit zu kämpfen hat. Ich habe escitalopram angefangen da ich durch unsere Katzen welche wir vor 1,5 Jahren gekauft haben zwangsgedanken entwickelt habe. Ich nahm 20 mg ein jedoch hat es mir nie komplett geholfen. Da ich davon sehr zugenommen habe, habe ich diese abgesetzt. Ich bin jetzt an Tag 5 und drehe mit den Schwindelanfällen bald durch. Ich habe gestern sehr viel geweint, auch wenn nichts war, es ist einfach ständig über mich eingebrochen. Aktuell weis ich nicht ob ich es so aushalte oder Evtl zum ausschleichen nochmal Tabletten nehmen soll. Da ich aber nicht ständig krank sein kann auf Arbeit muss ich irgend eine Lösung finden. Es tut gut zu wissen nicht allein zu sein mit diesen Erscheinungen, ich wünsche uns allen dass es uns bald besser geht….

Kerstin sagte am 12.02.2022:
Nehme erst seit 4 Wochen duolexitin 30 mg und mirtazipan 15 mg .seit 3 tagen soll ich es nicht mehr nehmen .habe jetzt schon die entzugserscheinung wie ihr sie habt

Chrismone sagte am 16.02.2022:
Ich habe 8 Jahre Amitriptilyn 50mg wegen starken psychsosomatischen Schmerzen eingenommen. Habe diese seit 2020 angefangen abzusetzen. (fast 2 Jahre) Letzte Einnahme ( Tropfenform) im November 21.
In den letzten 3 absetz Monaten die zugenommenen Kilos von ganz alleine wieder verschwunden. Das war auch der einzige positive Effekt.
Ich kämpfe jetzt mit den Entzugserscheinungen in Form von morgendlichen und abendlichen starken Erkältungsproblemen. Nase zu, Halsschmerzen, Husten, verschleimt, Druck auf der Brust und schlaflose Nächte mit Ress Leg. Durch das ständige abhusten, Schmerzen im Rücken.( Fachärztlich alles abgeklärt, Untersuchung Lunge, Hals hat kein Befund ergeben.) 3 Wochen nach jeder Reduzierung vom Amitriptilyn, schlimme Symptome, Antriebslos, Überkeit, Magen , nicht unter Menschen gehen , hielt immer so 7 Tage an.
Bin mal gespannt wie lange diese Symptome anhalten, um endlich wieder entspannt ins Bett zu gehen und morgens fit aufzuwachen uns sich gesund zu fühlen.
Lg an alle, mit gleichen oder ähnlichen Problemen. Durchhalten.

Carla sagte am 17.02.2022:
Ich hatte seit mindestens 8 Jahren Duloxetin genommen; zuerst 60 mg,. aber das half nicht mehr genug, dann mindestens 2 Jahre lang 90 mg. Auch das „nützte sich ab“; ich beschloss, ein wenig gegen den Widerstand meiner Psychiaterin, es abzusetzen. Sie schrieb mir auf, wie ich das machen sollte – in 4 Wochen stufenweise runter mit den 90 mg.
Die harmlosen Mittel, die helfen sollten in dieser Zeit, vertrug ich nicht.
Am Tag, nachdem ich das letzte Duloxetin genommen hatte, brach quasi die Hölle los: mein Asthma brach (nach einem Jahr ohne jegliche Beschwerden) plötzlich gewaltig aus ,ich klappte auf dem Weg zum Bahnhof zusammen; Panik, ich ein bisschen verrückt.
Es folgten : Medikamenten-Unverträglichkeit (besonders gegen Kortison, das ich aber wegen des Asthmas brauchte); Schlaflosigkeit; blinder Aktionismus am Tag; großer Schwindel; Unruhe, riesenhafte Kater-Gefühle, Dämlichkeit im Kopf, Schwitzen ohne Anlass und Unterlass, Schmerzen wie heftiger Muskelkater in allen Weichteilen des Oberkörpers, inklusive bitte: Busen! verrückte Hunger- und Sättigungsgefühle u.a.m.
Ich habe auch auf andere Medikamente als Kortison verrückt reagiert. Ca. 10 Tage nach dem Absetzen von Duloxetin hatte ich eine Augen OP. Ich hatte versucht die Ärzte vorzuwarnen; sie operierten trotzdem. Ich wäre ihnen fast .von dem OP Tisch gesprungen, wenn ich nicht festgehalten worden wäre. Ich beklagte mich, dass ich und meine OP immer noch nicht dran wären, sprich ich wachte in der Narkose auf, etc. Ich bin dankbar, dass trotzdem alles gut ging.
Nach 2-3 Monaten klangen die verrücktesten Sachen allmählich ab.
Was nicht wegging, war die Beengung im Oberkörper, wo ich diesen schlimmen „Muskelkater“ gehabt hatte.
Erst ging das Asthma völlig weg, trat aber nach 3 Monaten wieder sehr massiv auf. Ich konnte kaum noch gehen vor Atemnot, hatte immer noch Beklemmungen im Oberkörper. Ein 10-tägiger Klinikaufenthalt zur Untersuchung führte zu keinem Ergebnis; all meine Bitten, mir Physiotherapie und/oder Atemtherapie zu verschreiben, waren vergeblich; so dass ich das nach meiner Entlassung in die eigenen Hände nahm: zwei Physiotherapeuten und eine Atemtherapeutin bearbeiteten mich regelmäßig; es zeigten sich kleine Besserungen; nach 3-4 Wochen konnte ich gut atmen, fühlte mich total gesund, nahm dann ein ganzes Jahr keinerlei Medikament für Asthma etc.

