Lorazepam (Tavor)

BeruhigungsmittelPsychopharmaka

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Wirkung, Indikation

Lorazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine.
Wirkung auf die Psyche als: Beruhigungsmittel.
Genauer: Die Wirkung ist angstlösend, antikonvulsiv, sedierend und muskelrelaxierend.

Einordnung unter: Tranquilizer / Beruhigungsmittel, Psycholeptika, Anxiolytika, Benzodiazepin-Derivate.

Das Psychopharmakon ist zugelassen und wird verkauft in Deutschland.

Der ATC-Code ist N05BA06.

Das Medikament wird z.B. eingesetzt bei Unruhezuständen, Panikstörung, Schlafproblemen, Suchtentzug, Epilepsie, katatonen Zuständen, akutes Delir, Übelkeit/Erbrechen, vor Operationen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Unerwünschte Wirkungen, die nach Häufigkeit geordnet bei Lorazepam auftreten können:

Sehr häufig bei Lorazepam Benzodiazepin:

  • Gefühl der Benommenheit
  • Verspüren von Müdigkeit
  • Sedierung

Häufig:

  • Ataxie,
  • Demaskierung einer Depression,
  • Depression,
  • Verspüren von Mattigkeit,
  • Schwäche in den Muskeln,
  • Gefühl von Schwindel,
  • Verwirrtheitsgefühle verspüren.

Gelegentlich:

Es kann einem übel werden; es kann zu einer Änderung der Libido kommen, sowie zu einer verminderten Orgasmusfähigkeit und zur Impotenz.

Ferner sind bei diesem Benzodiazepin möglich:

  • allergische Hautreaktionen,
  • Alopezie (permanenter Haarverlust),
  • Apnoe, Verschlechterung einer Schlaf-Apnoe oder einer obstruktiven Lungenerkrankung;
  • Atemdepression,
  • Bilirubinanstieg (Anstieg des gelben Abbauprodukts des Hämoglobins),
  • Enthemmung, Euphorie,
  • extrapyramidale Symptome, Tremor (Zittern),
  • Gelbsucht, Anstieg Lebertransaminasen/alkalische Phosphatase;
  • Hyponatriämie (niedriges Natriumniveau),
  • Hypothermie (Verklammung);
  • Hypotonie, leichter Blutdruckabfall;
  • Koma,
  • Kopfschmerzen,
  • Krampfanfälle/Krämpfe, Gedächtnisverluste (Amnesie),
  • Verstopfung (Obstipation),
  • paradoxe Reaktionen z.B. Angst, Erregungszustände, Aufgeregtheit, aggressives Verhalten bei Lorazepam, Störungen des Schlafs, Insomnie, sexuelle Erregung, Halluzinationen;
  • Sehstörung, Dysarthropneumophonie/undeutliches Sprechen,
  • Schwartz-Bartter-Syndrom (SIADH),
  • Selbstmordgedanken/Suizidversuch,
  • Störungen des Blutbilds: Thrombopenie (Mangel an Blutplättchen), Agranulozytose (starke Verminderung der Granulozyten), Trizytopenie (Mangel in allen drei Zellreihen);
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktischer, anaphylaktoide Reaktionen,
  • verlängerte Reaktionszeit,
  • zentralnervöse Dämpfung.

Bei plötzlichem Absetzen

Bei plötzlichem Absetzen des Psychopharmakons Lorazepam können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

  • Schlafstörungen und vermehrtes Träumen;
  • Angst, Spannungszustände, Erregung, innere Unruhe können verstärkt wieder auftreten, sowie
  • Kopfschmerzen, Depression, Verwirrtheit, Reizbarkeit,
  • Schwitzen, Dysphorie, Schwindelgefühl,
  • Realitätsverlust, Verhaltensstörung,
  • übersteigerte Geräuschwahrnehmung,
  • Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Gliedmaßen,
  • Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Berührung,
  • Wahrnehmungsstörungen,
  • unwillkürliche Bewegungen,
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit,
  • Halluzinationen/Delirium,
  • Krampfanfälle/Krämpfe, Zittern, Bauchkrämpfe,
  • Myalgie,
  • Erregungszustände,
  • Palpitationen,
  • Tachykardie,
  • Panikattacken,
  • übersteigerte Reflexe,
  • Verlust Kurzzeitgedächtnis,
  • Hyperthermie.

Behandlung sollte nach vorheriger Absprache mit dem Arzt ausschleichend beendet werden.
Vorsicht Epilepsie-Kranke: plötzliches Absetzen können Krampfanfälle auslösen. Primäres Abhängigkeitspotential beachten.
Es sollte die Sucht-Gefahr bei Lorazepam beachtet werden !

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei: Alter unter 6 Jahren, Alkoholabusus, Arzneimittelabhängigkeit – Arzneimittelmissbrauch auch in der Vorgeschichte, Drogenabhängigkeit, akutes Engwinkelglaukom, Intoxikation durch Alkohol und/oder Medikamente wie Opioide, Hypnotika, Tranquilizer, Neuroleptika, Lithium u.a., intraarterielle Injektion – wegen Gefahr von arteriellen Spasmen, Gangrän und eventuell erforderlicher Amputation, Überempfindlichkeit gegen Lorazepam bzw. andere Benzodiazepine sowie einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Lorazepam nur bedingt / geringer dosiert / überwacht anwenden bei: reduzierter Allgemeinzustand, Alter über 65 Jahre und 18 Jahren, Herzinsuffizienz, Hypotonie, Asthma bronchiale, spinale und zerebrale Ataxie, Ateminsuffizienz – schwere chronische Hyperkapnie, intrahepatische Cholestase, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, Depression, Suizidalität, Dyspnoe, Entzugssyndrom, hirnorganisches Syndrom, cholestatischer Ikterus, Krampfanfälle, Niereninsuffizienz, schwere Leberinsuffizienz, schwerer Leberschaden, Myasthenia gravis, Schlafapnoe.

In der Schwangerschaft: Kontraindiziert.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert – Abstillen.

Handelsnamen / Markennamen

Medikamente, die den Wirkstoff Lorazepam enthalten:

  • Lorasifar,
  • Merlit,
  • Sedazin,
  • Laubeel,
  • Somagerol,
  • Somnium,
  • Tavor,
  • Temesta,
  • Tolid.

Arzneimittelwechselwirkungen von Lorazepam

Folgende (möglichen) Wechselwirkungen sollten bei der Einnahme von Lorazepam bzw. der Präparate, die den Wirkstoff enthalten, beachtet werden:

Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen:

Andere zentralwirksame Arzneimittel (z.B. Hypnotika, Psychopharmaka, Lithium, Anästhetika, Sedativa, Analgetika, Antihypertonika, Beta-Blocker),
Alkohol, Muskelrelaxanzien, Analgetika und Lachgas.

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