Lorazepam bei Epilepsie

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Einsatz bei Kindern mit Epilepsie: Vergleich mit Diazepam

Eine im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie verglich die Wirksamkeit von Lorazepam mit der von Diazepam bei pädiatrischen Patienten mit krampfartigem Status epilepticus.

Bei den pädiatrischen Patienten mit konvulsivem Status Epilepticus führte die Behandlung mit Lorazepam nicht zu einer verbesserten Wirksamkeit oder Sicherheit im Vergleich zu Diazepam, schreiben Dr. James M. Chamberlain vom Children’s National Medical Center in Washington und Kollegen.

Status epilepticus

Status epilepticus ist ein einzelner epileptischer Anfall, der mehr als fünf Minuten anhält, oder zwei oder mehr Anfälle innerhalb von fünf Minuten, ohne dass sich die Person zwischen ihnen wieder normalisiert.

Frühere Definitionen verwendeten eine 30-Minuten-Zeitbegrenzung. Die Anfälle können vom tonisch-klonischen Typ sein mit einem regelmäßigen Muster der Kontraktion und Streckung der Arme und Beine, oder von Typen, die keine Kontraktionen mit sich bringen, wie z.B. Absenzanfälle oder komplexe partielle Anfälle.

Sie behandelten 273 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 Monaten bis <18 Jahren mit einen konvulsiven Status epilepticus nach dem Zufallsprinzip entweder mit Diazepam (0,2 mg/kg; 140 Patienten) oder Lorazepam (0,1 mg/kg; 133 Patienten).

Wirksamkeit bei Status epilepticus

Das primäre Wirksamkeitsergebnis der Aufhebung des Status epilepticus für 10 Minuten ohne Rezidiv innerhalb von 30 Minuten trat bei 101 Patienten in der Diazepam-Gruppe und 97 in der Lorazepam-Gruppe (72,1% vs. 72,9%) auf, stellten die Wissenschaftler fest.

Die künstliche Beatmung war bei 26 Patienten in jeder Gruppe erforderlich (16% bei Diazepam und 17,6% bei Lorazepam; absolute Risikodifferenz 1,6%).

Die sekundären Ergebnisse (Wiederholungsraten der Anfälle, Zeiten bis zur Beendigung des Status epilepticus und Rückkehr zum psychischen Ausgangszustand) unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen, außer dass Lorazepam-Patienten eher sediert wurden (66,9% vs. 50%; absolute Risikodifferenz, 16,9%).

© arznei-news.de – Quellenangabe: Children’s National Medical Center; Journal of the American Medical Association – doi:10.1001/jama.2014.2625; April. 2014

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