Und die Psyche? Der ging es ohne Medikament nicht so gut. Ich wurschtelte mich durch, doch es war ziemlich hart ein Jahr lang. Jetzt nehme ich wieder Duloxetin – aber nur noch 60 mg , das bringt jetzt so viel wie vorher 90 mg, schon seit 2 Jahren . (Meine Depression gilt als „mittelschwer“.)

Jetzt habe ich wieder die große Atemnot, die wohl durch den Rest des großen „Muskelkaters“ verursacht wurde. Ein Arzt hat kürzlich Verständnis gezeigt und ist bereit, mich zu behandeln.
Bislang hat mir sonst noch keiner diese Geschichte geglaubt.

Corinna sagte am 17.02.2022:
Hallo meine Lieben,

nach ca 2 Jahren Dauereinnahme von Escitalopram und einer daraus resultierenden Gewichtszunahme mit extremen Wassereinlagerungen in den Beinen habe ich mich vor ca. 8 Wochen entschieden die restlichen 5 mg die ich von 10 runtergeschraubt habe zu halbieren und nach 2 Wochen ganz wegzulassen.
Die erste Woche verlief problemlos bis ich dann auf einmal grippeartige Symptome bekam.
Gliederschmerzen am ganzen Körper immer in wechselnden Regionen.
War dies vorbei ging es weiter mit Schwindel und Kopfdruck….es fühlt sich an als würde jemand von hinten versuchen meine Augen nach aussen zu drücken.
Der Schwindel hält nun schon seit 4 Wochen am Stück an und ich muss zugeben dadurch ganz schön am Ende mit meinem ABC zu sein.
Hinzu kommen noch so einige Symptome wie Wortfindungsschwierigkeiten,Vergesslichkeit,Weinerlichkeit und Agression im Wechsel,Verlust des Erinnerungsvermögens,Grübelzwang( hauptsächlich darüber wie ich das ganze Desaster hier wieder in den Griff bekommen könnte ) , Durchfälle, Lethargie, Sehstörungen, Wahrnehmungsstörung ( mal sehe ich schlank aus dann wieder dick ) ,Brennen der Mundschleimhaut , Blasenentzündung,Kopfschmerzen,Brennen auf der Haut ( hauptsächlich an den Armen ) etc.
Habe mir nun Escitalopram als Tropfen verschreiben lassen und werde erstmal 2 oder 3 mg wieder einschleichen um dann das Medi langsamer auszuschleichen…scheinbar hat mein Gehirn nun mit dem Ungleichgewicht so stark zu kämpfen dass es erstmal ohne nicht geht!
Hat auch jemand diesen krassen Schwindel erlebt bzw. kann mir einen Ratschlag geben ob ich weiterhin durchhalten sollte oder nicht ? Wenn ich meinen Arzt fragen würde dann ist das für ihn ein klarer Rückfall jedoch bin ich da anderer Meinung …..

Anna sagte am 17.02.2022:
Ich habe 2 Jahre Citalopram 20mg genommen und habe es mit ärztlichem Rat ausgeschlichen und bin nun seit 11 Tagen ohne Tablette.Die ersten 2 Tage ohne waren völlig ok aber dann ging es los…Wie Blitzschläge im Kopf wenn ich nach links und rechts schaue,Schwindel,Schlafstörungen,Alpträume,empfindungsstörung am Körper,Stimmungsschwankungen…
Gestern fühlten sich die Blitze im Kopf besser an und ich dachte ich hätte das schlimmste überstanden,aber heute nun wieder sehr stark ausgeprägt…Mein Arzt sagte ich solle opipramol nehmen aber ich habe mich dagegen entschieden,denn wenn ich sehe was das mit einem Körper machen kann möchte ich gar nichts mehr nehmen….
Hatte jemand auch diese Symptome und kann berichten wie lange diese angehalten haben?

LG A.

PercuWo sagte am 22.02.2022:
Hallo,
Wegen Nackenschmerzen wurde im Jahr 2009 Paroxetin verschrieben. Ich hatte einen doppelten Bandscheibenvorfall ins Nacken!
Durch die enorme Gewichtszunahme und einem Zusammenbruch 2012 wurde ich auf Cymbalta eingestellt und auf 90mg hochdosiert.
Diese Dosis habe ich sehr schlecht vertragen und wurde auf 60mg herunter dosiert.

2013 Operation der Bandscheiben.
Die Operation war erfolgreich, leider hatte sich durch fehlende Aufklärung über das Medikament und deren extremen Nebenwirkungen eine massive Panikstörung entwickelt.

Extreme Schlaf Probleme , elektrische Schläge, Schwindel, Panikattacken, Nervenschmerzen am ganzen Körper uvm. machten mir das Leben sehr schwer.
Es folgte 2016 ein Klinikaufenthalt ohne wirkliche Besserung.

Ab 2016 Cymbalta Dosis auf 30mg, immer noch sehr viele Nebenwirkungen!

2018 fing ich an, ganz langsam von 30mg auf Null zu reduzieren, Reduzierung um maximal – 10% der letzten Dosis. Ich brauchte von 2018– 2021! Kapsel geöffnet und Kügelchen herausgezählt, dann auf der gleichen Menge 8Wochen stabilisiert.

Heute bin ich 13 Monate auf Null. Das Absetzten war schwierig und mit einer Vielzahl von verschiedensten Symptomen begleitet, welche wenig mit der Grunderkrankung zu tun hatten, aber auch oft ähnlich waren und sind.
Wellen, Fenster alles wechselte.
Nach 12 Monaten Null fing der Entzug, trotz wirklich langsamen Ausschleichens erstnochmal richtig an. Ich befinde mich aktuell 13 Monate nach Null, in einen protrahiertem Entzug.
Durchgehend wechselnde Symptome, Brain Zaps, hoher Puls, Durchfälle, Synkopen, Albträume, Wutanfälle, Verzweiflung, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Konzentrationsstörungen, Sprach-und Gangprobleme, Haarausfall, Schwindel, Angstphasen, Sehstörungen, Nervenschmerzen an wechselnden Körperstellen und vieles mehr.
Nichts ist schlimmer als dieser Entzug. Es ist die Hölle.
Medikamente helfen keine, mein Körper spricht auf nichts mehr an. Ich habe Nahrungsunverträglichkeiten entwickelt. Mein Leben ist durch diese schlimmen Entzugssymptome stark eingeschränkt.
Meiner Arbeit kann ich nicht mehr nachgehen, gehe nun ein Jahr früher in Rente.

Alle Psychologischen Therapien, Meditationen, Quanten oder Hypnosetherapien schlagen fehl, Arzt findet keine Biologischen Ursachen usw.

Das Antidepressiva und die Absetzproblematik hat mir mehr geschadet als geholfen. Viele Jahre meines Lebens waren nur noch Qual und jetzt gehe ich durch die Hölle und hoffe dass es mein Körper, Hirn und das vegetative Nervensystem es schaffen, den Schaden zu reparieren.

Durch eine Fehldiagnose und vorschnellen Verordnung von Antidepressiva, auch fehlender Aufklärung wurden mir viele Jahre Lebensqualität versaut.

Heute bekomme ich nirgends Hilfe und muss diese Qualen alleine aussitzen. Von den Ärzten kommen nur Vorschläge wie, Antidepressiva einnehmen, Klinik usw.

Ich finde es eine Schande was mit diesen Medikamenten angerichtet wird, für mich grenzt das an schwere Körperverletzung!
Sicher gibt es Fälle in denen dieses Medikament hilft, aber es zu verschreiben wie Traubenzucker finde ich doch sehr bedenklich!

Frühlingsblume sagte am 12.03.2022:
Hallo Liebe Leidensgenossen,

nehme seid 11 Jahren Duoloxetin,reagiere auf jedes Kügelein mehr oder weniger hab mal 40 genommen war stabiler Nervlich aber habe Morbus cron u.a.von dem Medikament bekommen bin jetzt wieder auf 30 mg. Bin schnell gerreitzt müde und habe wenig Kraft und Ausdauer,frage mich ist das Entzug oder das ich zu wenig nehme???
Das Zeug ist die Heilsame Hölle damals war es in der Akutphase sehr hilfreich das draufsetzten war für mich die Hölle das Absetzten auch jedesmal schlimme Symptome,unruhe Gedankenrasen verrücktheitsgefühle……müde….ectr.Ich habe in all den Jahren fast alle Nebenwirkungen jrgendwann mal gehabt es ist ein teufelszeug aber es war damals heilbar weg zu kommen ist genau so schwer….wer hat Erfahrung?

Monika sagte am 26.03.2022:
Mir wurde 2012 Paroxetin wegen zwei lächerlichen Panikattacken verschrieben. So wirklich geholfen hat es nie.

Ich habe mehrfach versucht es abzusetzen, aber wegen unerträglicher Symptome immer wieder nochmal eingenommen.

Vorletztes Jahr habe ich dann den Entschluss gefasst, es durchzuziehen. Lt. Arzt von 10 mg auf 0 durch auslassen von Dosen in 3 Monaten.

Es ging mir nicht gut danach, aber ich habe mein Leben weitestgehend noch auf die Reihe bekommen. Da ich aber depressiv wurde habe ich im Dezember wieder 1 mg eingestellt. Es hat nicht wirklich geholfen. Unwissend wie ich war habe ich es dann in 3 25% Schritten „ausgeschlichen“. Mir ging es immer schlechter, bis irgendwann von einem auf den anderen Tag die absolute Hölle losbrach.

Furchtbare Panikattacken, kalte Elektroschocks am ganzen Körper, absolute Schlaflosigkeit, schreckliche Akathisie, Halluzinationen, Herzrasen, Schwitzen, ich konnte nicht mehr stehen.

Ich wusste nicht mehr weiter und bin in der Psychiatrie gelandet, der größte und schrecklichste Fehler meines Lebens. Dort wurde ich mit Tavor, einem weiteren SSRI (was furchtbare Zustände hervorrief), Mirtazapin und Quetiapin zu bombardiert.

Wieder zu Hause habe ich alles abgesetzt. Ich konnte kaum laufen, mein Körper fühlte sich an wie viergeteilt und als würde jeder Teil bei jedem Schritt in eine andere Richtung laufen.

Im Oktober hatte ich einen Suizidversuch, weil ich mich so zerstört fühlte dass ich dachte ich werde nie wieder gesund.

Danach bin ich natürlich wieder in der Psychiatrie gelandet und bekam 150 mg Seroquel. Damit konnte ich dann wenigstens 3 Stunden schlafen.

Nun, mein Zustand ist jetzt kaum besser. Ich bin im Denken und Handeln total behindert, kann die einfachsten Dinge nicht mehr tun. Zusätzlich ist starke Akathisie geblieben, ich habe den ganzen Tag keine Ruhe, bis ich abends das Seroquel nehme.

Meditation und Atemübungen helfen nicht bei der starken Akathisie.

Ich habe das Gefühl ich werde nie wieder gesund. Mein Oberkörper macht 24/7 komische Bewegungen im Bauchmuskelbereich und wenn ich im Bett liege höre ich alles pochen.

Ich bin dermaßen am Ende, ich weiß nicht mehr was ich tun kann. Ich kann so behindert nicht leben.

Ich bin ein Mensch, der schnell depressiv wird wenn er sich nicht ablenken kann. Doch da ich weder lesen, noch Fernsehen kann bleibt mir nicht viel zum Ablenken. Ich gehe einmal am Tag 15 Minuten spazieren, dann versagen meine Beine.

T.P sagte am 04.04.2022:
Nach 2,5 Jahren Citalopram(20mg) Einnahme jetzt seit ca 1 Monat Clean!
Hab wahrscheinlich zu schnell runter reduziert…:-(
Kurz nach Absetzen auf 0 Starke Übelkeit, Schwindel beim Kopf bzw. Augen Bewegung , Kopfdruck!
Nach einer Woche war der Schwindel weg! Seit dem fühle ich mich nur noch platt, müde antriebslos! Könnte den ganzen Tag durch schlafen!
Schlafe nachts extrem schlecht(mehrmals aufwachen) und nach 5 std schon wach! Nase ist dauernd verstopft dazu ständig so ein komisches Muskelkater Gefühl in Armen und Beinen!
Hoffe das wird irgendwann besser!
Die Tabletten hatten schon ihre Positive Wirkung nur ich kann die nicht lebenslang nehmen!
Versuche konsequent zu sein!
Viele raten mir zur wieder Einnahme!
Ich werde das evtl. mache wenn ich gar nicht mehr kann und nix mehr auf die Reihe bekomme!
Hoffe es wird irgendwann auch wieder aufwärts gehen!!!!
Allen viel Glück beim Absetzten!

Erfahrungsberichte zu: Antidepressiva absetzen:

Seite: 12


Lesen Sie >>> hier <<< über weitere Informationen und aktuelle News zu diesem Medikament (und zum Antidepressiva-Absetzsyndrom).





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.